Eine kurze Rundreise durch die Nordinsel

28.12.2010 – Von Paihia im Norden nach Hamilton im Zentrum

Das war wohl gestern ein absoluter Glückstag mit dem Wetter! Heute ist es draußen grau in grau – ich bin froh, dass ich heute sowieso abreisen will!
Habe auch schlecht geschlafen – gestern Abend war bis fast 12h draußen Hully-Gully! Bezeichnenderweise haben es diesmal 2 deutsche Pärchen geschafft, das ganze Hostel wach zu halten, bis dann der ‚Herbergsvater’ eingeschritten ist!
Nach dem schnellen Frühstück geht es erstmal nur das kurze Stück bis Kawakawa zu den Hundertwasser-Toiletten! Wie ich vor Ort erfahre, wollte der gute Friedensreich den gesamten Ort nach seiner Methode verschönern, aber damit waren die Menschen dort wohl total überfordert – ihnen war ja auch nicht bekannt, dass Hundertwasser bereits zu den berühmten Künstlern gehörte. Er hatte sich ganz in der Nähe in den 70er Jahren eine bankrotte Rinderfarm gekauft, die er wieder aufmöbelte bzw. aufmöbeln ließ. Im Ort selbst ließen sich nur 2 Hausbesitzer auf seine Verschönerungsideen ein und die Gemeindeverwaltung überließ ihm die Gestaltung der ‚public toilettes’! Ich denke, heute ärgert sich der eine oder andere dort, dass er sich auf eine Zusammenarbeit nicht eingelassen hat, denn inzwischen sind die Toiletten zu einer Touristenattraktion geworden. Aber andererseits, hier mitten in Maori-Land – da muß vielleicht wirklich nicht ein ganzer „Hundertwasser-Ort“ sein.




Seine Farm und sein Grab und die Gräber zweier Künstlerfreunde dort kann man nicht besichtigen. Ich kam jedoch mit einer Frau im Ort ins Gespräch, die mir einen Weg aufzeigte, wie ich – falls ich noch mal hierher kommen sollte – doch zu einer Besichtigung kommen könnte!

Als ich aus Kawakawa rausfahre, fängt es bereits an zu tröpfeln und es regnet sich so richtig ein während der weiteren Fahrt! Keine besonders angenehme Sache, im bald schon strömenden Regen unterwegs zu sein :-(! Die auch auf dieser anderen Strecke zurück Richtung Auckland wieder sehr abwechslungsreiche Landschaft kann ich meist mehr erahnen als wirklich in ihrer ganzen Schönheit sehen! Auch von der Krippenlandschaft, die einen ganzen riesigen Garten neben der Straße umfasst, bekomme ich nur einen im wahrsten Sinne des Wortes ‚verschwommenen’ Eindruck!

Als ich jedoch an einem Straßenschild „Christine Place“ vorbei komme, biege ich kurz entschlossen ab und lande vor einem hübschen ‚Organic Café’, wo ich mir ein kleines Mittagessen bestelle.

Die weitere Fahrt geht dann ganz gut, weil nämlich kurz danach eine richtige Autobahn anfängt – zwar eine Mautstraße, aber die kostet nur 2$! Ein Riesenaufwand mit entweder Online-Bezahlung oder anhalten und am Automaten bezahlen für diesen läppischen Betrag! Wahrscheinlich kosten die Automaten, die Kontrollen und dergleichen mehr, als mit diesem Betrag eingenommen wird. Aber da ich schon einen Strafzettel zu bezahlen habe, gehe ich kein Risiko ein und stelle mich im strömenden Regen auch am Automaten an!
Auckland ist auf dieser Straße schnell erreicht und durchfahren! Langsam wird der Regen dann auch weniger und etwa 50 km vor Hamilton, meinem heutigen Ziel, hört er ganz auf!
Da macht es doch schon gleich wieder mehr Spaß, die Augen links und rechts der Straße auf Wanderschaft zu schicken, ob es etwas zu entdecken gibt! Einen großen Sikh-Tempel z.B. und einen Friedhof, der an einem steilen Hang liegt. Er erinnert mich etwas an den chinesischen Friedhof in Melakka in Malaysia. Wie ich später erfahre, ist das ein Maori-Friedhof, auf dem auch die Maori Queen bestattet worden ist. Deswegen offenbar die strikten Verhaltensregeln und die Schlösser am Tor! Normalerweise sind hier alle Friedhöfe immer offen und für jedermann zugänglich.


Nach einer kurzen Irrfahrt durch Hamilton lande ich dann aber wohlbehalten bei meinen CS-Gastgebern Hazel und Sam. Die haben aber gar nicht soviel Zeit für mich: Dienstag ist immer Spiele-Abend mit ihrem Mitbewohner Ian und noch zwei anderen Freunden. Hazel macht zum Abendessen ein paar Fleischpasteten und einen Salat dazu und ich ziehe mich danach gleich in mein Zimmer zurück. Will ja schließlich nicht der Anlaß sein, dass sie ihre Gewohnheiten ändern müssen :-)!


29.12.2010 – Von Hamilton nach Stratford

Man glaubt es doch einfach nicht! Als ich heute früh zum Fenster hinausschaue, lacht mir ein wolkenloser strahlendblauer Himmel entgegen! Das lässt ja für meinen ersten Tag der ‚Nordinsel-Südrundfahrt’ einiges erhoffen!
Ich fahre noch kurz durch das Zentrum dieser doch relativ großen Stadt und biege dann in die Landstraße Richtung Süden ab!

Es ist wieder Farmland, durch das ich mich bewege, immer wieder unterbrochen von kleinen Städtchen mit ihren alten Häusern und kleinen Kirchen! Hier vor allem Milchwirtschaft – ich frage mich jedoch immer wieder, wie die Kühe hier eigentlich satt werden. Die stehen stets dicht gedrängt auf den Weiden, so dass man sich wundert, dass sie alle überhaupt genug zu fressen finden!
Schon bald aber werden die Schafe hier die Haupt“personen“! Spätestens in Te Kuri – das sich selbst als „Shearer Capital of the World“ bezeichnet, dreht sich alles nur noch um den Wolleproduzenten! Oder drehte es sich etwa? Als ich nämlich nach Wolle frage, erfahre ich, dass der einzige Wolladen in der ‚’Capital’ vor kurzem Konkurs anmelden musste! Und bei der Weiterfahrt sehe ich, dass relativ viel frühere Schafweiden nun auch von Kühen belegt sind. Ich sehe zwar eine ganz neue, moderne Schaffarm, aber auch viele alte, leer stehende Farmen und ‚wool sheds’, also die Hallen, in denen die Schafe geschoren und wo dann auch die Wolle bis zum Verkauf und Abtransport gelagert wurde. Aber es gibt schon noch genügend Tiere, die dringend darauf warten, dass ihnen ihr dicker „Wintermantel“ endlich abgenommen wird! Wo möglich, verkriechen sie sich in ihrem dicken Pelz im Schatten, während die frisch geschorenen fröhlich auf den Weiden herumspringen!



In Taumarunui, einer der schon ganz alten ‚Maori-Hauptstädt’ fahre ich dann auf den „Forgotten World Highway“, die Straße durch die vergessene Welt! Und wirklich, es ist manchmal, als ob die Zeit stillstehen würde! Es sind auch heute nicht viele Autos hier in dieser traumhaften Landschaft unterwegs – es wird auch deutlich darauf hingewiesen, daß auf ‚Raser‘ hier kein großer Wert gelegt wird! Von kargen Felswänden über üppige Flusstäler, von Bergwiesen und Lavendelfeldern, von Urwald bis zu Kiefernwäldern gibt es auf diesem Stück Straße (etwa 150 km) alles zu sehen! Und immer wieder traumhafte Ausblicke von einem der vielen ‚saddles’, Bergkämme, die ich auf steilen Straßen mit unzähligen Haarnadelkurven erklimmen und überwinden muß! Und wie Unkraut ziehen sich an der Straße Unmengen von Hortensien-Sträuchern dahin, manchmal sehen sie wie richtige ‚Hecken’ aus! Hortensien sind hier das, was in Australien die Rosen waren! Es gibt sie überall in verschwenderischer Pracht und in allen Farben, die man sich so vorstellen kann! Sogar in tiefdunklem Lila und Blau – so etwas habe ich in Deutschland noch nie gesehen!




Über die Hügel, die mit ihren vielen Fältelungen wie aus einem Märchen entsprungen aussehen, ziehen sich überall die ‚sheep fences’, die Zäune mit den eng gestellten Pfosten und mehrfachen Ebenen von Drähten dazwischen, damit die Schafe nicht durchsteigen können!


