Mit dem Zug an den Atlantik

28.7.2010
Heute war gleich morgens am Bahnhof, mein Ticket für heute abend besorgen! Ich bekam sogar noch einen Disount (über 60!) von sage und schreibe 33%! Das machte bei dem Preis von 9 Euro für die rund 300 km lange Fahrt nur leider nicht viel aus (für mich zumindest!) – für den Desert Express gibt es diese Vergünstigung leider nicht! Dann stand das Internet Café auf dem Plan und zum Mittagessen in der ‚Konditorei Raith’ Kaffee und Bienenstich – den Glühwein konnte ich mir heute verkneifen, es war richtig warm in der Stadt!

Anschließend Einkäufe für die Zugfahrt (es gibt keinen Speisewagen o.ä.) – ich musste schließlich für Abendessen und Frühstück, vor allem für Getränke sorgen! Wie mir der freundliche Mensch im Trans-Namib-Museum (dem Eisenbahnmuseum im alten Bahnhof) nämlich verriet, kommen die Züge meist erst am späten Vormittag in Swakop an, statt fahrplanmäßig um 5.05h…
Von ihm hatte ich auch erfahren, dass die Personenzüge deswegen stets Nachtzüge sind, weil das immer nur an Güterzüge mit angehängte 1- 2 entsprechende Waggons sind! Und Güterzüge fahren nachts, weil tagsüber die Güter gesammelt und verladen und am folgenden Tag verteilt und ausgeliefert werden! Und darüber hinaus ist die Business Class im gleichen Waggon wie die Economy – nur die Sitzabstände sind ein wenig größer!
Der restliche Tag verging mit Wäsche waschen, der Planung meiner Aktivitäten nach der Rückkehr von der Küste und faul am Pool zu sitzen (endlich ist es schön warm geworden!). Joachim, der mir schon meine ‚Wüstenreise’ vorgeschlagen und dort den Wagen und die meisten Unterkünfte reserviert hatte, hat sich meiner wieder angenommen! Ist schon praktisch, wenn es im Guesthouse jemand für solche Planungen gibt. Ich werde also nächste Woche zur Etosha-Pfanne starten – wieder mit einem kleinen Auto und in günstigen Unterkünften! Die fertigen Angebote sind ja immer mit Unterbringung in zwar wunderschönen, aber auch ziemlich teuren Lodges verbunden. Das lässt mein Reisebudget nun leider so gar nicht zu!
Mit großer Spannung ging es abends zum Bahnhof. Der Taxifahrer warnte mich noch, ich sollte auf keinen Fall etwas trinken, damit ich die Toiletten im Zug nicht benutzen müsste – die wären nämlich ‚unbeschreiblich’! Aber vor einem Zugunglück müsste ich dafür keine Angst haben, weil der Zug so langsam führe, dass ich noch schnell rausspringen könnte! Na, da bin ich ja mal neugierig.

Neben mir saßen in der Business Class noch zwei Frauen mit je einem kleinen Kind und ein junger Mann. Die Economy war gut besetzt, hauptsächlich auch junge Leute! Ein älterer Mann war jedoch auch darunter. Der hielt uns dann einen ziemlich langen Vortrag, warum wir das viele Geld für die Business ausgegeben hätten, wo doch alles gleich wäre – sogar in der Toilette in der Waggonmitte wäre doch die gleiche ‚Scheiße’! Das hat er wörtlich so gesagt – der ganze Vortrag in Afrikaans und dann dieses absolut deutsche Wort!!!
Der Schaffner bugsierte ihn dann auf seinen Sitz und der Zug fuhr auf die Minute pünktlich ab!

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Eine Antwort zu Mit dem Zug an den Atlantik

  1. Conny schreibt:

    Hi Christine,

    wann meldest du dich wieder. Wir sind heiß auf deine neuen Abendheuer.

    LG
    Conny und Rainer

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