NYC

Der Wecker klingelt um 4.30h – schnell unter die Dusche und meine paar Habseligkeiten gepackt. Leider gibt es natürlich um diese Zeit noch kein Frühstück (das eigentlich im Preis enthalten ist), aber ich bekomme zumindest eine Tasse Tee und kann mir einen Becher ‚cup noodles’ machen, damit ich etwas im Bauch habe! Vielleicht gibt es ja im Zug nach New York einen Bistro-Wagen oder so etwas Ähnliches – da könnte ich noch ein wenig ‚nachfrühstücken’ aber im Übrigen habe ich auch noch einen Beutel Äpfel gekauft und ein paar Energieriegel für die Fahrt – das sollte notfalls bis NYC reichen!

Der junge Mann an der Rezeption bestellt mir ein Taxi, das um diese frühe Stunde auch ein paar Minuten später schon vor der Tür steht! Schnell mein Gepäck aus dem Keller geholt und meinen Rucksack geschnappt und schon bin ich auf der Fahrt zum Bahnhof! Erst kurz vor meinem Ziel merke ich, dass ich meinen ‚Proviant-Beutel’ im Zimmer liegen gelassen habe – ja, leider jetzt zu spät!

Ich suche die Schlange, in die ich mich für meinen Zug einreihen muss! Die beiden, die sich schon gebildet haben, warten allerdings für andere Richtungen! Meine Nachfrage bei einem der ‚dispatcher’ ergibt, dass auf meiner Bestätigung für die Fahrt eine falsche Abfahrtszeit steht – statt um 7h geht mein Zug erst um 9h! Na bravo – hätte also noch locker zwei Stunden länger schlafen können bzw. doch bei Laurent übernachten und mit ihm zusammen frühstücken können…

Aber so mache ich aus der Not eine Tugend und lasse mir in einem der Cafés hier im Bahnhof jetzt ein richtiges Frühstück schmecken (und auch den ersten Kaffee des Tages)! So gegen 8.30h wird dann zu meinem Zug aufgerufen – ich stelle mich also geduldig in die auflaufende Schlange und warte mit irgendwann einem großen ‚Rudel’ darauf, dass wir die Treppen hoch auf den Bahnsteig zu unserem Zug gebracht werden! Was für ein Umstand – erwachsene Menschen werden behandelt wie Kindergartenkinder – ob die Kanadier wirklich so unselbständig sind???

Beim Warten geht mir dann so durch den Kopf, wie schnell die vergangenen Monate doch vergangen sind. Irgendwie ist gar nicht recht zu glauben, dass ich heute bereits auf dem Weg zu meiner allerletzten Station dieser großen Reise bin! Ganz kurz überkommt mich der Wunsch, doch noch ein paar neue Ziele anzuhängen (Pennsylvania, Grönland, Island…) aber dann siegt doch wieder die Vorfreude auf meine süße kleine Enkeltochter, die ich in ein paar Tagen in New York nach fast 9 Monaten wieder sehen werde und natürlich auf meine Familie daheim!

Ich habe einen Gangplatz, neben mir der Platz ist noch frei! Im Zug ist überall kostenloses WLan und ich beginne, meine E-Mails anzuschauen (habe ich die letzten beiden Tage gar nicht gemacht…) und wieder mal Bilder zu sortieren und zu komprimieren. Kurz vor Abfahrt hechelt eine junge Frau an meine Seite, die den Zug noch gerade so geschafft hat. Wie sich heraus stellt, ist sie eine deutsche Austauschschülerin, die immer erst fast im letzten Augenblick zu den Zügen rast – „dann muß ich mich nicht anstellen wie ein Baby“:-)! Der Tipp kommt für mich nun leider zu spät!

Wir plaudern eine ganze Weile, nebenbei schauen wir uns die vorbei fliegende Landschaft an! Überall in den Wäldern verfärbt sich jetzt schon das Laub! Nicht lange, dann steigen auch schon die amerikanischen ‚immigration officers’ zu! Sie befragen alle Reisenden zu ihren Beweggründen, in die Staaten zu reisen – manche mehr, andere weniger! Bei mir wird’s mehr – wer weiß warum! Was die Dame alles wissen möchte! Wo ich genau her komme, warum ich wieder in die Staaten möchte, warum ich erst über Canada gefahren wäre, was ich in NYC vor habe, wieso ich alleine reise, wie lange ich in den Staaten bleiben möchte etc. etc. etc.! Nach fast einer ¾ Stunde gibt sie endlich auf – sie hat wohl genug erfahren – und ich bekomme meinen Einreisestempel! Sie hat mich Gott sei Dank nicht nach meinem Weiterflugticket gefragt – das habe ich nämlich noch nicht (nur die Bestätigung, dass ich für ein Ticket für den 24.9. vorgemerkt bin)!