Einmal komme ich jedoch an einem eingezäunten Gelände vorbei, das mit einem beeindruckenden Tor abgeschlossen ist – das ist bei näherem Hinsehen aber keine Weide, sondern das örtliche Kriegerdenkmal für die Toten des 1.Weltkriegs! Ich bin immer wieder erstaunt, in welche Kriege dieses kleine, weit von der Welt abgeschiedene Land junge Leute zum Sterben geschickt hat…

Am späten Nachmittag erreiche ich dann die ‚Republic of Whangamomona“ – ein witziges altes Städtchen, das inzwischen eigentlich nur noch aus dem noch genutzten Hotel und einigen alten Häusern besteht, die mit Hilfe der Regierung nach und nach restauriert werden! Die ‚independent republic’ wurde zum ersten Mal 1908 ausgerufen, als die damaligem Einwohner mit der Politik der Regierung im fernen Wellington nicht einverstanden waren! In den späten 80er Jahren wurde sie dann erneut ausgerufen, weil die Landreform nicht auf ehemalige Gemeindegrenzen dort Rücksicht genommen hatte. Inzwischen ist dieser Grund jedoch weitestgehend vergessen, aber es gibt alle 2 Jahre ein „Unabhängigkeitstag“ gefeiert. Dazu kommen tausende von Neuseeländern aus allen Teilen des Landes angereist, viele sind „offizielle Bürger der Republik“, es werden extra Sonderzüge auf der eigentlich den Güterzügen vorbehaltene Strecke (die ich immer wieder längs der Straße sehen kann) eingesetzt und es ist ein Riesenvolksfest. Leider bin ich etwas zu früh dran – der nächste Unabhängigkeitstag wäre am 22.Januar! Für 3,40$ könnte ich mich dann als ‚Bürgerin’ der Republik registrieren lassen und bekäme auch einen offiziellen Stempel in meinen Pass :-)! Hier werden eben die Feste gefeiert wie sie fallen!!!


Langsam geht es in weit geschwungenen Kurven von der Hochebene, die mir immer wieder grandiose Ausblicke bietet






dann endgültig wieder hinunter ins Tal – bald durch die Tangarakau Schlucht, einem urwaldähnlichen Gebiet, durch das die Straße, die stets am Flussufer entlang führt, auch nicht geteert ist. Aber es gibt einen Tunnel dort – ganz schmal, gerade passend für ein Auto. Aber dafür ziemlich hoch – diese ‚Erweiterung’ in die Höhe wurde vor ein paar Jahrzehnten für die dann kommenden 2-stöckigen Viehtransporter gemacht, damit die auch die Straße benutzen konnten.

Dann aber nicht mehr lange, und die ersten Hinweisschilder auf Stratford stehen am Straßenrand. Dieses kleine und schon ziemlich alte Städtchen ist nach der Geburtsstadt von Shakespeare (Stratford-upon-Avon) in England benannt. Und auch hier dreht sich alles um diesen großen Dichter – so ziemlich alle Straßennamen sind nach Figuren in seinen Werken oder den Werken selbst benannt! Und es gibt ein Glockenspiel am Glockenturm

im Zentrum, übrigens das einzige überhaupt in NZ, das „Romeo und Julia“ zum Thema hat – morgen werde ich mir das anhören bzw. –schauen!
Heute hole ich mir noch schnell ein Take-away-Gericht beim Chinesen (habe nicht ergründen können, was das angebotene „Chinese Smorgasbord“ sein soll .-)) und suche ich mir ein Motel zum Übernachten, weil ich morgen auch noch einen Blick auf den Mt. Taranaki werfen möchte, den großen schlafenden Vulkan hier, der auch jetzt im Sommer noch eine „Mütze“ aus Schnee trägt! Kein Wunder, er ist ja auch 2700m hoch!

Ich komme in einem wirklich hübschen Motel unter, dem saubersten, was ich jemals gesehen habe – u.a. sind die Duschwannen aus Edelstahl und so auf Hochglanz gewienert,

dass man sich darin spiegeln kann (als ob Onkel Karl am Werk gewesen wäre :-)! Die Besitzerin ist eine sehr liebenswürdige Dame, die mich für morgen früh noch mit dem gewünschten Joghurt und Toast ausstattet – beides serviert auf einem Tablett mit einer frischen Rose, ist das nicht süß?

Mit ihrem Mann komme ich später ins Gespräch, als ich nach einer Flasche Wein frage – ich habe heute mal so richtig Lust auf ein Glas! Er ist gebürtiger Schlesier, in Bremen zur Schule gegangen, aber schon Anfang der 50er Jahre mit den Eltern nach Australien ausgewandert! Er fuhr zur See bei der australischen Handelsmarine und lernte auf einer der Fahrten seine Frau kennen! Wurde dann in Neuseeland ihr zuliebe sesshaft und arbeitet heute als Chefelektriker in einem großen Industrieunternehmen hier.
Zurück in meinem Zimmer stelle ich fest, dass die Matratze leider viel zu weich für mich ist – das kann ja eine heitere Nacht werden…

30.12.2010 – Von Stratford nach Wellington

Ich habe trotz weicher Matratze ganz gut geschlafen, nur heute früh habe ich ein bisschen Probleme mit meiner Halswirbelsäule. Aber dank meiner bewährten Stretching-Übungen kriege ich das gleich wieder in den Griff!
Zum Frühstück gibt es heute Müsli mit reichlich frischen Erdbeeren – die hatte ich gestern am Straßenrand supergünstig erstanden! Auch hier gibt es nämlich Erdbeerfelder zum Selberpflücken, aber dort sind die Früchte – auch die schon gepflückten – deutlich günstiger als in den Geschäften, also anders als in Deutschland! Das Müsli kommt aus meiner eisernen Reserve und Milch und Joghurt kam vom Motel. Für unterwegs röste ich die beiden Toastscheiben (dankenswerterweise ist das ausnahmsweise mal Vollkorn-Körner-Toast!), die werde ich dann irgendwo während einer Pause mit den auch noch im Vorrat befindlichen Avocados und Tomaten zu Mittag essen!
Rund um den Gipfel des Vulkans hängt heute leider eine dichte Wolkendecke! Schade, aber da wird es nichts mit dem tollen Foto… Aber ich komme gerade zum Glockenspiel am „Broadway“ zurecht – das allerdings nur zu Anfang ein wirkliches Glockenspiel ist. Dann wird es mehr ein kleines ‚Theaterstück’ mit auf und zu gehenden Fenstern im Turm und gesprochenen Dialogen nach Shakespeares „Romeo und Julia“ zu den Puppen-Darstellern. Ich war übrigens die einzige Zuschauerin, die das aufmerksam verfolgt hat :-)!

Während ich weiter fahre, reißen die Wolken mehr und mehr auf und ich kann noch ein Foto von der Schneekappe schießen:-)!

Der nächste größere Ort, den ich erreiche, ist Hawera! Eigentlich ein kleines Städtchen, aber mit der größten Molkerei-Anlage der südlichen Hemisphäre! In diesem Unternehmen, dass einer Kooperative der örtlichen Milchbauern gehört, werden täglich 13 Mio.Liter Milch verarbeitet!! Neben Trinkmilch und Joghurt wird vor allem Käse hergestellt, der sogar bis nach Europa verkauft wird – aber leider nicht in den örtlichen Läden, dafür ist er zu teuer :-(!

Allerhand gibt es zu sehen auf meiner Weiterfahrt Richtung Whanganui! Nicht nur wieder mal einen Zaun voller abgelegter Schuhe (hier sind es allerdings nur FlipFlops!),

auch das Opfer einer Brandkatastrophe!

Und es gibt eine Mühle am Wegesrand

und immer wieder schöne alte Häuser. Auch alte Kirchen,

teilweise als Cafés oder Theater genutzt, und einen ganz kleinen uralten ‚Familienfriedhof’!

In Whanganui, einer der größeren Städte hier im Süden, überquere ich dann den breiten, behäbig fließenden Whanganui River, den längsten schiffbaren Fluß der Nordinsel – der jetzt allerdings gerade ‚bergauf’ fließt!

Die Flut vermischt sich mit dem Flußwasser! Whanganui ist ein sehr bedeutender Ort für die Maoris, wird jedoch heutzutage beherrscht von den großen im Umland befindlichen ‚pastoral stations’ – überall auch hier an der Straße entlang wurde ich von großen Rinder-, aber auch Schafherden begleitet! Mitten in der Stadt steht auf einer ziemlich belebten Kreuzung ein großer Kiefer-Weihnachtsbaum, ein echter! Aber die Anhängsel sind vom Wind schon ziemlich zerzaust – und Wind geht hier immer, wie man auch am Baum selbst erkennen kann!

Inzwischen führt die Straße ziemlich nahe am Meer entlang und durch viele, viele kleinere Badeorte, wo verkehrsmäßig natürlich das Chaos herrscht – wie in Süditalien im August! Entsprechend viel Zeit brauche ich dann auch für das letzte Teilstück! Plötzlich sehe ich ein Hinweisschild zu „Stephans Gasthof“ – na, wenn das nicht ein toller Zufall ist! Hier werde ich heute ein frühes Abendessen einnehmen!

Aber leider, leider – als ich vor der Tür stehe, sehe ich, dass dort heute geschlossen ist. Es ist offensichtlich ein schweizerischer ‚Stephan’, denn als besondere Attraktion steht (nach Voranmeldung!) ein „Chaes Fondue“ auf der Speisekarte!

Na, dann heißt es also doch weiterfahren! Das letzte Stück vor Wellington führt dann direkt am Meer entland. Der Himmel hat sich im Lauf des Tages wieder in eine strahlendes Dunkelblau verwandelt – das lässt doch gutes hoffen für den morgigen Sylvesterabend!

