Sucre – ein Weltkulturerbe!

Martin holt mich pünktlich ab und ist völlig erledigt als ich ihm die Geschichte erzähle. Er macht sich richtig Vorwürfe, dass er mich hat allein gehen lassen – aber das war ja schließlich auf meinen eigenen Wunsch! Er weiß, wo die Fotoläden sind und hofft, dass wir eine Ersatz-Camera für mich finden werden!
Es ist schwierig – zum einen haben heute am Karsamstag nur einige wenige Läden schon auf. Wie wir erfahren, kommen die meisten heute erst am Nachmittag! Zum anderen gibt es wirklich hauptsächlich Cameras mit eigenem Akku und so eine will ich ja bewußt nicht – auf noch ein extra Ladegerät und einen (meist teuren) Ersatz-Akku, weil ja nicht überall das Laden möglich ist, habe ich überhaupt keine Lust! Mein gewesenes Modell gibt es leider nirgends – von Canon nur die kleinen Ixus oder PowerShots oder die ganz großen SRL-Cameras! Wir klappern alle geöffneten Läden ab, aber werden nirgends entsprechend fündig. Ich hatte gestern im Internet noch ein wenig recherchiert, was als Alternative in Frage kommen könnte und bin auf die Nikon Coolpix gestoßen – also so eine, die ich mir in Hongkong gekauft und dann im Paraná versenkt hatte. Aber die gibt es hier auch nicht. Schlußendlich kaufe ich als Kompromiss die etwas größere Nikon-Coolpix L110, kostete incl. Longlife Batterien etwa 200€. Da ich die bei meinen Recherchen überhaupt nicht „auf dem Schirm“ hatte, weiß ich nicht, ob das günstig oder teuer war – Hauptsache, ich habe wieder eine Camera! Einen 8MB Chip bekam ich zum halben Preis (etwa 15€) dazu und für die Original-Cameratasche (die ich ja leider brauche, weil diese Camera auf keinen Fall in der Vortasche meiner Bauchtasche unterzubringen ist) kostete dann auf Handeln von Martin nur noch umgerechnet etwa 25€.
Da wir noch etwas Zeit hatten, fuhr Martin mit mir kurz an seinem Haus vorbei, um mir stolz zu zeigen, wo er mit Eltern, 3 unverheirateten Geschwistern, seiner Frau und seinen 5 Kindern lebt! Ein relativ kleines zwei-stöckiges Haus, gar nicht weit weg vom Hostel – etwa wie bei uns ein größeres Reihenhaus! Ich bin überzeugt, dass die Familie hier eher zur unteren Mittelklasse gehört und nicht etwa zur Unterklasse – zumindest machte Martin stets einen äußerst properen Eindruck und auch das Taxi war relativ neu und sehr gepflegt (was man von den meisten hier in Bolivien nicht gerade sagen kann). Das sind dann schon ganz andere Wohnverhältnisse als bei uns…
Auf dem Weg zum Flughafen probiere ich die Camera gleich aus – es geht noch zu einem Aussichtspunkt auf halbem Weg und dann ein paar Umwege in El Alto, wo ich ein paar nette Schnappschüsse machen konnte – irgendwie wollte Martin wohl mein Bild von La Paz wieder ein wenig ‚gerade rücken‘ :-).




Bei der Ankunft am Flughafen wollte er dann aber nur den üblichen Preis für die Taxifahrt – es war ihm so peinlich, dass mir gerade hier so etwas widerfahren war! Ich gab ihm für die viele zusätzliche Zeit und die Umwege dann noch mal den gleichen Betrag, den er jedoch nicht nehmen wollte! Erst als ich ihm sagte, er solle das seinem Sohn geben, der gerade angefangen hat, zu studieren, willigte er ein! Es handelte sich für Taxifahrt und Trinkgelt übrigens um einen Betrag von etwa insgesamt 10€!!!
Nach einer herzlichen Verabschiedung („wenn Du wieder einmal nach La Paz kommst, melde Dich wieder bei uns“:-)!) – Martin ist mir wirklich fast so etwas wie ein Freund geworden bei unseren vielen gemeinsamen Unternehmungen, ich habe von ihm viel über das Land hier und die Lebenssituationen erfahren und er war mir sehr behilflich, manchmal unter viel Gelächter, mein Spanisch ein wenig zu „perfektionieren“ – trennen sich unsere Wege jetzt endgültig.
Da mein Flug ein wenig verspätet sein wird, gehe ich im Restaurant noch eine Kleinigkeit zu Mittag essen – ich suche mich eine italienische Vorspeisenplatte mit Salami, Käse, Schinken und Oliven aus. Als die kommt, ist statt Schinken nur eine Art Bierschinken dabei, aber auf meine Nachfrage wird mir gesagt, dass das ‚Schinken’ sei. Ich esse in paar Rädchen von der Salami (etwa 1-cm-dick geschnitten :-() und ein paar Würfel Käse – es schmeckt mir nicht wirklich und lasse den Rest zurück gehen. Kaum habe ich gezahlt, wird mein Flug auch aufgerufen – diesmal ist es eine kleine Düsenmaschine, mit der ich fliege!
Es ist nur eine knappe Stunde bis Sucre, es gibt wieder einiges unterwegs zu bestaunen
und schon landen wir. Auch hier ist der Flughafen auf der Höhe – es wurde einfach eine ganze Bergkuppe ‚abgehobelt’ in dieser sehr hügeligen Gegend! Ansonsten ist es auch ein eher kleiner Flughafen, was aber immer den Vorteil hat, dass das Gepäck meist mit einem selbst auch in der Gepäckhalle ankommt!