Inzwischen sind wir an den Ausläufern des Lake Champlain angekommen und befinden uns damit im Bundesstaat Vermont! Eigentlich wollte ich diese Fahrt mit dem Auto unternehmen und alte Erinnerungen bei der Reise durch Neu-England auffrischen! Mir wurde jedoch von mehreren Seiten abgeraten, da noch einige Schäden, die durch den kürzlichen Wirbelsturm Irene verursacht wurde, die Straßen bzw. Brücken unpassierbar machen! Auch vom Zug aus sieht man immer wieder umgestürzte Bäume, einmal eine halb eingestürzte Brücke und abgedeckte Häuser! Gut, dass ich mich für den Zug entschieden habe – darüber hinaus wäre die Automiete so staatenübergreifend auch horrend teuer geworden!

Inzwischen hat mich meine Nachbarin schon wieder verlassen und ich versuche mal einen Mittagsschlaf. Beim Aufwachen stelle ich fest, dass wir uns bereits im Hudson Valley befinden! Jetzt gibt es wirklich viel zu sehen – die zahlreichen Villen, teilweise wie kleine Schlösser, die die Super-Reichen um die Jahrhundertwende und in den 30er-Jahren vor allem auf Berge am Fluß entlang bauen ließen, lassen ein wenig den Eindruck entstehen, dass wir gerade durchs Rheintal fahren! Überall kann man aber auch noch die Schäden erkennen, die der kürzlich hier durchfegende Wirbelsturm ‚Irene’ hinterlassen hat. Er war der Grund für diese Zugfahrt – und ich tat offenbar gut daran, diese Alternative zu wählen! Es gibt eine ganze Reihe von Brücken, die noch nicht wieder befahrbar sind – große Umwege wären per Auto sicherlich notwendig gewesen!

Einige der Landschaften und Städtchen hier am Rande der Geleise kommen mir sehr bekannt vor – diese Zugstrecke bin ich ja schon einmal auf dem Weg nach Chicago bzw. dann weiter nach Los Angeles gefahren (Mike, erinnerst Du Dich?). In Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates New York, habe ich auch heute lange genug Aufenthalt, dass ich mir in der Bahnhofshalle auch heute wieder einen Kaffee holen kann!

Langsam dämmert es draußen und wir nähern uns der Endstation – Penn Station mitten in New York! Viele Erinnerungen werden hier sofort wach – trotzdem halte ich mich dort nicht lange auf. Ich muß mir die richtige U-Bahn zu meiner nächsten Gastgeberin hoch im Norden von Manhattan, in ‚Hudson Heights’, suchen. Ich schrieb ihr, dass ich mit dem Taxi kommen würde, aber sie meinte, das Geld könnte ich mir sparen, die U-Bahn würde nur um die Ecke von ihrem Haus halten!

Ein Wochenticket für kleines Geld für die Subway ist schnell aus dem Automaten geholt, der Weg auf den Bahnsteig läßt sich auch bequem an – es gibt auch Aufzüge! Ein Problem habe ich dann beim Zugang auf den Bahnsteig! Ich stecke meine Karte in den Schlitz, das Drehkreuz öffnet sich, ich schiebe mein Gepäck als erstes da durch! Ich stecke meine Karte noch mal in den Schlitz, um meinem Gepäck zu folgen – aber Pustekuchen! Das Drehkreuz rührt sich nicht mehr von der Stelle und der Automat zeigt mir an, dass ein neuerlicher Zugang mit der gleichen Karte erst in 30 Minuten möglich ist! Na, ganz toll – da habe ich eine Karte, die eine Woche lang unbegrenzte Fahrten ermöglichen soll und dann so was. Da ich mich aber im Recht fühle, klettere ich mit Hilfe zweier junger Männer einfach über die Absperrung – sollen sie mich doch erwischen, ich habe ja eine gültige Karte! Wie mir später durch den Kopf geht, ist die Unmöglichkeit, so kurz hintereinander zwei Mal mit der gleichen Karte auf den Bahnsteig zu kommen irgendwie schon berechtigt – sonst könnte man ja einen ganzen Schwung anderer Fahrgäste auch noch mitnehmen…

Angekommen an der Zielstation stellt sich heraus, dass es hier keinen Aufzug gibt! Aber an der Treppe fragt mich schon ein anderer Fahrgast, ob er mir tragen helfen kann. Eingedenk von „Die Menschen sind grundsätzlich gut!“ stimme ich dem Angebot gern zu. Mein Helfer schnappt sich dann gleich beide Koffer – wozu weiße Haare doch gut sein können :-)! Ich habe Mühe mit ihm Schritt halten zu können, aber er wartet natürlich oben auf mich und gibt mir auch noch eine kurze Instruktion, wie ich am besten zu meiner gesuchten Adresse komme (ich bin natürlich am ganz entgegen gesetzten Ausgang hochgegangen…).

