CouchSurfing??? Das probiere ich hier einfach mal aus!

25.08.2010
Das war eine witzige Nacht! Habe tief und fest geschlafen, bis mich gegen 3h morgens mein Magenknurren geweckt hat!!! Da ich gestern Abend aufs Abendessen verzichtet hatte, gab es eben nächtens ein Käsebrot! Die kleine Flasche Sancerre, die ich mir eigentlich auch fürs Abendessen gekauft hatte, habe ich aber doch im Kühlschrank gelassen!
Natürlich war ich dann hellwach und habe die Zeit genutzt, um endlich meinen Blog wieder einmal zu aktualisieren und Fotos zu den letzten Berichten einzustellen! Irgendwann gegen 5h wurde ich dann wieder müde und habe bis kurz vor 10h geschlafen! Dann aber schnell – um 10h ist Check Out Time!
Es war dann zwar halb elf, als ich endlich ausgecheckt habe, aber war trotzdem noch in Ordnung. Konnte auch mein Gepäck einstellen, denn ich kann erst heute abend bei Elle, meiner Couchsurfing-Gastgeberin eintreffen – sie muß noch überraschend an einem Meeting in der Schule teilnehmen. Elle ist Australierin und arbeitet in Singapore als Englisch-Lehrerin an einer Internationalen Schule. Sie lebt zusammen mit ihrer 17jährigen Tochter in einer 4-Zi.-Wohnung am nördlichen Rand von Singapore Central.
Aber jetzt gehört der Tag erst mal mir – ich will doch mal sehen, wo und wie sich die Stadt seit meinem letzten Besuch verändert hat! Zuerst geht es nach ‚Bugis’, das bunte Viertel mit den wuseligen Einkaufsgassen ist mein erstes Ziel! Es ist um die Ecke von meinem Hotel und sogar bei dem schwülen Wetter hier gut zu Fuß zu erreichen! Hier hat sich gar nichts verändert – das Angebot hat sich nur ein wenig an die aktuelle Mode angepasst! Vor allem blickdichte leggings sind der Hit – bei 34° und etwa 90% Luftfeuchtigkeit…
In dieser Einkaufsstraße gibt es keine AC, nur Schattendächer, was sehr angenehm ist. Durch die Gassen weht ein leichtes Lüftchen und so ist die Hitze hier erträglich! Vielleicht finde ich hier ein paar Schuhe, damit ich bei meinem für morgen geplanten Besuch im brandneuen ‚Marina Bay Sands’ (Anfang August eröffnet) nicht in meinen ‚gesunden’ Ecco-Sandalen auftreten muß! Ich werde jedoch nicht fündig, finde jedoch einen Laden, wo ich mir gleich noch eine hiesige SimCard besorgen kann!
Laura hatte mir gestern ihre SMRT-Karte gegeben, auf der noch ein wenig Guthaben war. Ein wenig habe ich aufgeladen und kann jetzt zur ersten U-Bahn-Fahrt starten! Hier ist es in den U-Bahn-Höfen so wie in Hongkong: Der ganze Bahnsteig ist mit Glaswänden mit breiten Schiebetüren verschlossen. Diese Türen gehen erst auf, wenn ein Zug eingefahren ist und die Zugtüren geöffnet werden – die Waggons kommen passgenau vor den Schiebetüren zum Stehen! So kann es nicht passieren, dass absichtlich oder unabsichtlich jemand oder etwas auf die Schienen fällt!
Mein erstes Ziel ist die Mall im ‚Suntec Centre’ – dort soll es jede Menge Computerläden geben. Ich brauche dringend ein Kabel für meine externe Festplatte! Die will nämlich 2 USB-Stecker zum Anschließen an meinen Laptop! So ein Kabel war zwar dabei, als ich sie in München gekauft habe, das habe ich aber geistreicherweise nicht eingepackt!!! In einem der kleinen Zubehörstores werde ich fündig und es kostet nur etwa 1,50€ – aber auch die Festplatte hätte ich besser hier gekauft! Die kostete nämlich nur etwa 25€ statt 89€ wie in München… Weil alles so billig war, habe ich auch gleich noch eine winzigkleine Maus und eine USB-Lampe dazu genommen! Es hätte auch einen ‚Laptop Cooler’ gegeben – eine Art Scherengitter mit eingebautem Ventilator, worauf man den Laptop stellt! Natürlich auch USB-Ventilatoren, damit man beim Arbeiten immer schön kühle Luft zugefächelt bekommt! Aber blickdichte leggings tragen…!
Ich werde danach noch bei GAP fündig – ein super-leichtes Sommerkleid gehört mir! Kostete 69 SIN$, war wegen ‚summer sale’ um 30 SIN$ reduziert und ich habe dann nur noch ca. 21Euro bezahlt!
Ein wieder mal sehr verspätetes Mittagessen gab es dann in den ‚Hawker Stalls’ dieser Mall – eine Ansammlung unzähliger unterschiedlichster Getränke- und Foodkioske! Eine wunderbare ‚Laksa Malay’ – ein Mittelding zwischen Suppe und Nudeln mit Sauce – Scampi, Ente und Tofu, ein wenig Gemüse in einer mehr als schmackhaften Brühe, dazu eine frische Kokosnuß war genau das Richtige! Zum Nachtisch dann einen Kaffee bei Starbucks!
Nachdem ich mich einfach so treiben ließ in dieser Mall, musste ich dann erstmal wieder den richtigen Ausgang bzw. Zugang zur SMRT finden! Ich hatte Elle geschrieben, dass ich gegen 7h auftauchen werde und es könnte knapp werden, weil ich noch mein Gepäck im Hotel abholen muß!
Ich rufe schnell an und sage ihr Bescheid, aber kein Problem! Trotzdem nehme ich mir ein Taxi vom Hotel zu ihrer Adresse – ist hier wirklich billig und doch einfacher, als erst selbst mit dem Gepäck von der U-Bahn aus auf die Suche zu gehen!