In Wellington steuere ich erstmal ein Hotel neben dem Highway an, um nach dem richtigen Weg zu fragen. Aber zu dem von mir gebuchten B&B ist es nur noch ein kurzes Stück durch die Stadt und auf den Mt.Victoria
halbwegs hinauf! Ich finde auch direkt vor dem Haus einen Parkplatz und ziemlich erwartungsvoll klingel ich an der Tür – von außen sieht das Haus ganz schön aus! Aber was für eine Enttäuschung – ein total ungepflegt aussehender und ziemlich brummiger Mann empfängt mich! Er weist mir ein Zimmer im Souterrain zu – Aussicht rundherum auf ca. 1m von den Fenstern entfernte Mauern! Sofort bereue ich, mich für dieses Haus entschieden zu haben und nicht für eins der großen Hotels! Aber mir schien ein B&B persönlicher und vielleicht gerade für den Sylvester-Abend besser geeignet. Ich beschließe, mir was anderes zu suchen. Notfalls werde ich eben doppelt bezahlen! Als ich dem Besitzer bekannt gebe, dass ich doch lieber woanders unterkommen möchte, weil ich keine Lust habe, in einer „Gruft“ die nächsten beiden Tage zu verbringen, hat er plötzlich noch ein freies Zimmer in einem kleinen Nebenhaus in der ersten Etage mit Blick Richtung Stadt! Aha – also bei einer allein reisenden Dame kann man es ja mal probieren. Er faselte zwar etwas von anderen Gästen, die er jetzt im Keller unterbringen müsste, obwohl die schon länger angemeldet waren – aber ein Blick ins Internet zeigte, dass er noch einige andere freie Zimmer hat (und das stelle ich dann auch in natura fest, weil viele Zimmertüren im Haupthaus offen stehen und eindeutig nicht bewohnt sind)! Er ist auch weiterhin mehr als unhöflich und ruppig – so was habe ich während meiner ganzen Reise noch nie erlebt! Aber da es außerordentlich sauber hier ist, das Wlan umsonst und das Stadtzentrum nur einen 10-Min.-Spaziergang entfernt ist, bleibe ich dann doch!

Wie ich später im Internet sehe, ist morgen Abend großes Sylvester-Remmidemmi auf dem Platz vor dem berühmten Museum – da werde ich mal hingehen und mich ein wenig amüsieren! Für heute bin ich geschafft – mache mir nur noch eine leckere Ciabatta-Semmel, die ich mir unterwegs gekauft habe, mit Avocado und Tomaten zum Abendessen, trinke ein Glas von meinem restlichen Wein dazu und gehe dann ins Bett! Am Himmel drohen inzwischen wieder schwarze Wolken…

31.12.2010 – Sylvester in der Hauptstadt Wellington

Die Nacht ist früh zu Ende – ein junges Paar im gleichen Haus fängt schon um 6h an, auf dem Flur laut zu reden und zu lachen und mit den Türen zu schlagen! Als ich sie dann gegen ½ 7h bitte, doch etwas leiser zu sein, sind sie total überrascht – sie waren der Meinung, sie sind allein hier auf dem Flur. Als sie gestern ankamen, stand mein Zimmer ja noch leer… Aber jetzt konnte ich natürlich nicht mehr einschlafen und ich beschäftigte mich gleich ein wenig mit dem Updaten meines Blogs. Das Internet funktioniert hier immer eine Weile ganz gut, obwohl die Konnektivität meist als ‚schlecht’ angegeben wird – aber nach einer Weile hört der Spaß dann stets plötzlich auf und ich muß immer eine Zeit warten, ehe ich wieder online gehen kann! Aber jetzt so früh am Morgen schaffe ich doch eine ganze Menge – vor allem Fotos!

Kurz vor 9h gehe ich schnell frühstücken – wurde mir gestern sehr barsch mit auf den Weg gegeben „breakfast from 7 to 9h, no exception!“ Aber dieses ‚breakfast‘ besteht ja auch nur aus 2 Scheiben Toast, ein wenig Butter und Marmelade, Honig oder Vegimite – damit bin ich schnell fertig und ich breche in die Stadt auf! Ich will mir die ein bisschen anschauen, aber vor allem einen Besuch um Museum „Te Papa“

machen – sehr berühmt für seine vielen unterschiedlichen Sammlungen. Besonders interessiert mich eine Ausstellung über Brian Brake, einen berühmten neuseeländischen Pressefotografen, der für viele Bilder verantwortlich ist, die ich mir im Lauf meines Lebens von der großen weiten Welt gemacht habe :-)!
Als ich im Museum ankommen, sehe ich, dass auch gerade eine Ausstellung „European Masters“ mit Leihgaben des Städel Museums in Frankfurt läuft. Aber die spare ich mir – die dort gezeigten Werke kenne ich alle schon von mehreren Besuchen am Original-Schauplatz!

Die Fotoausstellung ist ganz herrlich – einige Bilder rufen sofort wieder ganz klare Erinnerungen bei mir wach, wo und wann ich sie das erste Mal gesehen habe. Ist doch erstaunlich, wie das menschliche Gehirn so funktioniert… Bei einem Foto aus den 50er Jahren aus China wusste ich ganz genau, dass das damals im Stern abgebildet war und wo ich gerade war, als ich das gesehen habe – nämlich in der Küche der Wohnung meiner Großeltern in Duisburg! Nicht zu fassen!

Alle diese tollen Fotos hat Brake mit Leica Cameras geschossen! Die fand er damals schon als die besten und unempfindlichsten auf dem Markt – wenn das kein Kompliment für deutsche Wertarbeit war! Er hat sogar mal einen Versuch gemacht und eine Camera aus 3000m Höhe auf ein Flugfeld fallen lassen – sie hat das zumindest so überstanden, dass sie nach einer Reparatur am Gehäuse wieder einsatzfähig war!

Nach dem Museum stromere ich noch ein wenig durch die umliegenden Straßen! Finde eine Gallery, die gerade allerhand ‚Getöpfertes‘ ausstellt – u.a. auch getöpferte Schiffe 🙂 schaue ein paar Jungs zu, wie sie – in Ermangelung einer Klippe – passenderweise vom ‚Emergency Tower’ ins Wasser springen und wandere dann langsam wieder zurück zu meinem B&B. Auf dem Weg dahin finde ich ein marrokanisches Restaurant – dort werde ich heute Abend zum essen gehen, ehe ich mich ‚unters Volk’ mische! Überall komme ich auf dem Weg auf den Mt. Viktoria an kleinen ‚Puppenhäuschen’vorbei – die haben zwar am steilen Hang unten wohl auch noch 1-2 Zimmer, aber trotzdem sind sie winzig. Manche sind ja direkt von der Straße aus zu erreichen – zu manchen muß man aber auch erst ziemlich viel Treppen steigen :-(!



Ich wundere mich auch hier wieder ein wenig über die manchmal haarsträubenden Elektroleitungs-Konstruktionen bei den vielen Holzhäusern hier – aber es scheint immer gut zu gehen!

In meiner Unterkunft ist noch Zeit für eine Maschine Wäsche – ich hatte ja längere Zeit keine Gelegenheit mehr – und für ein Glas Rotwein zur Einstimmung auf den Sylvester-Abend! Um kurz nach ½ 8h gehe ich los, unterwegs sehe ich in einem Fensterauch hier einen ‚richtigen‘ Christbaum und werde ganz kurz wieder ein wenig wehmütig! Auch einen neuseeländischen ‚Christmas Tree‘ habe ich für Euch gefunden, der immer passend zu Weihnachten über und über mit dicken roten Blüten geschmückt ist (der hier ist leider noch nicht ganz ‚fertig‘!)

In dem kleinen Restaurant ist schon allerhand los. Mir wurde aber ein Tisch freigehalten und ich bestelle mir die köstliche Pastete, die ich mal in Marrakesch kennen gelernt habe. Das Original damals war mit Taubenfleisch gefüllt, heute ist es leider nur Hühnchen – aber ansonsten hat es genau so lecker geschmeckt, wie damals. Die ‚Außenhaut’ besteht aus Filoteig, die Füllung eben aus Geflügelstückchen und einer Couscous-Masse, die sehr gut mit Kräutern, Korinthen und Zimt abgeschmeckt ist. Oben drüber kommt dann ein Hauch von Puderzucker – zum Niederknien!!! Davor bekam ich die typischen Vorspeisen Taboule, Baba Ganoush, Hommus – dazu Fladenbrot und Oliven serviert. Ein toller Anfang für diesen Abend!

Nach dem Essen gibt es hier noch einen Kaffee , dann wandere ich langsam Richtung Innenstadt, um an der großen Fete teilzuhaben.
Aber meine Herren! Das ist der langweiligste Sylvester-Abend, den ich je erlebt habe! Es scheint DAS Ereignis für Kinder zu sein – die sind in allen Altersgruppen zahlreich vertreten und genießen die ‚lange Nacht’ offenbar!

Es gibt ein paar Feuerschlucker und Akrobaten, an eine Wand des TePapa Museums ist eine Uhr projeziert und es werden an 2 kleinen Ständen Süßkram und Getränke verkauft! Als ich eine Passantin frage, ob denn auch ein Feuerwerk um Mitternacht geplant ist, lacht sie mich lauthals aus „Diese guten alten Zeiten sind längst vorbei – jetzt mußt Du Dir schon selber ein Feuerwerk machen, wenn Du eins haben willst.“! Wir setzen uns dann auf eine Bank und sie fragt mich aus, woher ich komme und was ich hier mache etc. und ist ganz neidisch, als ich ihr erzähle, dass bei uns immer ziemlich der punk abgeht in der Sylvester-Nacht!