Im gesuchten Haus gibt es unten einen Concierge, bei dem ich schon angekündigt worden bin und der sofort bei meiner Gastgeberin anruft, dass sie mich abholen soll.
Diese Gastgeberin heute ist schon fast ein Stück Heimat für mich! Sie ist Ende der 70er Jahre nach mehreren Fluchtversuchen von der DDR ‚freigekauft’ worden, hat sich danach gleich beim amerikanischen Konsulat in West-Berlin gemeldet und ihren Wunsch vorgetragen, künftig in den USA leben und arbeiten zu wollen – und es wurde beides sofort möglich gemacht! Einfach unglaublich! Sie war irgendwo in Queens verheiratet und hat zwei inzwischen erwachsene Kinder und sich nach der Scheidung vor 12 Jahren diese „two bedroom“-Wohnung hier gekauft, in der ich nun zu Gast sein werde – ausgesprochen hübsch mit einem großen Koch-Ess-Wohnbereich und kleinem Bad – für die sie (immerhin ist das hier noch Manhattan!!!) gerade mal 280.000$ bezahlt hat! Beneidenswert!
Da kommt Johanna auch schon und bringt mich hoch in ihr Reich! Sie spricht und schreibt konsequent nur Englisch mit mir – wie sie mir sagt, ist das ihr Weg, die Zeit in der DDR mit allen Begleiterscheinungen, wenn schon nicht zu vergessen, so doch zu verdrängen!

Nach einem schnellen gemeinsamen Abendessen und einer kurzen Unterhaltung verschwinde ich in meinem Zimmer und auch bald ins Bett! Morgen ist ein Tag Sightseeing hier in der Umgebung angekündigt und da möchte ich natürlich fit sein!

Das war wieder eine Super-Nacht – ich habe geschlafen wie ein Baby und wache ohne Wecker bereits gegen 6.30h auf, in einen sonnigen Herbstmorgen hinein! Johanna hat schon Frühstück fertig und wir begeben uns danach gleich auf den Weg Richtung ‚Cloisters’! Das ist ein Ableger des berühmten MoMA (Museum of Modern Art) in Manhattan – eine Ansammlung von aus Europa importierten Teilen alter Klöster, Kapellen und herrschaftlichen Gebäuden aus dem 12.-15.Jh., die hier zu einer Art ‚Kloster’ (daher der Name) wieder zusammengeführt worden sind. Es hat, wie ein richtiges Kloster, einen hübschen Innenhof und liegt im hügeligen ‚Fort Tyron Park’ oberhalb des Hudson Rivers! Es ist angefüllt mit religiösen und anderen Kunstwerken aus aller Welt, selbst alte römische und griechische Exponate sind darunter! Das Museum geht zurück auf eine mehr als großzügige Zuwendung von Rockefeller an die Stadt: Er hat das Gelände gekauft, auf dem auf seine Anweisung der Park angelegt wurde und das Museum gebaut werden konnte. Die Ausstellungsstücke waren ursprünglich eine Privatsammlung, die dem MoMA vermacht worden war!

Schon der Weg dahin macht großen Spaß! Überall sind Menschen unterwegs, teilweise machen sie sogar Picknicks auf den Rasenflächen! Bei diesem herrlichen Wetter auch gut nachzuvollziehen! Im Museum ist dank der relativ frühen Stunden noch nicht viel los und wir können ganz in Ruhe durch die Räume schlendern! Es gibt, neben zahlreichen anderen beeindruckenden Ausstellungsstücken, sogar eine original nachgestellte Klosterkapelle mit wunderschönen uralten Heiligenfiguren.

Gegen Mittag begeben wir uns wieder zurück nach Hause zu einem kleinen Lunch und einer kurzen Mittagsruhe – für nachmittags ist ein Spaziergang nach New Jersey über die George Washington Brücke geplant!

An den Nachbarblocks vorbei wandern wir später Richtung Hudson. Große Überraschung – hier gibt es Häuser, die eher wie mittelalterliche Burgen aussehen mit allerlei zinnenartigen Verzierungen! Hier ist alles so ganz anders, als ich bisher Manhattan kannte!
Am Fuß der ‚Great Gray Bridge’ sehe ich nun in der Tag das ‚Little Red Lighthouse’ – beides die ‚Helden’ eines der ersten Bücher, die ich als junge Frau in Englisch gelesen habe! Dass ich irgendwann einmal genau hier stehen würde, hätte ich mir damals nicht mal im Traum vorstellen können! Dieser Schriftstellerin habe ich auch einiges meiner Vorstellungen über den Amerikanischen Bürgerkrieg zu verdanken – viele Jahre später fiel mir das zweite Buch von ihr in die Hände „The Railroad To Freedom: A Story of the Civil War”! Ich werde in den nächsten Tagen versuchen, ob ich diese beiden Bücher nicht hier irgendwo finde – ich würde sie zu gern jetzt noch einmal lesen!