Meine Gastgeberin erwartet mich schon am Gate der Wohnanlage – sonst wäre ich nämlich am Sicherheitsposten gar nicht vorbei gekommen (und die nehmen es hier sehr ernst mit der Sicherheit!) – zusammen mit Andrew, einem Lehrerkollegen von ihrer Schule! Die Wohnung ist nur ein paar Schritte entfernt in einer der oberen Etagen dieser Hochhaus-Siedlung und ich freue mich über ein gemütliches Gästezimmer für die nächsten beiden Tage! Jordan, Elles Tochter hat schon Nudelwasser aufgesetzt und wir treffen uns gleich alle vier zu einem gemütlichen Pasta-Essen. Viele Fragen kommen auf mich zu, aber das ist ja auch ein wenig der Sinn von CouchSurfing – etwas über die Gäste/Gastgeber, deren jeweilige Länder und Kulturen zu erfahren! Meine Flasche Wein ist sehr willkommen, weil die eine, die Andrew mitgebracht hatte, schnell leer ist – so gibt es aber für jeden noch einen winzigen ‚Nachschlag’!
Gegen 22h verabschiedet sich Andrew und auch wir drei ‚Damen’ verschwinden in unseren Zimmern – morgen früh geht der Alltag weiter (und ich hatte einen langen Tag)!

Eine Antwort zu CouchSurfing??? Das probiere ich hier einfach mal aus!

  1. TinkaC schreibt:

    Liebe Christine,

    das klingt sooooo toll! Wie gern wäre ich auch in Singapur. Es ist eine meiner Lieblingsstädte.
    Aber auch wir bekommen Besuch Ende des Monats. Über Statthotel haben wir eine junge Kolumbianerin vermittelt bekommen. Jetzt fliegen die Mails zwischen Bogota und München nur so hin und her, auch ein Telefonat habe ich mit dem Mädel schon geführt. Sie klingt richtig nett! Ich bin so gespannt!

    Dir weiterhin eine ganz tolle Zeit und viel Freude bei Deinen Gastgebern!

    Lieben Gruß

    Tinka

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