Also wenn eh nichts Besonderes mehr los ist, werde ich halt wieder in mein Zimmer verschwinden. Mit einem herzlichen „Happy New Year“ und „Safe travel“ verabschiedet sich meine neue Bekannte von mir und ich gehe zurück. Auf dem Weg sehe ich, dass der große Supermarkt noch auf hat (auch heute an Sylvester bis 24h!!!) und dort gibt es auch Alkohol. Beim Gang durch die Getränke-Reihen stelle ich fest, daß es das deutsche Bier-Marketing offenbar noch nicht bis New Zealand geschafft hat – es gibt zwar einige norddeutsche Marken hier, aber keins aus Bayern. Nur ein neuseeländisches ‚Munich‘ nach ‚bavarian‘ Art gebraut! Ich freife dann lieber kurz entschlossen auf ein kleines Fläschchen Champagner zurück und dann sitze ich in meinem Zimmer und warte auf Mitternacht, damit ich mit mir selbst im Spiegel auf ein gutes Neues Jahr anstoßen kann! Irgendwo im Nachbarhaus werden die Sekunden bis zum Jahreswechsel gezählt, dann ein lautes „CHEERS“ und Ende! Gegenüber am Berg werden ganze zwei einzelne Raketen gezündet – und das nur ganz kleine! Aucch wenn ich in Deutschland immer den Kopf schüttle über die Vermögen, die die Leute für Feuerwerkskörper ausgeben – aber so ganz ohne Raketen ist Sylvester halt auch nichts…

1.1.2011 – Von Wellington wieder zurück nach Norden

Ich habe mir doch nicht nur selbst zutrinken müssen – ein anderer Gast im Stockwerk unter mir war, offenbar auch auf der Suche nach irgendwelchen Lebenszeichen um uns herum, draußen im Garten und wir prosteten uns gegenseitig zu! Aber ansonsten war wirklich gar nichts – zwei kleine Raketen gingen gegenüber am Berg um kurz nach 12h hoch, das war’s dann auch! In der unmittelbaren Nachbarschaft hat eine Feiergesellschaft zumindest die letzten Sekunden des alten Jahres lautstark ausgezählt, dann ein lautes ‚Cheerio’ und mehr auch da nicht! Einfach unfassbar für mich!
Ich werde schon früh wach und mache mich fertig für meine Weiterreise – ich möchte heute über die Berge nach Napier an der Ostküste fahren.
Das Wetter sieht noch nicht sehr berauschend aus – aber bisher hat sich das während des Vormittags immer in Sonnenschein gewandelt. Also vertraue ich auch heute wieder darauf! Der Straßenzustandsbericht sieht im Übrigen auch gut aus :-)!
Als erstes jedoch fahre ich kurz hinter Wellington noch eins der Gasthäuser ‚Zur Goldenen Brücke’ 🙂 an und lasse mir ein Neujahrs-Frühstück schmecken. Der B&B-Wirt war heute früh ungewöhnlich freundlich – da ich zu spät zum Frühstück war, hat er mir angeboten, ob ich nicht wenigstens eine Tasse Tee auf den Weg haben möchte! Aber ich habe ja bewusst auf sein Frühstück heute verzichtet, damit ich guten Gewissens ein ‚richtiges’ Frühstück genießen kann! Es ist überraschenderweise schon ordentlich viel los hier, im Gegensatz zu Wellington, wo vorhin alles ausgestorben war!
Auf der Weiterfahrt hoch in die Berge fängt es bald so heftig zu regnen an, dass ich die steile und kurvige Strecke teilweise nur im Schritttempo befahren kann! Es ist jammerschade, dass man so wenig sehen kann – die Gegend muß wieder traumhaft sein! Tiefe Canyons und steile Bergkämme wechseln sich ab. Oben angekommen, finde ich mich in besserem Wetter wieder und in einem quasi „Riesengarten“: Obst und Gemüse in rauen Mengen werden hier überall angebaut und angeboten! Überall gibt es Direktverkäufe – auch heute, am Neujahrstag und werden gut frequentiert! Und mir fällt auf, dass es hier überhaupt keine Hortensien gibt – ob fruchtbarer Boden und Hortensien sich wohl ausschließen?
Es sind liebliche kleine Dörfer, durch die ich heute fahre! Die Straßennamen deuten darauf hin, dass hier wohl viele Einwanderer aus Skandinavien sesshaft geworden sind! Und in ‚Dannevirke’ wird das am Namen der Stadt aber auch an den rauen Gesellen deutlich, die überall auftauchen!

Hier schaue ich noch mal in meine E-Mail, aber von den angeschriebenen SERVAS- und CS-Leuten in Napier hat sich niemand gemeldet. Ich schaue mal wegen eines günstigen Hostel-Zimmers – es gibt da schon einiges und ist auch verfügbar. Ehe ich mich aber wieder auf den Weg mache, komme ich noch mit einem jungen einheimischen Pärchen, das mit mir am gleichen Tisch sitze, ins Gespräch! Sie raten mir, statt nach Napier lieber in den Tongariro NP, einen der ältesten NP der Welt, zu fahren! Städte könnte ich mir doch überall anschauen, aber so eine tolle Landschaft gäbe es nicht so oft! Und wg. Quartier bräuchte ich keine Angst haben, da wäre jetzt keine Saison und ganz bestimmt jede Menge frei! Und rund um die drei hohen Vulkane im Park wären auch einige Plätze, die als ‚Mordor’ im Film aufgetaucht wären. Warum also nicht? Ich muß ja nicht unbedingt nach Osten…
Zwar muß ich für mein neues Ziel ein Stückchen zurück fahren, aber das ist nicht weit. Und der weitere Weg dorthin ist wieder besonders schön! Viele Aussichtspunkte am Rand der Straße, von wo man weit über die Landschaft mit unterschiedlichsten Formationen blicken kann! Immer wieder auch tiefe Flusstäler und hohe Brücken – das Wetter ist inzwischen sehr schön und so macht das Fahren richtig Spaß! Ich fahre sogar an einem ‚International Airport’ vorbei – so heißt allerdings nur ein Café am Rand der Straße, das allerdings in einem richtigen Flugzeug untergebracht ist!






An einem großen Armeegelände mit riesigem Museumskomplex vorbei biege ich dann Richtung Ohakune ab – meinem heutigen Ziel. Plötzlich sehe ich nebe den üblichen Rinderherden auch eine große Herde von Rehen, aber die sind auf einer eingezäunten Weide, offenbar als ‚Nutztiere’ gehalten!

In Ohakune ist wirklich alles wie ausgestorben. Mitten im Ort finde ich eine sehr neu aussehende Jugendherberge- und tatsächlich, hier ist so gut wie alles leer. Eine holländische Familie mit 3 Kindern und ein junges Pärchen und ich teilen sich auf 28 Zimmer auf! Ich bekomme ein 4-Bett-Zimmer zur alleinigen Nutzung, muß aber nur 1 Bett bezahlen! Der einzige Wermutstropfen ist, dass der Supermarkt am Ort heute am Neujahrstag schon um 4h geschlossen hat (recht haben sie!), da bin ich leider ein wenig spät dran. Aber ich habe noch Nudeln, Olivenöl und Tomaten in meinem Vorrat, hole mir in einem kleinen Convenience Store um die Ecke ein paar Knoblauchzehen und Petersilie und fertig sind Spaghetti Aglio Olio! Dazu gibt es ein Glas Rotwein, von den Holländern spendiert!
Ich gehe früh ins Bett, denn ich möchte morgen den Sonnenaufgang am Mount Ruapehu, dem mit fast 3000m höchsten der 3 Vulkane in diesem Gebiet und in ganz Neuseeland, der beim Ankommen schon hinter dem Ort zu sehen war, erleben!

2.1.2011 – Unterwegs rund um den größten Vulkan Neuseelands

Das war eine sehr ‚kurzweilige’ Nacht! Da ich so früh ins Bett gegangen war, wurde ich natürlich mitten in der Nacht wach, weil ich auf die Toilette musste. So einigermaßen im Halbschlaf wankte ich dorthin und als ich wieder in meine Zimmer wollte, hatte ich mich ausgesperrt! Ich hatte die Tür von innen verriegelt und die Verriegelung hatte sich wohl nicht beim Öffnen der Tür entsperrt, wie das normalerweise ist. Und an den Schlüssel hatte ich natürlich nicht gedacht! Na sauber! Im Aufenthaltsraum waren zwar einige Sofas, aber keine Decken und es war doch ziemlich kalt geworden (auf dem Ruapehu liegt noch Schnee!). Also habe ich nach langem Überlegen ein Bett im nebenan liegenden 4-Bett-Zimmer genutzt – das war GottseiDank offen! Mit dem Sonnenaufgang wird das wohl nichts, ich komme ja weder an Autoschlüssel noch an etwas zum Anziehen und die Rezeption ist erst wieder ab 8h besetzt!

Als ich dann wach werde, ist es kurz nach 7h. Ich mache mir schon mal einen Tee und eine Schale Müsli – der Kühlschrank und meine Vorräte sind ja in der Küche und ich komme an all das dran! Während ich frühstücke, kommt die holländische Frau aus der 1.Etage herunter. Als sie von meinem Malheur hört, sagt sie mir, dass Neil, der junge Mann an der Rezeption schon da wäre, sie hätte ihn vom Fenster aus gesehen. Also schnell im Schlafanzug über den Hof und einen Ersatzschlüssel geholt! Dabei gibt er mir den Rat, nicht von hier schon in den NP zu fahren, sondern etwa 40km weiter den Zugang zu nutzen – von dort könnte ich relativ weit auf den Vulkan hinauf fahren.