Die Brücke zieht sich ganz schön – immerhin ist sie 1450m lang! Es ist übrigens die einzige Brücke, die Manhattan mit New Jersey verbindet und wurde schon 1931 eingeweiht. Die zweite Fahrbahnebene für den zunehmenden Verkehr seitdem wurde allerdings erst 1962 unter der bestehenden eingezogen! Inzwischen wechseln über diese Brücke monatlich etwa 10.000.000 Autos von/nach Bundesstaat New Jersey nach/von Bundesstaat New York! Genau in der Mitte der Brücke markiert ein schmaler Strich auf dem Gehweg und dem Geländer die ‚Grenze’ der Bundesstaaten! Von der Brücke hat man überdies eine ganz andere, aber traumhafte Sicht auf „Downtown Manhattan“, das hier ja schon ziemlich weit im Norden beginnt! Auf dem Fluß sind heute am Sonntag zahlreiche Boote unterwegs – Motorboote, Ruderboote, Segelboote…

In New Jersey besuchen wir am Ende der Brücke einen kleinen ‚Pionier-Park’, wo noch einige Überbleibsel aus den alten Zeiten zu sehen sind und man sich gut vorstellen kann, wie hart die Zeiten für die ersten Siedler am Ufer des Hudsons gewesen sein mögen!

Wir gehen danach flugs wieder zurück – die Sonne steht schon tief und der Wind, der über dem Fluß aufkommt, wird deutlich kühler! Auf uns wartet heute ein chinesisches Abendessen in einem kleinen Lokal, das Johanna für uns ausgesucht hat – dort werden wir uns aufwärmen können! Aber erst genießen wir noch die Stimmung über dem Wasser, ehe wir langsam durch die kleinen Straßen von Hudson Heights bummeln. Wir kaufen währenddessen noch einiges ein und setzen uns dann zum wohlverdienten Abendessen! Und das ist, abgesehen vom Aufwärm-Effekt, einfach ‚delicious’ und kann jedem Vergleich mit den Originalen in China durchaus standhalten!

Heute werde ich meine kleine Enkeltochter nach fast einem Jahr wieder sehen! Ich freue mich sehr darauf, natürlich auch auf Kathrin, meine Schwiegertochter! Sie hatte die glorreiche Idee, meine ‚Heimführung’ nach der langen Reise zu übernehmen :-)! Sie als Lufthansa-Mitarbeiterin konnte ein mehr als günstiges Ticket für mich besorgen und so werde ich am kommenden Wochenende per Business Flug nach München zurück fliegen!

Aber der Reihe nach! Erst einmal wechsle ich heute auch mein Quartier – es geht ins Zentrum von Harlem, einen Block vom berühmten Apollo Theater entfernt! Über Airbnb habe ich dort zwei Privatzimmer angemietet, die mir und der Familie für eine knappe Woche das vorgezogene Zuhause sein werden. Der Vermieter ist ein junger Mann, der für die Zeit unserer Anwesenheit bei einem Freund wohnen will.
Er ist heute extra vormittags daheim geblieben, damit er mir selbst seine Wohnung zeigen kann und auch die Besonderheiten etwas erklären. Ich bin heilfroh darüber, denn die Wohnung ist in der 2.Etage ohne Lift – und mein Gepäck ist inzwischen etwas mehr als ‚kleiner Rollkoffer und kleiner Rucksack’ geworden!

Der Flieger mit meinen Lieben soll gegen 16h in Newark ankommen! Nach der ‚Wohnungsbegehung’ also fix in den U-Bahn zur Penn Station, von wo der Zug zum Flughafen in New Jersey abfährt! Ich bin sehr froh, dass ich diesen Bahnhof von früheren Besuchen schon kenne – es könnte sonst sehr verwirrend sein, sich auf die Schnelle dort zurecht zu finden.

Verwirrend ist es aber auch im Flughafen Newark! Ich habe eine Limousine für die Fahrt zurück bestellt. Dazu habe ich telefonisch erfahren, dass wir uns telefonisch melden sollen, sobald wir bereit zum Einsteigen sind. Das dauerte ein wenig – die Immigration dauerte, das Gepäck ließ auf sich warten, es musste noch Geld getauscht werden und ich musste mich erstmal mit meiner süßen Enkeltochter wieder anfreunden! Als es dann soweit war, wurde uns ein Platz genannt, wo wir uns einfinden sollten! Leider kannte den aber niemand vom Flughafenpersonal! Erst nach nochmaliger telefonischer Rückfrage wurden wir zu diesem Treffpunkt gelotst und konnten endlich in die Polster sinken! Auch das umfangreiche Gepäck ist verstaut und es kann ‚nach Hause’ gehen!
Die Fahrt nach Manhattan ist mit so einem Limousinen-Service deutlich günstiger als mit dem Taxi! Diese dürfen nämlich im jeweils anderen Bundesstaat keine Fahrgäste für Hin- oder Rückfahrt aufnehmen, deswegen muß man diese dann jeweils mitbezahlen!

