Kunst und Spiele

26.11.2010
Die Sonne scheint – wie von der Tarantel gestochen bin ich nach dem Aufwachen aus dem Bett gesprungen! Dann kann ich ja heute doch noch ein wenig Sightseeing machen – ich möchte unbedingt auf den EUREKA Tower fahren! Dort soll manaus der 88.Etage einen phantastischen Blick über die Stadt haben!
Auf der Fahrt dahin komme ich jedoch an der ‚National Gallery of Victoria’ vorbei und steige kurz entschlossen aus – ich hatte gelesen, dass es dort eine Foto-Ausstellung ‚Luminous Cities’ geben soll und außerdem wollte ich mir dieses Gebäude auch mal ansehen und das unmittelbar daneben befindliche ‚Hauptquartier‘ des australischen Balletts (von wo die TänzerInnen kamen, die ich in Sydney gesehen habe!)!

Die Ausstellung war erfreulicherweise kostenlos – aber trotzdem absolut sehenswert! Das Gebäude ist fabelhaft und wunderbar konstruiert. Viel Licht von oben, viel Glas und viel Metall! Und es gibt einen gemütliche ‚Tea Room’, wo ich einen der besten Tees meines Lebens getrunken habe und endlich auch mal die überall angebotenen ‚Macarones’ probiert habe! Nicht schlecht – kommen aber an das Original, die ‚Luxemburgerli’ aus Zürich nicht heran!

Als ich das Museum verlasse, stehen die Straßen voller Wasser – es hat wohl in der Zeit einen ordentlichen Wolkenbruch gegeben! Auf dem Weg zum Eureka-Haus muß ich ein paar Mal durch tiefe Pfützen waten – aber Hauptsache, jetzt ist es wieder einigermaßen schön! Es gibt auch auf diesem kurzen Spaziergang wieder einiges zu entdecken – z.B. eine total begrünte Außenwand eines Parkhauses und eine richtig bunte Hochhaus-Fassade! So schön kann also Zweckarchitektur auch aussehen!

Bei der Gebühr für die Fahrt in die 88.Etage kann ich mit meinem YHI-Ausweis wieder 4$ sparen, sehr anständig! Die Geschwindigkeit des Lifts drückt mir zwar ordentlich die Ohren zu, aber oben angekommen, ist das sofort vergessen: Eine grandiose Aussicht bietet sich dort! Obwohl der Himmel inzwischen wieder dicht mit Wolken verhangen ist, kann ich doch noch einige Fotos mit Sonnenlicht machen – so eine Stadt sieht von oben schon ganz anders aus!


Auf dem Fluss trainieren gerade die Ruderer und der Federation Square von oben sieht aus wie aus dem Spielzeugland!

Ich bleibe über eine Stunde dort oben – die „Fahrt“ mit dem ‚Edge‘ (einem Glaskasten, wo auf Knopfdruck die milchigen Scheiben rundherum durchsichtig werden) aus der Fassade heraus spare ich mir jedoch! Zum einen ist es ziemlich teuer und zum anderen sieht man da auch nicht mehr, als durch die normalen Glasfenster oder vom Stück Freiterrasse.
Es ist eigenartigerweise gar nicht viel los dort oben – ich hatte lange Schlangen vor den Aufzügen erwartet. Obwohl es das höchste für die Allgemeinheit zugängliche Gebäude in Melbourne ist, scheint es nicht sehr frequentiert zu werden. Aber vielleicht ist es einfach auch noch nicht so bekannt – es ist ja erst 2006 fertig gestellt worden!

Ich muß danach noch in die Innenstadt auf der anderen Seite des Flusses. Heute abend wird Nick kochen bzw. gemeinsam mit Freunden Sushi machen, dazu bin ich auch eingeladen! Ich habe versprochen, dass ich Wein mitbringen werde! Da es inzwischen wieder anfängt zu regnen, nehme ich mir vom Eureka-Haus ein Taxi und lasse mich bis vor die große Einkaufspassage ‚Australia on Collins‘ fahren. Dort finde ich alles, nur keinen ‚Bottle Shop’ – also kaufe ich alternativ einen ‚Black Forest Cheese Cake’ zum Dessert! Dann lasse ich mich in die Straßenbahn nach Hause fallen und fahre zurück!

Ein paar Haltestellen vorher sehe ich jedoch eine Post und steige schnell aus – die hat jedoch schon geschlossen und ich warte auf die nächste Bahn. Es kommt auch gleich eine, die jedoch groß und breit ‚Depot’ angeschrieben hat. Trotzdem hält der Fahrer und fragt mich, wohin ich müsste und lässt mich dann einsteigen, um mich bis zu meiner Haltestelle mitzunehmen! Also die Bus- und Tramfahrer hier im Land sind wirklich eine ganz andere Qualität als in München!
Zuhause geht es schon hoch her. Zu dem schon vorhandenen ‚interkulturellen’ Bewohnern sind noch zwei deutsche Mädchen gekommen und ein junger Mann aus Indien! Alle sind schon fleißig am Sushi rollen und die beiden Taiwanesen kochen zusätzlich noch Huhn mit Peperoni und Reis. Und dann wird aufgetischt – wir langen alle kräftig zu, aber es bleibt trotzdem jede Menge übrig! Nick hatte noch Wein daheim, der wurde auch fleißig getrunken und unter großem Hallo dann meine Torte zum Dessert angeschnitten. Anschließend haben wir noch gemeinsam eine DVD angeschaut (Hang Over) und als die arme Joana um 1h vom Messedienst nach Hause kam, machten wir dann schnell Schluß, damit sie ins Bett konnte!

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Eine Antwort zu Kunst und Spiele

  1. Sohn #1 schreibt:

    aaaaah, Hangover, ein Klassiker!! 🙂
    Oiso mir ham sehr g’lacht, immer wieder…

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