Das Wetter ist traumhaft heute – ein strahlendblauer Himmel und die Luft wie Seide! Es ist jetzt noch angenehm kühl, aber die Sonne wird das bald ändern. Also mache ich mich schnell auf den Weg, um diese schönen Temperaturen noch zu nutzen! Was für eine grandiose Fahrt – durch so gut wie menschenleeres Gebiet und immer begleitet vom ‚weißbemützten’ Berg! Die anderen beiden Vulkane dort, der Ngauruhoe (ca. 2300m) und der Tongariro (knapp 2000m) tragen keine Schneekappen mehr! Die Abzweigung zum Berg ist nicht zu übersehen und ziemlich schnell sehe ich dann schon das ‚Castle’, ein Hotel am Fuß des großen Vulkans, das vor allem im Winter genutzt wird – der Vulkangipfel ist nämlich DAS Wintersportgebiet für die Nord-Insel!

In weiten Kehren windet sich die Straße nun bergan! Immer wieder muß ich anhalten, weil die Ausblicke so gigantisch sind! Viele kleine Bäche mit zahlreichen ebenso kleinen Wasserfällen kommen mir entgegen! Kurz vor Erreichen des Berg-Parkplatzes fangen dann auch die ‚Hütten’ an – viele kleine und einige größere, die im Winter die Skifahrer beherbergen. Eine davon heißt sogar „Arlberg“!






Nach einer etwa 1-stündigen Wanderung zu einem der Grate, von dem aus man die Ausläufer des Vulkans und die beiden „Nebenvulkane“ gut sehen kann, komme ich zur Haupthütte zurück – der einzigen, die derzeit geöffnet hat, und genehmige mir dort ein schönes Sandwich zum Lunch!

Der Ruapehu ist das letzte Mal erst 1997 ausgebrochen und in 2007 stürzte der Rand des Kratersees ein und eine riesige Schlammlawine brauste zu Tal! Oben auf dem Gipfel gibt es einige qualmende ‚Schlote’, die ständig daran erinnern, dass da noch ordentlich ‚Leben’ im Berg ist! Trotzdem gibt es einige Sessellifte und Unmengen von Schneekanonen. Aber es sind auch überall Anschläge, wo man sich wie bewegen soll und kann und was im Falle einer Eruption zu tun ist! Sie sind ja schon Optimisten, die Leute hier! Vor allem die, die sich dort oben ein eigenes Ferienhaus hingebaut haben!!!
Langsam mache ich mich wieder an die Talfahrt, denn mein heutiges Übernachtungsziel wird an der Nordostküste sein – dort werde ich von einer CS-Familie erwartet. Bis dahin ist es ein gutes Stück zu fahren und es gibt bestimmt noch einiges andere zu sehen!

Als erstes auf dem weiteren Weg statte ich jedoch dem Ngauhurohe noch einen Besuch ab, der ist zwar nicht so hoch wie der Ruapehu, aber nicht weniger beeindruckend! Hier sind inzwischen viele Motorradfahrer unterwegs, ist aber auch eine tolle Gegend zum biken!

Die Hügel, die mich ringsum bei der weiteren Fahrt begleiten, sind alle mit Neupflanzungen bedeckt – es sind überwiegend Kiefern, mit denen aufgeforstet wird, aber auch Lärchen! Die Gegend hier soll das größte Aufforstungsgebiet der südlichen Hemisphäre sein und wenn man das so beim Durchfahren sieht, wird das wohl auch stimmen – endlos ziehen sich die Baumreihen neben der Straße über alle Hügel dahin!
Aber dann kommen schon die ersten kleineren Seen in Sicht! Sie kündigen das große Seengebiet an, deren Hauptsee der Lake Taupo ist, mit der gleichnamigen Stadt an seinem Nord-Ufer. Dieser See ist etwa 2x so groß wie der Gardasee (etwa 620 qkm), aber nur etwa halb so tief (an der tiefsten Stelle ca. 180m). und ist eigentlich die Caldera eines Supervulkans, der vor etwa 20.000 Jahren ausgebrochen war! Aus der Luft gesehen hat der See etwa die Umrisse von Afrika! Schade, dass ich nicht so richtig Zeit habe – das Wasser des Sees ist ausgesprochen warm und das Wetter würde eigentlich auch zu einem Badeaufenthalt verlocken!

Überall nahe der Straße sind auch kleine Badestrände und – obwohl die Straßen ziemlich voll sind – die sind relativ wenig besucht! Aber eine kurze Pause für ein Eis mache ich dann doch – an einem Wagen mit der Aufschrift „Kaiserschmarrn“, die junge Verkäuferin dort kommt aus Deutschland!

Auch wenn ich mich langsam vom Tauposee weg bewege, hört das Wasser nicht auf! Gar nicht weit weg ist nämlich der Lake Rotorua, auch eine geflutete Caldera eines alten Vulkans und Mittelpunkt eines außerordentlich aktiven Vulkangebietes! Vor, im und nach dem Ort Rotorua gibt es an jeder Ecke ein Hinweisschild „Mud Pools’, ‚Geyser’, ‚thermal pools’ etc. und man kann es auch gut riechen, dass hier jede Menge Schwefelquellen angesiedelt sind! Die Stadt ist ein wenig eine Mischung zwischen Bad Füssing und Bad Birnbach…
Aber auch nach Rotorua hören die Seen nicht auf – wahrscheinlich käme man mit dem Boot hier ebenso schnell voran, wie mit dem Auto um all diese Seen herum!
Am späten Nachmittag lande ich dann glücklich bei Familie Gerzon, die derzeit aus Ruth und ihrem Mann, beide etwa in meinem Alter, einer Freundin von Ruth, der Enkeltochter der Gerzons und dem Enkelsohn der Freundin besteht. Darüber hinaus haben sie Kühe, einen Esel, Hühner, Bienen, eine Katze und einen Hund. Der Hund ist schon sehr alt und annähernd blind, aber die Katze bringt ihm die Mäuse, die sie fängt, damit er sie fressen kann – das ist doch wirklich nett, oder?

Mein ‚Schlafzimmer’ wird heute ein Container sein, der als Gästezimmer genutzt wird. Innen ganz weiß gestrichen und hübsch eingerichtet keine so schlechte Alternative! Katie, die kleine Enkelin, zeigt mir das ganz eifrig – nicht ohne mir mit auf den Weg zu geben, dass ich mich vor den Spinnen in Acht nehmen soll. Da ich jedoch weiß, dass es in Neuseeland keinerlei Giftspinnen (übrigens auch keinerlei Schlangen oder Skorpione) gibt, kann mich das nicht schrecken!
Nach einem leckeren Abendessen, das wir alle zusammen auf dem riesigen Holz-Deck des Hauses einnehmen, machen wir Erwachsenen uns es dann vor dem Fernseher bequem! Da dauert es nicht lange und ich bin die Einzige, die dem Programm noch folgt (alle anderen sind bereits eingeschlafen) und so gehe ich auch in mein Bett!

3.1.2011 Von Waikatane zurück nach Rotoruo

Super habe ich geschlafen in meinem kleinen Kämmerchen! Auch die beiden Kinder haben offenbar lange Ruhe gegeben, obwohl mich der ‚Großvater’ gestern gewarnt hatte, dass sie wahrscheinlich schon um 6h draußen rumgeistern werden. Ich bin jedenfalls erst um 8h vom Wecker geweckt worden! Ruth hat schon das Frühstück auf der Terrasse vorbereitet: Toast mit Spiegeleiern von den eigenen Hühnern und ein wenig Grün aus dem Garten! Sie ist ja eigentlich eine Therapeutin für ‚handicapped children’, aber jetzt während der großen Sommerferien hat sie auch frei! Ihr Mann arbeitet selbständig in der Trinkwasserversorgung – also Erschließung von Brunnen und Einspeisung in die Wasserversorgung von Privathaushalten. Sie haben auf ihrem Grundstück auch eine Menge guter Quellen und geben Quellwasser kostenlos ab – eine nicht zu verachtende Dienstleistung, nachdem Quellwasser im Laden hier relativ teuer verkauft wird! Es kommen auch viele aus dem benachbarten Städtchen und holen sich mit großen Wasserflaschen und Kanistern dieses Wasser hier ab! Auch ich nehme mir 2 große Flaschen davon mit für den heutigen Tag!
Die Farm liegt ganz oben auf einer hohen Klippe am Rand einer tief eingeschnittenen Meeresbucht.

Von dort geht es in langen Kehren um die Bucht herum ins Städtchen und dort immer am Meer entlang zurück Richtung Rotorua, was ich mir heute noch mal ein wenig genauer ansehen möchte!
Bei der Durchfahrt des Städtchens stelle ich fest, daß etwa alle 200m auf einen ‚beach access’, also freien Zugang zum Strand – hingewiesen wird, meist über Privatgrundstücke, die das offenbar dulden müssen. Die Zugänge sind durch blaue Holzpfosten und ein gepflastertes Quadrat im Gehweg gekennzeichnet. Das ist doch mal eine gute Einrichtung!
Richtung Rotorua fahre ich auch heute wieder unter dicht bewölktem Himmel, wie gestern bei der Herfahrt auch schon. Auch heute gibt es unterwegs wieder allerhand zu sehen, z.B. fahre ich an einem Versammlungshaus einer der Maori Tribes hier vorbei.

Diese Versammlungshäuser stehen stets auf einem ‚Marae‘, einem zermoniellen Zwecken vorbehaltenen Areal! Auch an einem Maori Friedhof fahre ich wieder vorbei – diese sind stets in hügelige Landschaften eingepaßt!