Jetzt sind wir Frauen mit dem Transport des Gepäcks in die 2.Etage allein gefordert, aber wir schaffen das! Gleich danach gehen wir schnell noch in den Supermarkt um die Ecke, um für heute Abend einzukaufen und dann ist nur noch relaxen angesagt! Ich freue mich an meinen Besucherinnen und die freuen sich offenbar auch, mich nach so langer Zeit wieder zu sehen – und zu erzählen gibt es ebenfalls genug!

Ich habe gut geschlafen in meinem ‚Einzelzimmer’ – für Kathrin war die Nacht oft unterbrochen! Anna kommt offenbar mit der Zeitverschiebung nicht so richtig zurecht! Aber trotz Müdigkeit brechen wir gleich nach dem Frühstück auf, um Downtown Manhattan unsicher zu machen! Die U-Bahn fährt um die Ecke los und es gibt sogar einen Aufzug für den Kinderwagen! Mit meiner 7-Tages-Karte für das gesamte Ü-Bahn-Netz kann ich soviel fahren, wie ich möchte – ein guter Deal für gerade mal 27$! Auch meine Begleiterinnen versorgen sich mit dieser Karte und dann gibt es kein Hindernis mehr für eine Wiederentdeckung des bekanntesten ‚boroughs’ von New York City – Manhattan! Auf direktem Weg geht es ganz an die Südspitze – ein Ausflug mit der (kostenlosen!) Staten-Island-Ferry soll uns einen ungehinderten Blick auf die bekannte Skyline Manhattans ermöglichen und gut sein für viele Fotos!

Es ist wie immer ein großer Spaß auf dieser grell-orangeroten Fähre! Für die New Yorker der tägliche Weg von und zur Arbeit, für uns Touristen ein kurzer Weg mit einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeit! Die Freiheitsstatue, Ellis Island – die Einwanderungsinsel, Verrazano Bridge – mit fast 1300m Spannweite von Pfeiler zu Pfeiler die längste Hängebrücke der USA und vor allem der Blick auf die unverwechselbare Skyline der Stadt! Wir halten uns in Staten Island nicht weiter auf, sondern steigen nur aus und in die nächste Fähre wieder ein, wir haben noch viel vor in der Stadt!

Natürlich gehört nun der Bummel zur 9/11-Gedenkstätte dazu. Leider kann man immer noch nicht viel sehen, noch ist ein riesiger Bauzaun drumherum gezogen! Aber auf dem Zaun gibt es hunderte von großformatigen Fotos mit Zeugnissen aus der Zeit vor dem fürchterlichen Attentat, während des Attentates und auch von der Zeit danach! Ein wirklich trauriges Stück Zeitgeschichte, die diese Stunden von vor 10 Jahren wieder explosionsartig ins Gedächtnis zurück ruft! Soviel Traurigkeit wollen wir möglichst schnell wieder abschütteln und wir bummeln am Wasser entlang bis zum Pier 17 – dort gibt es einen wunderbar kitschigen ‚Weihnachtsladen’, wo wir alle drei nicht widerstehen können und Souvenirs für die Daheim-Gebliebenen kaufen und ich auch für mich selbst! Meine Sammlung von Christbaum-Kugeln aus aller Welt bekommt Zuwachs!

Jetzt sind wir einigermaßen erschöpft und suchen uns ein Café, wo wir uns eine Weile setzen können und vor allem eine dampfende Tasse vor uns hin gestellt wird! So ein heißer Kaffee tut jetzt besonders gut! Anna wird langsam auch müde und hängt schon ziemlich windschief in ihrem Kinderwagen!

Aber der Tag ist noch nicht zu Ende – zum Abendessen geht es uptown zum Broadway! Wir wollen Shrimps satt essen im Bubba Gump Shrimp Restaurant! In der U-Bahn ist Anna die Alleinunterhalterin! Die New Yorker sind begeistert von diesem kleinen freundlichen Wesen und schnell kommen darüber mit den anderen Passagieren Gespräche über unser Woher und Wohin in Gang!
Bei Bubba Gump bekommen wir einen schönen Tisch, Anna wird mit Pommes versorgt und vor uns die Eimer mit den Shrimps gestellt – was für ein Luxusmahl zum Abschluss eines wunderschönen Tages mit diesem kleinen Teil meiner Familie hier! Plötzlich macht sich Sehnsucht nach dem Rest daheim in München in mir breit! Ein Gefühl, das ich in den vielen Monaten, die nun hinter mir liegen, so nie gespürt hatte! Ich freue mich sehr auf das Wochenende und das Wiedersehen!

