Port Campbell und die ‚Twelve Apostles‘

29.11.2010
Natürlich habe ich wunderbar geschlafen – so was von absoluter Ruhe! Nur ganz entfernt hört man das gleichmäßige Rauschen des Meeres! Und es war offenbar auch warm genug, ich bin jedenfalls nicht aufgewacht!
Als ich in die Küche komme, steht schon alles für das Frühstück bereit bzw. bis auf die beiden Mädels sind die anderen Gäste schon abgereist. Ich entschließe mich, noch mal eine Nacht hier zu verbringen und die Umgebung noch ein wenig besser zu erkunden! So kann ich auch noch Wäsche waschen, was jetzt langsam wieder nötig wird. Mark hat zwei Waschmaschinen in seiner ‚laundry’ und so kann ich meine Wäsche neben der vielen Bettwäsche und den Handtüchern aus den Gästezimmern gleich einschalten. Es ist wieder sonnig, aber sehr windig – also wird alles schnell trocknen!
Ich schaue mich erst ein wenig im Städtchen um, checke in einem Hotel dort schnell meine E-Mails und gehe dann bald zurück, denn der Himmel sieht wieder wie Weltuntergang aus – es ist nicht zu glauben, wie schnell hier das Wetter umschlägt! Meine Wäsche ist aber trocken und tatsächlich – kaum habe ich alles unter Dach und Fach, gehen draußen wieder die Sturzbäche nieder! Das dauert aber nicht lange, die Wolken reißen auf und ich fahre los. Es gab gestern kurz vor Port Campbell ein Hinweisschild zu einer großen Tierfarm, wo sie neben Schafen und Eseln auch jede Menge Kangaroos und Koalas haben sollen. Diese Farm will ich mal aufsuchen und endlich in engeren Kontakt mit diesen Tieren kommen! Aber erst geht es heute auf Tuchfühlung mit den 12 Aposteln!
Vom Parkplatz an der Straße führt eine Fußgängerunteführung zu den besten Aussichtspunkten! Und von dort hat man wirklich eine überragende Sicht auf diese Giganten!


Weiter Richtung Farm sehe ich aus dem Augenwinkel am Straßenrand eine stachlige Kugel liegen. Das muß ich mir doch näher anschauen und bei nächster Gelegenheit wende ich. Was für eine Überraschung – es ist eine ‚Echidna’, ein kleines Tier, das aussieht wie eine Mischung aus Mehrschweinchen und Igel. Leider ist es, als ich aussteige, so schnell im Gebüsch verschwunden, dass ich es nur in seinem Versteck fotografieren kann.
Aber dann finde ich die Farm und wirklich, es gibt jede Menge Kangaroos und Wallabys (deren kleine Verwandten), aber auch eine große Zahl Pfauen, Esel, Rehe, Emus, Gänse, Enten und natürlich Schafe, den ‚Broterwerb’. Es gibt ‚eigentlich’ auch Koalas, aber die haben gerade Junge und daher werde ich wohl keine zu Gesicht bekommen – dann verstecken sie sich nämlich immer im dichten Blattwerk der Eukalyptus-Bäume! Ich werde noch mit einer Handvoll Körnern versorgt und dann kann ich mich überall rumtreiben, solange ich möchte!
Die kleinen Wallabys kommen gleich angehoppelt, als ich bei ihnen vorbei gehe – sie wissen offenbar, dass da was zu holen sein könnte. Meine Körner fressen sie mir aus der Hand und sind auch sonst ganz zutraulich. Den Pfauen gefällt das offenbar gar nicht, denn sie schreien, was die Lunge hergibt! Die großen Kangaroos sind in einem Gatter und kommen leider überhaupt nicht in meine Nähe, obwohl ich immer wieder mit den Körnern locke! Aber auch von denen haben viele Junge im Beutel – bei einem war das Kleine wohl gar nicht mehr soooo jung, denn der Beutel hing schon fast bis zum Boden. Aber es war witzig, immer wenn die Mutter sich am Gras gütlich tat, fraß das Junge gleichzeitig auch aus einem Beutel heraus!

Die Koalas sah ich wirklich nicht, aber ich blieb ganz lange vor dem Eukalyptus-‚Wald’ stehen und plötzlich kam ganz langsam ein Tier auf einem Ast angekrochen und kurz danach auch das junge, krabbelte auf den Rücken der Mutter und ich konnte sie fotografieren. Obwohl sie sonst so träge sind, waren sie aber in Windeseile wieder verschwunden, als sie mich dann bemerkten!

Leider fing es wieder an zu regnen und ich rannte schnell ins Haus, bedankte mich kurz für den schönen Rundgang und sprang dann gleich ins Auto! Langsam ging es auf den engen gewundenen Straßen wieder zurück an die Küste, wo ich in der Nähe der 12 Apostel noch den alten Friedhof aufsuchte (auf dem u.a. auch die Opfer eines Schiffsuntergangs begraben sind, der sich unmittelbar vor der Küste Ende des 19.Jh. zugetragen hatte) und in die Bucht spazierte, wo das Wrack noch liegen soll. Davon konnte ich jedoch nichts erkennen, aber die riesigen Regentropfen, die mich dort bald wieder erwischten! Jetzt aber schnell nach Hause, unter die heiße Dusche und in trockene Kleider! Mark brachte ein Früchtebrot zum Kaffee und wir hatten Zeit, ein bisschen zu quatschen – so hatte der Regen doch auch was Gutes!
Zum Abend riß der Himmel wieder auf und Mark schickte mich zum ‚sunset’ zurück zu den 12 Aposteln. Ich kam gerade noch so zurecht – es war ein wunderbares Schauspiel! Zwar verschwand die Sonne ziemlich bald schon hinter einer dicken Wolkenbank, aber ihr Widerschein hüllte alles in rosarotes Licht! Vor allem durch die Gischt über dem Wasser wirkte es ein bisschen wie Zuckerwatte! Der Extra-Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt.


Als ich zurück kam, war es bereits dunkel und der Himmel ein einziges Sternenmeer. Keine Wolke mehr zu sehen – das lässt für morgen hoffen!

2 Antworten zu Port Campbell und die ‚Twelve Apostles‘

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