Auch ein Fahrradfahrer begegnet mir hier auf der kurvigen Landstraße und natürlich jede Menge traurige Gedenkstätten an den Straßenrändern. . Und immer wieder gibt es Hinweise, daß es offenbar auch in New Zealand viele Einwanderer aus Europa gibt :-)!
Kurz vor Rotorua reißt der Himmel wieder auf und es wird erneut ein strahlender Sommertag! Die Stadt ist voll von Menschen – kein Wunder, mitten in den Sommerferien – und auch in der Touristeninformation ist eine riesige Schlange vor den drei Schaltern! Aber ich möchte heute hier übernachten und vielleicht eine der Maori-Veranstaltungen besuchen, die immer abends stattfinden und da muß ich halt in den sauren Apfel beißen und mich auch anstellen.
Ich habe Glück – ein Zimmer in einem Motel bekomme ich zu einem günstigen Preis, weil ich allein unterwegs bin (das ist wirklich eine Seltenheit!) und für den Abend gibt es auch noch ein paar wenige Karten zum Besuch eines Maori-Dorfes mit großem Abendessen ‚aus der Erde’ – also in einem Erdloch auf heißen Lavasteinen Gekochtes und Gesottenes!
Nach dem Bezug meines Zimmers schaue ich mich noch ein wenig in der Umgebung um und mache dann nach langer Zeit wieder einmal einen Mittagsschlaf! Um 17.30h werde ich vom Bus abgeholt, in dem schon ein paar andere Gäste für heute Abend sitzen.

Es sind überwiegend Australier und Gäste aus UK, aber nach mir fährt die Fahrerin noch die örtliche Jugendherberge an und nimmt 10 ItalienerInnen auf! Sofort ist Stimmung im Bus,die üblichen Lieder werden lauthals geschmettert, bis die Busfahrerin lauthals einschreitet, weil sie ja schließlich auch einiges zu erzählen hat!

Als wir an dem ‚Maori Village’ ankommen, sind wir schon der 3.Bus – und nach uns kommen noch weitere! Nach einer wirklich beeindruckenden Begrüßungszeremonie

können wir dann durch den Wald zu den einzelnen Häusern gehen, wo jeweils Leute aus der Maori-Familie Informationen über das Leben früher und heute geben. Aber leider kann man sich nichts in Ruhe anschauen, weil ganz schnell Ordner da sind, die ständig ‚please move’ schreien!
Also so eine Massenveranstaltung hatte ich bei dem Preis nun nicht erwartet. Einigermaßen enttäuscht und desillusioniert lasse ich mich dann im Pulk in die ‚Esshalle’ schieben, wo das große Essen auf uns wartet!


Das ist allerdings wirklich reichlich und abwechslungsreich. Die Büffet-Tische biegen sich förmlich unter dem Aufgetischten. Trotzdem wird auf die Teller aufgeladen, was irgendwie drauf geht – als ob es das letzte Mal im Leben wäre, dass es etwas zu essen gäbe! Neben verschiedenen Gemüse- und Kartoffelarten gibt es Lamm, Hühnchen und Fisch (alles im Boden gebraten und gekocht), dazu riesige Muscheln und diverse Salate. Geschmeckt hat es köstlich und es sind viele Reste übrig geblieben! Als Nachspeise gab es neben Obstsalaten und diversen Torten bzw. Kuchen auch das typisch neuseeländische Dessert ‚Pavlova’! Ich hatte es bisher nicht gegessen, aber es war ein Traum: Ein großer Ring mit hohem Rand (wie eine Torte) aus Baiser, gefüllt mit Sahne und Früchten! Sehr, sehr lecker!!! Danach kann man noch ein wenig durch den Souvenirshop streifen (das schenke ich mir) und nach einer gemeinsamen Tanz- und Gesangsvorführung aller BusfahrerInnen zum Abschied steigen wir wieder in unsere Busse und es geht zurück!
Jetzt fordert die Busfahrerin alle im Bus vertretenen Nationalitäten zu einem typischen Lied aus der Heimat auf. Die Italiener sind natürlich sofort in ihrem Element und wollen garnicht mehr aufhören, zu singen. Die Neuseeländer und Australier geben ihre Nationalhymnen zum Besten, die Chinesen im Bus reagieren gar nicht und schalten auf ’nichts hören, nichts sagen/singen, nichts sehen“ und ich arme einzelne Deutsche will mich auch drücken, aber das geht gar nicht – die Busfahrerin stimmt ‚Muß i denn…’ an und da singe ich gezwungenermaßen halt doch mit – war auch ziemlich erfolgreich, hab großen Applaus bekommen:-)!
Eigentlich wollte ich danach noch in den Tierpark fahren und mir ein paar Nachttiere anschauen, aber auch dort ist der Eintritt gesalzen und ich bin auch rechtschaffen müde (es ist inzwischen bereits nach 10h), also bleibe ich in meinem Zimmer und gehe bald zu Bett!

4.1.2011 – Von Rotoruo auf die Coromandel Halbinsel

So, heute habe ich wieder einen langen Weg vor mir – in einem der kleinen Orte auf Coromandel habe ich eine Einladung von einer SERVAS-Familie! Eigentlich hatte ich die wegen Hamilton angefragt, aber sie sind über die Weihnachts-/Neujahrsfeiertage immer in ihrem Ferienhaus am Meer und haben mich kurz entschlossen dahin eingeladen. Zwar muß die Mutter der Familie, mit der ich immer gemailt hatte, leider seit gestern wieder arbeiten und ist zurück in Hamilton, aber ihr Mann David und Tochter Lucy „würden sich sehr freuen, Dich zu Gast zu haben“! Und ich freue mich sehr über dies Einladung – gilt doch Coromandel als DAS Urlaubsgebiet für Auckland und wegen der vermutlich ausgebuchten Hotels wollte ich darauf eigentlich verzichten!

Aber erst mal fahre ich noch in einen der „Vulkan-Parks“ hier in der Gegend! Ich bin sehr früh dran, weil ich mir dafür doch ein wenig Zeit nehmen möchte. Da ich zu den ersten Besuchern gehöre, als der Park gerade öffnet, finde ich einen Parkplatz direkt vor der Tür und bin im Park mehr oder weniger allein unterwegs! So kann ich überall in Ruhe stehen bleiben und mir die großen und kleinen Wunder der Natur ganz in Ruhe anschauen! Als erstes komme ich an einem ausgedehnten Gebiet mit kochendem Schlamm vorbei – überall spritzen aus den kreisrunden Schlammlöchern dicke Tropfen (und überall sind auch Hinweise, dass man sich davor in Acht nehmen soll!)… Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, hier auf sozusagen ‚glühendem Boden’ zu stehen – und die Wärme spürt man wirklich, sogar durch die Schuhsohlen! Man wird auch ständig darauf hingewiesen, dass man die abgesperrten Wege nicht verlassen darf – aber das würde ich sowieso freiwillig nicht machen. Rundherum dampft es aus unzähligen ganz kleinen, aber auch großen Löchern hervor! Manchmal sind diese Löcher leuchtend gelb oder orange verfärbt, wenn überwiegend Schwefel oder Eisenoxyd im Dampf gelöst ist! Manchmal sind es aber auch Löcher mit einer öligen dicken kochenden Brühe, die aussieht wie aus der Küche des Teufels…


Immer wieder gibt es auch Wasserfälle – der schönste, der ‚Brautschleier-Fall’, ist jedoch nur ein Schatten seiner Selbst! In Neuseeland hat es leider nicht soviel geregnet in letzter Zeit wie in Australien :-(! Man hat aber von oben einen wunderbaren Blick über das ganze ‚Gebilde, wie sich das Wasser über mehrere Etagen dann in den tief unten liegenden, dunkelgrün leuchtenden ‚Grandfather Lake’ ergießt!
An seinem oberen Ende sieht der Zufluß zu diesem Fall ziemlich gigantisch aus – wie ein riesiger Gletscher zieht er sich den Abhang hinab, über und über mit winzigen Sinterterrassen wie Eiskristallen belegt! An seinem Rand entlang wandere ich dann zum ‚Champagner Pool’, einem weißen riesigen Teich mit rostroten Rändern – auch hier wieder allgegenwärtig die Warnschilder, dass das Wasser kochendheiß ist! Und mitten im weißen Grund des Sees ist die türkisfarbene ‚Oyster Quelle’, die wirklich genau die Umrisse einer riesigen Auster hat – sehr passend zum Champagner Pool!



Der Spazierweg ist gesäumt von dichtem Urwald – es scheint den Pflanzen zu behagen hier! Wie in einem riesigen Treibhaus gedeihen sie natürlich besonders gut, manche haben sich sogar farbmäßig an die Umgebung angepasst…
Den Abschluß bildet dann ‚Des Teufels Badewanne’, ein riesiges Loch, gefüllt mit einer dicken giftiggrünen Brühe – igitt!

Der „Höhepunkt“ der Wanderung soll jetzt noch der Besuch des ‚Geysirs’ sein, der ein wenig entfernt mit dem Auto erreichbar ist. Als ich zum Parkplatz komme, trifft mich fast der Schlag – alles voller Busse und entsprechend viel Menschen! Da ich schon spät dran bin, glaube ich gar nicht, dass ich noch rechtzeitig zum ‚Ausbruch’ dort sein werde – aber ich schaffe es noch! Es ist offenbar ein gutwilliger Geysir, der immer erst abwartet, bis alle Zuschauer da sind, dann auch noch die erklärenden Worte eines der Mitarbeiter des Parks an seinem Rand :-)! Erst als dieser dann gegangen ist (und offenbar den Hahn aufgedreht hat!) wird die Wasserfontäne sichtbar, langsam immer größer werdend. Da ein wenig Wind geht, bläst der das Wasser auf die Zuschauer und dieses Wasser ist – eiskalt!!! Dieser Geysir ist eindeutig ein Fake – hallo Stephan, hier ist vielleicht der Feuerwehrschlauch verlegt, den Du am ‚Old Faithful’ in Californien vermutet hast!!!