So – heute ist nur Shopping angesagt! Wär ja auch sonderbar, wenn wir nicht wenigstens in eines der großen Outlet Center hier einfallen würden! Wir haben uns für das ‚Jersey Gardens’ auf der anderen Seite des Hudsons entschieden! Schnell gibt es noch Frühstück hier in ‚unserer’ Wohnung, ehe wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zum Busbahnhof Port Authority machen. Von dort gehen mehrmals täglich direkte Busse zu dieser Mall, die einen für billiges Geld ins Zentrum des Paradieses bringen!

Ich freue mich darauf, mir wieder einmal ein paar neue Kleidungsstücke kaufen zu können! 15 Monate lang habe ich ja mehr oder weniger immer nur die gleichen Sachen getragen – jetzt wird endlich wieder ein wenig Abwechslung in meinen Koffer kommen! Auch für Anna soll einiges besorgt werden und natürlich auch für Kathrin und Tina! Im Bus sind wir ganz aufgeregt, was wohl alles auf uns warten wird! Mir wird ein wenig bange, wie ich nach der langen Bescheidenheit mit dem riesigen Angebot in diesem Outlet zurechtkommen werde!

Überraschend schnell ist die Busfahrt vergangen und wir stehen mitten drin im Shopping Paradies! Für die nächsten 3-4 Stunden sind wir fast völlig vereinnahmt vom Angebot rings um uns! Anna fordert nur lautstark auch Aufmerksamkeit ein und so werden wir nicht völlig paralysiert vom Konsum! Trotzdem sind wir bald mit Tüten und Taschen beladen wie die Packesel. Schlussendlich setze ich mich mit der schlafenden Anna in ein Café, um mich alle Taschen gestapelt und die beiden ‚Mädels’ ziehen weiter ihre Runden!

Als wir uns dann endlich auf den Rückweg begeben wollen, wartet schon eine riesige Schlange an der Bushaltestelle. Jede Stunde fährt ein Bus – einer ist gerade weg, die Wartenden vor uns füllen locker einen zweiten, also heißt es jetzt 2 Stunden warten, bis der dritte erscheint! Das wäre dann doch zu lange und so investieren wir einen Großteil des gesparten Geldes in ein Taxi! Und das ist nicht billig – wir müssen nämlich dem Taxifahrer auch die Rückfahrt bezahlen, da er als Bewohner von NJ nämlich keine Fahrgäste im anderen Bundesstaat NY aufnehmen darf!

Zurück in Harlem fallen wir alle todmüde ins Bett und schlafen sofort ein – dafür treffen wir uns dann zu nachtschlafender Zeit zum Essen am großen Tisch!

So – heute muß noch ein bisschen Sightseeing sein! Schließlich wartet noch der ‚Top of the Rock’ auf uns und die Radio City Music Hall, die St. Pauls Cathedral und der Times Square und vieles mehr! Alles das habe ich schon mehrfach gesehen und besucht – trotzdem gehört es zu einer Stippvisite in NYC einfach dazu!

Ganz wider Erwarten müssen wir uns im Rockefeller Center gar nicht in einer langen Schlange anstellen – mit dem Kinderwagen dürfen wir einen Extra-Aufzug benutzen und es geht gleich los!
Oben erwartet uns die gewohnt atemberaubende Sicht über die Stadt und trotzdem sind wir alle total fasziniert! Besonders Tina, für ja alles hier im Big Apple eine Premiere ist! Wir können uns gar nicht satt sehen und wechseln ständig unseren Standort. Vor allem der direkte Blick auf das gar nicht so weit entfernte Empire State Building ist beeindruckend! Aber auch der riesige Central Park, der sich unter unseren Augen ausbreitet, ist hervorstechend! Und die vielen kleinen Dinge, die man bei der Sicht auf die zahllosen Dächer ringsum entdecken kann: Swimming Pools und Dachgärten, Tennisplätze und Jogging-Runden, kleine Zier-Türmchen und riesige Klimaanlagen-Bastionen, golden-, silber- und andersfarbige Dachverkleidungen! Auch die Radio City Music Hall sehen wir von oben und natürlich auch die klitzekleinen Taxischaren tief unter uns in den Straßenschluchten!