In Sucre befinde ich mich jetzt „nur“ noch auf etwa 2800 m, es ist herrlicher Sonnenschein und auch relativ warm – ich freue mich sehr auf diese ‚weiße Stadt’, deren koloniale Altstadt ein ‚Weltkulturerbe’ ist!
Sofort nach meiner Ankunft ist wieder ein Schwarm von Taxifahrern um mich herum. Ich tue so, als ob sie gar nicht da wären und gehe erst einmal zur Information, die – trotz Karsamstag – auch geöffnet hat (die Tourismus-Information ist dagegen wg. ‚Semana Santa’ (Heiliger Woche) geschlossen)! Dort frage ich erst wieder, wie viel eine Fahrt ungefähr kosten darf, ehe ich mich in die Hände eines jungen Fahrers und seines mehr als abenteuerlichen Autos begebe (was ich ja erst zu sehen kriege, als ich ihn ausgewählt hatte :-(), der mich aber trotzdem wohlbehalten vor meinem Hostel abliefert!
Dort hängt schone ein Zettel an der Tür „fully booked!“ – mir wird etwas mulmig! Ich habe eigentlich erst am Morgen ein Reservierung hier, hatte aber am Donnerstag abend noch eine Mail geschickt, daß ich einen Tag eher kommen würde, weil es am Sonntag keinen Flug mehr gab. Da ich keine Antwort erhalten habe, ging ich davon aus, dass das okay gehen würde! Ein Junge öffnet mir auf mein Klingeln, er spricht etwas Englisch und meinte, ich möchte ein paar Minuten warten, sein Mutter würde gleich kommen.
Welche Überraschung, als sich dann herausstellt, dass Jaqueline, so heißt die Besitzerin hier, Schweizerin aus Basel, sehr gut Deutsch spricht. Sie hat keine E-Mail von mir erhalten, aber – neuerliche Überraschung – das Zimmer ist schon frei und ich könnte es in 10 Minuten beziehen, da es gerade frisch gemacht wird! Mir fällt ein Stein vom Herzen und ich bin richtig glücklich – es ist ein wunderschönes altes Haus mit einem Patio und macht einen sehr gepflegten Eindruck. Wie mir Jaqueline kurz darauf während einer kurzen Einweisung in die Gegebenheiten in Sucre nebenbei erzählt, haben sie das Haus hier seit etwa 10 Jahren. Sie gibt mir einen Stadtplan an die Hand, zeichnet mir die wichtigsten Plätze ein (Supermarkt, Gemüsemarkt, französische Bäckerei, Naturkostladen, Wäscherei-dringendst nötig!!) und rät mir sehr zu, morgen auf den Sonntagsmarkt nach Tarambuco zu fahren, einem Ort nicht weit weg von hier! Es gibt eine Agentur, die den Transport für billiges Geld organisiert, auch die ist mitten in der Stadt!

Jetzt ist das Zimmer fertig und ich bin begeistert! Das ist wirklich das schönste Hostelzimmer, dass ich bisher während meiner langen Reise hatte! Ein wenig erinnert es mich in seinem Minimalismus an mein geliebtes Hotel Nizza, wo ich früher in Frankfurt immer abgestiegen bin! Endlich wieder einmal ein richtig breites Bett mit einer sehr guten Matratze, eine kleine Sitzgruppe, ein Regal und zwei Kleiderhaken mit Kleiderbügeln – das reicht und mehr braucht man nicht. Im Bad ist ein Waschbecken, eine Toilette und eine Dusche – klein, aber fein (selbst der Duschvorhang wird nach jedem Gast erst gründlich gewaschen und gereinigt!). Auch ansonsten ist alles super-sauber und auf der Terrasse vor meinem Zimmer steht auch noch eine Sitzgruppe mit Liegestühlen. Die Gemeinschafts-Küche ist nur über die Terrasse – ich fühle mich einfach sofort wohl hier!
Ich stelle schnell meine Sachen ab und gehe gleich in die Stadt – meine Wäsche wegbringen, meine Fahrt morgen organisieren und das Nötigste einkaufen!