Eigentlich schade, dass so ein beeindruckendes Naturschauspiel wie dieser Park dann unbedingt noch mit so einem künstlichen Geysir versehen werden muß…

Danach geht es dann mit einem kurzen Tank- und ATM-Stop auf den Weg Richtung Nordwesten! Es ist weitestgehend Farmland mit Milchkühen, ständig kommen mir Milch-Tanklaster mit 2 und 3 Anhängern entgegen! In Matamata mache ich eine kurze Pause – das ist der Ort, wo ganz in der Nähe ‚Hobbinton’, das Hobbitdorf für den Film in einen Hügel gegraben wurde. Ich will mich mal erkundigen, ob es Touren dahin gibt. Ja, aber die letzte heute ist für mich zu spät, da würde ich es heute nicht mehr nach Coromandel schaffen. Als mir ein Passant auch noch erzählt, dass das eher enttäuschend wäre, verzichte ich darauf. Er meint, es sind nur noch die weißgetünchten Fassaden im Hügel zu sehen – also nicht mehr romantisch mit allerhand Pflanzen überwuchert und davor die Gärten. Ich fahre auf meinem weiteren Weg durch diese Gegend und die ist wirklich in großen Teilen ganz zauberhaft – mit ihren vielen kleinen Hügeln und niedrigen Weidehecken!

Jetzt aber auf direktem Weg zu David und Lucy – ich will ja nicht zu spät ankommen, damit noch ein wenig Zeit zum Erzählen bleibt! An wieder und wieder wunderschönen Gärten
vorbei geht es jetzt auf direktem Weg Richtung Nordosten. Ganz kurz halte ich an einem großen Käseladen und nehme noch ein paar verschiedene Käse zum Abendessen mit. Ich hatte David von unterwegs schon kurz angerufen und ihm mitgeteilt, wann ich so ungefähr ankommen werde und ich soll mich melden, wenn ich im nächstgrößeren Ort zu seinem bin, dann gibt er mir noch eine genaue Beschreibung wie ich zu seinem Haus finde!

Wohlbehalten angekommen werde ich schon vor dem Haus von ihm erwartet – ein wirklich äußerst liebenswürdiger Gastgeber! Lucy ist noch bei der Arbeit – sie verdient sich als Bedienung in einem Touristencafé Geld für ihr Studium und wird erst spät nach Hause kommen!

Das ist mir hier wie auch schon in Australien ganz oft aufgefallen: Für viele junge Leute ist es völlig normal, sich das sehr teure Studium mit viel Arbeit nebenbei zu verdienen – selbst für Kinder aus finanziell gut gestellten Familien! Das ist auch hier so – David ist ein international anerkannter Gehirnspezialist und seine Frau im Vorstand einer großen Bank hier! Es ist einfach das Normalste der Welt, dass auch deren Tochter für ihr Studium arbeitet.

Nach einem Glas Begrüßungswein auf einer der zwei Terrassen am Haus (beide mit einem phänomenalen Blick auf die Bucht!) und ein wenig ‚heimisch machen’ in meinem Zimmer serviert David das Abendessen: Einen äußerst leckeren Salat mit einigen Scheiben gebratenem Schinken! Wir sitzen noch lange und haben tausend verschiedene Gesprächsthemen. Für mich besonders interessant Davids Erzählungen über seine Forschungen – ist schon faszinierend wie das menschliche Gehirn so funktioniert. Zwischendurch ruft seine Frau mal an und wir reden auch kurz miteinander – es ist wirklich jammerschade, dass ich sie nicht kennen lernen konnte!
Als dann Lucy von ihrer Arbeit nach Hause kommt, setzt sie sich auch noch zu uns (obwohl sie offensichtlich ziemlich erschöpft ist!) und wir trinken noch einen Wein zusammen – auch sie genau so liebenswürdig wie ihre Eltern! Als sie sich dann aber ins Bad verabschiedet, brechen wir den Abend auch ab – auch ich merke inzwischen, dass ich ziemlich down bin!

5.1.2011 – Von Coromandel zurück nach Auckland

Eine herrliche Nacht liegt hinter mit – gestern Abend bin ich beim Meeresrauschen auch sofort eingeschlafen!

Beim Frühstück schlägt David mir vor, dass wir vor meiner Abfahrt noch eine kleine Wanderung oben auf der Klippe entlang machen – es wäre eine toller Blick auf die Bucht und die vorgelagerten Inseln von dort oben! Gerne gehe ich darauf ein – bei der vielen Fahrerei bin ich immer dankbar für jede Gelegenheit, ein wenig laufen zu können! Lucy verzichtet darauf – das kann ich gut versehen, sie läuft ja derzeit gerade genug durch die Gegend!

Es ist wirklich ein besonders schönes Fleckchen, was sich diese Familie da für ihr Ferienhaus ausgesucht hat – und gerade mal 2 Stunden Autofahrt von ihrem ‚normalen’ Zuhause entfernt! David ist oft hier, da er viel am Computer arbeitet und das ist von hier aus ja auch möglich! Und Lucy genießt es, die Zeit neben ihrer Arbeit in einer absoluten ‚Urlaubsumgebung’ zu verbringen!

Nach einem sehr gemütlichen und ausgedehnten Frühstück machen wir zwei „Alten“ uns dann auf den Weg! David hatte nicht zuviel versprochen – wirklich ganz traumhaft. Dazu kommt, dass der Pfad in weiten Teilen durch dichtes Uterholz führt und damit auch die Sonne als sehr angenehm empfunden wird. Auch der Wind, der an den Klippen entlang stets nach oben steigt, macht das Gehen – obwohl manchmal ziemlich steil bergauf und bergab – sehr angenehm!




Leider muß ich dieses gastliche Haus dann wieder verlassen und habe keine Gelegenheit, wie von Lucy und David angeregt, noch eine Nacht länger zu bleiben. Mein Flieger geht morgen von Auckland und da ist mir das zu riskant, am letzten Tag erst zu fahren. Sollte irgendwas mit dem Auto unterwegs sein, könnte ich ganz schön trouble kriegen… Das war leider auf dieser Reise oft so – so zahlreiche nette und gastfreundliche Menschen, die mir einen längeren Aufenthalt angeboten hatten und ich konnte aus irgendwelchen Gründen meist gar nicht, meist höchstens für einen Tag mehr auf diese Angebote eingehen!

Der Weg zurück, den David mir beschrieben hat, ist quer durch die Halbinsel über das Gebirge. Viele Haarnadelkurven und oft auch ziemlich steil, aber das mag ich ja gerne. Die Straße ist darüber hinaus sehr gut ausgebaut – immer wieder gibt es ‚Überhol-Strecken’, damit man nach Wohnmobilen, Lkws und dgl. nicht zu lange herschleichen muß! In Thames angekommen, stehe ich dann plötzlich für über eine halbe Stunde in einem Stau! Die alte Brücke über die ‚Themse’ (ja, die gibt es auch hier!) ist nur einspurig befahrbar und das hält den regen Verkehr natürlich entsprechend auf! Ich war zwar von Lucy schon vorgewarnt worden, aber solange hatte ich damit doch nicht gerechnet. Es wird allerdings bereits eine neue 4-spurige Brücke gebaut, die ist aber erst über den halben (sehr breiten!) Fluß gespannt…

Ansonsten verläuft der weitere Weg ohne spezielle Vorkommnisse. Nicht weit nach Thames kommt man sowieso bald auf eine sehr gut ausgebaute Fernverkehrsstraße und danach geht es auf die Autobahn Richtung Auckland. Ein wenig Kopfzerbrechen machte mir dann nur, welche Ausfahrt ich praktischerweise nutze, um am Besten zur Autovermietung zu kommen. Ich richte mich dann aber einfach nach dem Sky Tower und erwische auch genau die richtige! Leider muß ich noch tanken und das beschert mir, wegen diverser Einbahnstraßen, einige kleinere ‚Rundfahrten’ in diesem Stradtviertel. Die halbe Stunde ‚Karenzzeit’ überschreite ich dadurch ein wenig, aber die nette junge Frau, die mir vor 2 Wochen das Auto ausgehändigt hat, drückt alle Augen zu… Am Auto ist nichts auszusetzen nach den etwa 3000 km, die ich in den vergangenen zwei Wochen gefahren bin – auch der ‚Sauberkeitszustand’ („extrem verschmutzte Autos werden mit einer Extra-Gebühr von 100$ abgerechnet“) ist okay. Da hatte ich ein wenig Bedenken, denn auf der Motorhaube und rund um die Scheinwerfer hatte sich eine dicke Schicht toter Insekten angesammelt und das (eigentlich nicht erlaubte) Fahren hin und wieder auf ‚unsealed roads’, also unbefestigten Straßen, hatte auch eine dicke Staubschicht in allen Zwischenräumen, auch den Türzargen hinterlassen – aber das sei schon okay! Ich werde sogar noch zu meinem Hotel gebracht und kann dort diesmal in der 6.Etage ein Zimmer beziehen!

Der Abend ist ausgefüllt mit kurz kochen (die letzten Spaghetti Aglio Olio in New Zealand!) und lang waschen – zwei Maschinen sind es diesmal und beides auch zum Trocknen, da vergeht einige Zeit! Aber da ich nicht weiß, wie auf den Cook Islands die ‚Waschmaschinen-Versorgung’ ist, will ich nur saubere Sachen in meinem Gepäck haben!
Mit dem Blick auf das nächtliche Auckland von meinem Bett aus schlafe ich danach bald ein!