Ein Besuch in der St. Pauls Cathedral ist nun in jeder Beziehung angebracht! Stille empfängt uns hier und es ist einfach, ein wenig über sich selbst ins Nachdenken zu kommen! Während Kathrin und Tina sich das majestätische Gebäude anschauen, setze ich mich mit (der schlafenden) Anna in eine Ecke neben dem Eingang und hänge meinen ganz eigenen Gedanken nach! Mir geht vieles durch den Kopf Wie glücklich ich mich doch schätzen kann über diese unvergessliche Reise, die nun hinter mir liegt! Welcher Segen, dass ich diese vielen Monate ohne irgendwelche ernsten Probleme gesundheitlicher oder sonstiger Art genießen konnte. Wie dankbar ich bin für die geradezu unbegreifliche Gastfreundschaft, die mir überall auf der Welt entgegen gebracht wurde! Wie mich überall auf der Welt die Liebe meiner Familie geradezu greifbar begleitet hat und ich oft das Gefühl hatte, dass sie alle stets mit mir reisen! Und wie schön es ist, dass ich das letzte Stück des Wegs nach Hause von Anna (und natürlich auch Kathrin und Tina), meiner jüngsten Enkeltochter, begleitet werde!
Eine große Welle von Dankbarkeit überschwemmt mich jetzt geradezu!

Unser nächstes Ziel wir die Central Station sein, dieser wunderschöne Bahnhof mitten in Manhattan! Nicht nur, dass das Gebäude bis heute ein Bahnhof geblieben ist, es ist auch beeindruckend restauriert und zu einem der Sub-Zentren in der Stadt geworden. Zahlreiche Restaurants und Bars aller Preisklassen laden die hektischen New Yorker zum gemütlichen Verweilen auf dem Weg von und zur Arbeit, zwischen Terminen oder vor Abfahrt oder Ankunft ein! Auch wir nutzen eins der kleinen Self-Service-Restaurants für eine späte Mittagspause und zum sinnbildlichen Hochlegen der Füße! Leider hat sich draußen der Himmel schwarz bezogen, vermutlich müssen wir deswegen auf einiges unseres Sightseeing-planes verzichten!

Wir kaufen zwar beim Weitergehen in der 42nd St. noch witzige Gummistiefel und Schirme und für den Kinderwagen haben wir eine durchgehende Regenhaut – Anna protestiert aber vehement gegen das Eingesperrtwerden und so richtig schön ist es ja schließlich auch nicht für uns, durch den Regen zu marschieren! Also verlegen wir einige der geplanten Unternehmungen auf morgen Vormittag und beschließen, jetzt doch zurück in unser Quartier zu fahren!

Auf dem Weg von der U-Bahn fallen wir gleich noch in den großen Supermarkt ein, um die letzten wichtigen Mitbringsel zu besorgen und auch etwas fürs Abendessen! Heute soll mal gekocht werden und wir wollen es uns danach noch ein wenig gemütlich machen!

Große Überraschung – Tony, unser Gastgeber, ist auch daheim! Er hat heute Nachmittag frei und so war es gut, dass wir so unverhofft den Heimweg angetreten hatten. Bei einem gemeinsamen Kaffee und während des Essenkochens ist jetzt Gelegenheit, dass wir uns ein wenig ausführlicher mit ihm unterhalten und ihn auch ein wenig besser kennen lernen können! Wir hören, was und wo er arbeitet, dass er die Wohnung hier mit öffentlichen Zuschüssen gekauft hat, die der zusätzlichen Alterssicherung dienen, dass er bereits über 40 ist (wir hatten ihn für einen Endzwanziger gehalten), dass er als ‚junger Mann’ (für mich ist er das allerdings immer noch!) beim Militär war und in dieser Zeit auch einige Zeit in Deutschland verbracht hat, dass er fast eine Heidelbergerin geheiratet hätte… Wie schön, dass durch den Regen draußen Zeit für diese Unterhaltung war – so hat halt alles Schlechte auch was Gutes :-)!

Das mitgebrachte Bier schmeckt zum Abendessen, es gibt immer wieder viel zu lachen und wir haben überhaupt keine rechte Lust auf Kofferpacken und Schlafengehen. Da wir jedoch morgen Vormittag noch einiges vorhaben, muß das halt doch sein!

Heute ist definitiv mein letzter Reisetag angebrochen! Ich kann es gar nicht glauben – nicht, dass ich wahrhaftig soviel länger als das ursprünglich geplante Jahr unterwegs war und auch nicht, dass diese Zeit jetzt erstmal endgültig vorbei sein wird, mich ab morgen das ‚normale Leben’ wieder im Griff haben wird! Ich bin sehr gespalten, ob ich mich himmelhoch freuen oder doch abgrundtief traurig sein soll!
Aber weg mit diesen zweifelnden Gedanken – erst gehen wir schnell noch in unser absolutes Lieblingsfrühstückslokal „Le Pain Quotidien“! Leider hat es nicht aufgehört zu regnen, es hat eher noch zugelegt! Schon auf dem Weg zur U-Bahn sind wir heilfroh um unsere Schirme und ich um meinen nagelneuen Regenmantel, den ich mir in Montreal gekauft hatte! In der Bäckerei sitzen wir zwar im Trockenen, aber wir müssen ja irgendwann wieder zurück – an Sightseeing ist absolut nicht zu denken heute!

