Erkundung von Fremantle

21.9.2010
Es geht mir heute deutlich besser, nur die Ohren tun mir noch weh! Also entschließe ich mich nach dem Frühstück für den 20-minütigen Fußweg in die Stadt. Vielleicht finde ich unterwegs eine Apotheke, die irgendein passendes Mittelchen für mich vorrätig hat. Außerdem brauche ich ein Postamt, um meine letzten Karten aus Singapur noch auf den Weg zu bringen! Dazu sollte ich eine SimCard haben, um auch hier in Australien telefonieren zu können.
Es ist ein schöner Spaziergang durch die Vorstadt – sehr putzige, kleine altertümliche Häuser säumen den Weg. Als ich mir eins der Häuser etwas genauer anschaue bzw. ein Foto davon mache, spricht mich eine junge Dame an: Dies Haus wäre zu verkaufen, ob ich nicht eine Broschüre haben möchte! Ich kläre den Sachverhalt auf und wir haben beide was zu Lachen!
Die Apotheke versorgt mich mit einem Salzwasser-Spray, das ich jede Stunde anwenden soll!
Briefmarken bekomme ich in einer ‚News Agency’ in der High Street, wo auch die privaten Briefkästen für den Ortsteil hier zu finden sind!
Und für das Telefon werde ich in einem kleine Telefonladen fündig – geführt von Chinesen!
Langsam bummle ich durch die kleinen Straßen. Auch hier immer wieder alte, schön erhaltene oder renovierte Gebäude. Auch der Bahnhof ist unbedingt sehenswert – ist ein bisschen wie viele Bahnhöfe der Märklin-Eisenbahnen!
Zum Lunch lasse ich mich in einem kleinen Straßencafé nieder. Dort macht man mir ein Sandwich nach meinen Anweisungen – keine Chance, das irgendwie zwischen die Zähne zu bekommen, ehe ich es nicht total zerlegt habe! Während meiner kleinen Mittagpause spielen nebenan 3 junge Leute ein wenig ‚Dubliners’-Musik!

Ich versuche noch, Tickets für eine Cruise in den nächsten Tagen auf dem Swan River zu bekommen, leider hat das Tickethäuschen für heute geschlossen. Auch meine Versuche, an einen Adapter für die wieder anderen Steckdosen hier zu gelangen, schlagen total fehl: Weder im großen Department Store noch in den Supermärkten längs des Wegs ist so etwas zu finden. Es gibt überall nur die ‚andere Richtung’ – verschiedenste internationale Stecker mit australischen Ausgängen.
Aber ich finde eine preisgünstige Strickjacke (jetzt wäre meine Fleecejacke hier gut gewesen!), denn morgens und abends ist es immer ganz schön kühl. Und in einem der Gebrauchtwaren Stores der verschiedensten Hilfsorganisationen gibt es noch ein hübsches Sommerkleid für 12 A$ und ein langärmeliges T-Shirt für 2,50 A$!
Ein liebliches kleines Städtchen ist das schon hier und der tägliche Weg in die (fast nur bergab) und aus der Stadt (dementsprechend fast nur bergauf) wird mir sicher gut tun!
Spät bin ich daheim, Dorothy wartet schon auf mich. Wieder mit tausend Hinweisen, was ich unbedingt sehen muß. Meine zaghaften Hinweise, dass ich nicht so ausschließlich der ‚sightseeing typ’ bin, werden einfach mit einem ‚go on!’ vom Tisch gewischt! Morgen Vormittag hat sie noch zu tun, aber der Nachmittag und der ganze Donnerstag ist frei für sie und sie wird mit mir gemeinsam ‚auf Tour’ gehen – oh mein Gott…

2 Antworten zu Erkundung von Fremantle

  1. TinkaC schreibt:

    Hallöchen Christine,

    na dann bin ich ja mal gespannt wie Du mit Deiner Dorothy zurecht kommst 😉
    Hihi, das kann ja heiter werden…

    Ganz viel Spaß noch im kleinen Örtchen…

    Tinka

  2. carola schreibt:

    ja, unbedingt das alte Rund-gefängnis angucken von dort hat man auch einen tollen blicks auf s meer, und den alten hafen.
    und das große gefängnis, da saß einer drin der „hieß“ Pappilon . die führung ist wirklich gut und durchaus interessant. ( bin mir gerade nicht mehr sicher ob das in Freemantle oder Perth war . . . )
    mit dem zug nach Perth rein, und dann ist gleich gegenüber eine große offene mall.
    da gibt es einen gläsernen kleinen turm mit einem Glockenspiel.
    nicht automatisch, sondern richtig von hand von einem Glockenspieler (Musik-student) gespielt.
    sind immer unterschiedliche stücke. damals (’94) wurde aber nur an zwei tagen gespielt und meistens um 12:00

    viel spaß auch weiterhin. ach ja, Australier sind in sachen Sightseeing und Begeisterung noch ’nen tick „schlimmer“ als die USAler. 😉

    lg
    carola f.

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