6.1.2011

Mein Flieger geht heute Abend um 19.30h. Obwohl die Cook Islands in allen möglichen Bereichen mehr oder weniger zu New Zealand gehören, ist der Flug aber ein Auslandsflug, d.h. ich muß bereits um 17.30h am Flughafen sein. Ich bestelle mir den Airport Shuttle für 17h, aber das wäre ‚zu spät’, der Fahrer kommt schon um 16.30h (???). Na, auch gut, ich werde mir die Zeit am Flughafen schon vertreiben können. Erstmal vertreibe ich mir aber die restliche Zeit hier in Auckland mit einem Gang auf die Post – ein Päckchen nach Hause mit allerhand Dingen, die mich sonst nur unnötig belasten würden, wird auf den Weg gebracht. Porto ist hier relativ günstig und die Post soll auch sicher sein – anders als z.B, von Namibia, von wo ein Paket nach Hause bis heute nicht angekommen ist (trotz horrend hohem Porto!).

Danach geht es schnell noch zur Fußpflege – die ‚Weihnachtssterne’ auf meinen Zehennägeln werden durch ‚Urlaubsblümchen ersetzt :-)! Ich möchte mir auch noch eine ganz einfache billige Reisetasche kaufen, am liebsten so was rot-weiß-blau gestreiftes aus Plastik… Ich habe einige Sachen, die ich nur für die Inseln brauche (Schnorchelausrüstung etc.) und den Auftrag für 1-2 Starbucks-Tassen, die in meinem ‚normalen’ kleinen Gepäck keinen Platz finden. Leider werde ich in dem einen Starbucks Café nicht fündig, also beschließe ich, zum zweiten in Auckland zu fahren. Dummerweise steige ich in den Ringbus in die verkehrte Richtung ein – das gibt zwar noch mal eine quasi Gratis-Stadtrundfahrt, dauert aber auch entsprechend lange und zu allem Überfluß gibt es die gewünschten Tassen im zweiten Laden auch nicht. Aber ich ergattere in einem ‚Army Shop’ ein billige Reisetasche und bin dann kurz nach halb 4h wieder im Hotel. Das reicht gerade noch, um meine Sachen umzupacken und für eine kurze Dusche und dann steht schon der Fahrer in der Tür.

Wie erwartet, geht das Einchecken und die Ausreise sehr schnell! Auf diesem Flughafen gibt es zwar eine Menge von Geschäften und Restaurants etc., aber dafür habe ich eigentlich keinen Bedarf. Aber ich erstehe noch etwas ‚typisch’ neuseeländisches für Anna und dann setze ich mich im Wartebereich auf eine der Bänke dort. Ein Maori-Frau, etwa in meinem Alter, die dazu kommt, verwickelt mich in ein Gespräch (sie kommt von den Cook Islands und fliegt nach Familien-Weihnachtsbesuch gerade wieder dorthin zurück) und die restliche Wartezeit vergeht so wie im Flug! Der Flieger hat zwar noch fast eine halbe Stunde Verspätung, aber um 8h hebt er dann endlich ‚Richtung Paradies’ ab!

Der Flug selbst war diesmal ohne besondere Vorkommnisse, wenn auch zwischenzeitlich immer wieder mal äußerst turbulent. Während der 3 1/2 Stunden wurde Essen serviert und ich konnte mir 2 Filme anschauen, die junge Frau neben mir versuchte zu schlafen, weil sie eine ziemliche Flugangst hat – aber bei jedem ‚Absacker’ saß sie wieder ziemlich panisch aufrecht!

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8 Antworten zu Eine kurze Rundreise durch die Nordinsel

  1. In grid und Wolfi schreibt:

    Hallo Christine,
    wir wünschen Dir ein gesundes neues Jahr mit weiterhin schönen Reiseerlebnissen.
    Bei uns in Germering war schon vor Mitternacht ein Spetakel mit Raketen, sodaß
    wir uns nochmals vergewisserten, daß noch nicht Mitternacht ist. Als es dann
    soweit war, war ringsum ein tolles Feuerwerk, nur etwas kurz, da ja schon beizeiten
    das Pulver verschossen wurde.
    Weiterhin eine schöne erlebnisreiche Reise und danke für die interessanten Reiseberichte.
    Liebe Grüße
    Wolfi und Ingrid

  2. Rosi schreibt:

    Hallo Christine.
    ja alles kann man scheinbar nicht haben! Du hast wunderbare Reiseerlebnisse und wir
    sahen von unserer Terrasse aus ein wunderbares Feuerwerk, fast eine
    Dreiviertelstunde schossen die schönsten Raketen in die Luft.
    Wir wünschen Dir alles Gute für 2011 und weiterhin eine Reise ohne unliebsame Vorkommnisse. Liebe Grüße
    Rosi + Georg

  3. mike schreibt:

    hi christine, das neue jahr ist schon wieder ein paar tage alt und ich freue mich auf deine nächsten berichte.
    bei uns am oly berg war ein richtiges ski spektakel. schon irre, was in
    einer stadt auf die beine gestellt werden kann. es muß also nicht immer
    garmisch ect. sein………. besonders toll für mich, ich mußte keine weiten
    wege mit dem pkw zurück legen,bei staus auf den autobahnen. nein, nur ein kleiner fußmarsch über meinen geliebten olympia park. vorbei an den neuen studentenwohnhäuschen. leider sind nur vereinzelte häuschen mit bemalung anzutreffen.ich hoffe, daß bald mehr künstlerische ideen verwirklicht werden. so wie bei den vorherigen wohnungen.
    vielleicht schafft es ein neuer hundertwasser und wird mit seiner kunst in münchen brühmt. die toilettenhäuschen sind allemal gelungen. wir zwei konnten sie ja schon beim gemeinsamen besuch in wien bewundern.
    so langsam ist da ein seltsamer gedanke, ich bekomme immer mehr lust und würde gern mit dir wieder auf große fahrt zu gehen. am liebsten den koffer heute schon packen. aber ein wenig geduld und zeit werde ich wohl mitbringen müssen……..ha, ha, ha
    bis dahin wünsche ich dir eine interessante weiterfahrt und viele, viele aufregende
    bilder und geschichten für uns. es grüßt dich herzlichst deine mike

  4. Frank schreibt:

    Hallo unbekannte Christine,
    beim googeln bin ich über Deinen Reisebericht gestolpert.
    Wir sind in Neuseeland nur wenige Tage aneinander vorbeigefahren. Meine Route startete Anfang Dezember auf der Südinsel und endete Auckland am 28.12.10.
    Ich staune, wie lebendig Du Deine Erlebnisse beschreiben kannst. Einige Deiner Stationen habe ich auch besucht, kann aber nicht so plastisch berichten wie Du.
    Eine Ergänzung zu dem Geysir. Der Ranger wirft zu Beginn 300g Seife in den Geysir, die dann die Fontäne auslöst. Als ich einmal in Island war, wurde mir von der gleichen Seifen-Technik erzählt. Allerdings verstopfte dann irgendwann der Geysir. Als ein leichtes Erdbeben Jahre später ihn wieder in Gang setzte, haben sie deshalb damit aufgehört. Von daher kann es stimmen.
    Mal sehen, vielleicht bekomme ich in 9 Jahren (dann auch 63) auch so eine Tour hin wie Du. Den Mund hast Du mir jedenfalls ganz schön wässrig gemacht.

    • grannyontour schreibt:

      Vielen Dank für das Kompliment und die ‚Aufklärung‘ bzgl. Geysir 🙂 – wie auch immer, dieser ‚Geysir‘ lohnte weder die Extra-Gebühr noch den -besuch, der übrige Park dagegen schon!
      Schöne Reisen Dir weiterhin – bis zur ‚ganz großen‘ in 9 Jahren!

  5. Heinz Rolf schreibt:

    Hallo Christine,
    nur die Nordinsel? … dann hast Du definitiv etwas verpasst. Auf der Südinsel entgeht Dir so einiges. Allein Milford Sound sollte man nicht missen, wenn man schon mal dort unten ist.
    Wir hatten das damals als organisierte Fahrradreise gemacht (gibt es heute nicht mehr, aber Programm in etwa mit der hier vergleichbar: https://www.intakt-reisen.de/ozeanien/neuseeland/fahrradreise-neuseeland/). Aber Nordinsel ist natürlich auch Klasse – für uns war Whitianga einer der Höhepunkte der gesamten Tour.
    Schöner Blog, tolle Bilder übrigens, bin per Zufall hier drübergestolpert.

    • grannyontour schreibt:

      Per Zufall oder per reisefrage :-)?
      Ja, vielleicht habe ich mit der Süd-Insel was versäumt, aber die beiden Wochen Südsee-Traum waren das definitiv wert! Ich bin ja eher die Spontan-Reisende und habe nichts mit organisierten Reisen im Sinn – und per Fahrrad wär mir das in jedem Fall zu anstrengend. Neuseelands Nordinsel war nur hügelig und windig, ich war froh, da0 ich ein Auto hatte. Und das es während meiner Zeit dort ständig ‚geerdbebt‘ hat, hat bei mir nicht gerade die Sehnsucht auf die Süd-Insel befeuert.
      Beeindruckende Landschaften habe ich soviel erlebt während dieser und anderer Reisen in meinem Leben (und die Alpen sind ja auch nicht sooo schlecht) – und alles kann man im Leben eben nicht haben (aber vielleicht doch noch einmal New Zealand :-)?)

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