Daheim will ich ein Taxi für den Flughafen bestellen – das aber ist schier unmöglich. Für morgen Nachmittag könnte ich einen Wagen haben – der Regen eben… Wir hatten ja gestern schon daran gedacht, ein Taxi vorzubestellen, aber Tony meinte, das würde mittags für nachmittags noch rechtzeitig sein! Ja schade, offenbar doch nicht! Bei der Vorstellung, mit unserem umfangreichen Gepäck mit der U-Bahn zum Flughafen fahren zu müssen, wird uns ganz schlecht. Aber es nutzt nichts – mühsam transportieren wir unsere Siebensachen über die steile Treppe nach unten (Reisebettchen, Koffer, Taschen, Rucksäcke, Einkaufsbeutel…) und hoffen, dass wir uns vielleicht ein Taxi auf der Straße fangen können! Aber nichts da, wir müssen uns durch den strömenden Regen zur U-Bahn kämpfen! Gott sei Dank geht direkt von unserer Station auch schon der direkte Express-Zug nach ‚Jamaica’, von wo wir dann den ‚Air Train’ direkt zu den Terminals von JFK nehmen können!

Leider ist aber unser Zug heute überhaupt nicht ‚express’! Ständig halten wir auf freier Strecke an, die Stopps werden immer länger, jetzt kommen auch Durchsagen, dass die U-Bahn-Tunnel teilweise geflutet sind und es dadurch zu Kurzschlüssen kommt und die Zeit zerfließt uns unter den Fingern! Irgendwann überlegt Kathrin dann, dass wir wahrscheinlich doch den Flug über Wien nehmen müssen, der 3 Stunden später abfliegt. Für uns keine tolle Vorstellung, aber irgendwie müssen wir ja zurückkommen!

Endlich kommen wir aber doch an und erwischen auch gleich den nächsten Airtrain, der uns direkt bis vor die Check-In-Schalter der LH bringt – aber großer Schreck, der Flug ist gerade geschlossen worden! Es ist allerdings sowieso nur noch eine knappe halbe Stunde bis zum Einsteigen, das können wir eigentlich schon allein mit all den Sicherheitskontrollen und dem langen Weg zum Gate nicht mehr schaffen. Ich bitte Kathrin, doch mal beim First-Class-Schalter zu fragen, ob die uns noch einchecken würden! Sie ist skeptisch, aber tut es – und oh Wunder, jetzt muß alles schnell gehen! Der nette Mann am Counter ruft uns alle zu sich, sortiert schnell unser Gepäck aus, gibt uns eine Begleitung mit auf den Weg, dass wir auf schnellstem Weg durch alle Kontrollen geschleust werden und kommen tatsächlich noch zum Flieger, bevor die Türen geschlossen werden!

Völlig erschöpft fallen wir in unsere Sitze und sind erstmal sprachlos! Wie wir kurz danach von einer der Flugbegleiterinnen erfahren, hatten wir wohl deswegen so großes Glück, weil der größte Teil der Crew incl. der Piloten auch wegen des Unwetters zu spät am Flughafen eingetroffen war…

Wir sind Gäste der Business Class und einige der umsitzenden Business-Leute sind ganz offenbar nicht sehr erbaut über die Vorstellung, dass ein Baby in ihrer Nähe sein wird! Da wir hintereinander liegende Einzelsitze haben, fragen wir einige Passagiere in der vordersten Reihe, ob sie wohl mit uns tauschen würden, damit wir die Möglichkeit haben, eins der von LH vorgehaltenen Babybettchen in die Wand einzuhängen. Aber natürlich (es waren übrigens relativ kleine deutsche Fluggäste) wurden wir total unhöflich abgeblockt – und das in der Business Class, wo wirklich auf jedem Sitz sehr bequem gesessen und geschlafen werden kann! Nur eine Amerikanerin, die eigentlich den Platz neben Kathrin hat, tauscht mit mir – ihr ist das Baby in unmittelbarer Nachbarschaft offensichtlich überhaupt nicht geheuer.

Anna ist gut zu haben und nach dem Abendessen macht Kathrin ihr ein kleines kuscheliges Bettchen zu unseren Füßen und sie schläft die ganze Nacht selig der Heimat entgegen! Unsere ‚Tauschpartnerin’ kann sich morgens zum Frühstück gar nicht wieder einkriegen, dass sie keinen einzigen Ton von dem kleinen Wesen gehört hat – das bravste Kind, das ihr in ihrem ganzen Leben begegnet wäre!

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