Ein hübsches Städtchen empfängt mich – hübsche kleine Straßen und Gassen schöne Gebäude, ein herrlicher zentraler Platz, viele andere kleine Plätze (Treffpunkte für die Einheimischen!) ein Gemüse- und Obstmarkt, von dem man nur träumen kann und die empfohlenen Geschäfte sind auch super! Meine Wäsche bekomme ich am Montag wieder, im Naturkostladen hole ich mir eine große Tüte Granola-Müsli zum Frühstück und dann geht es zum etwas weiter entfernten Supermarkt – Obst und Gemüse werde ich erst auf dem Rückweg einkaufen!
Schon auf dem weiteren Weg merke ich plötzlich ein übles Bauchgrummeln. Am Supermarkt bin ich froh, dass es eine Toilette gibt – ich habe eine wenig Durchfall! Das darf doch wohl nicht wahr sein – noch nie in meinem Leben hatte ich mit so was zu tun und gerade jetzt. Aber vielleicht ist mir nur der Ärger wegen der Camera ein wenig auf den Magen geschlagen? Die Lust auf Einkaufen ist mir allerdings fast komplett vergangen. Ich nehme nur ein Wasser mit, zwei Semmeln und eine Tüten-Hühnersuppe – wenn ich heute abend sonst nichts weiter esse, ist das morgen bestimmt wieder vorbei.
Hoffnungsvoll kaufe ich auf dem Rückweg auch noch das Ticket für die Tour morgen, lasse aber Gemüsemarkt Gemüsemarkt sein und will nur noch heim!
Ein paar Minuten später geht es mir dann richtig schlecht und ich bin während der kommenden Nacht heilfroh, dass ich ein eigenes Bad habe! Meine Güte – was geht es mir dreckig, der Ausflug morgen wird wohl ohne mich stattfinden müssen!

Sonntag, 24.4.2011
Ja, das war wohl nichts mit dem Sonntagsmarkt – abgesehen von meinen körperlichen Umständen habe ich die ganze Nacht so gut wie nicht geschlafen und einen Ausflug könnte ich so oder so nicht genießen. Ich bin froh, dass es nur etwa 4€ sind, auf die ich jetzt verzichten muß. Mehr tut es mir leid um das farbenprächtige Spektakel, das ich versäume! Aber ich bin weiterhin an mein Bett und mein Bad ‚gefesselt’. Ich gehe nur mal kurz in die Küche und mache mir eine große Kanne dünnen schwarzen Tee mit ein wenig Zucker und Salz – die Elektrolyte sollen nicht zu kurz kommen! So hatte ich mir mein Osterfest nicht gerade vorgestellt – erst die Camera weg und jetzt auch noch krank:-(!
Mittags klopft es dann – Jaqueline steht vor der Tür und ist ganz erstaunt, mich im Zimmer vorzufinden. Sie wollte mir einen kleinen Schokoladen-Osterhasen als Überraschung auf den Tisch stellten – ist das nicht rührend? Zusammen mit meiner ‚Biergarten-Kerze aus dem „Care-Paket“ von Stephan und Monika ist das jetzt meine kleine ‚Osterfreude‘!
Der Nachmittag vergeht ebenfalls meistenteils im Bett und abends koche ich mir meine Hühnersuppe (welche weiser Entschluß, die zu kaufen!) – mal sehen, ob ich sie behalten kann! Ich bin inzwischen ganz sicher, dass das Essen im Flughafen-Restaurant nicht in Ordnung war, denn zum Frühstück gestern hatte ich nur Toast mit Butter und Tee, das Gebäck vom Flugzeug ist noch in meiner Tasche und hier hatte ich noch keine Zeit oder Gelegenheit etwas zu essen – wahrscheinlich habe ich schon deshalb unbewußt den größten Teil zurückgehen lassen (welch ein Glück!!!)!
Die Suppe tut gut, wenn es auch erstmal nur eine Tasse voll ist! Dazu eine neuerliche Kanne Tee und dann zurück ins Bett!

Montag, 25.5.2011
Auch heute Nacht kaum geschlafen – ich musste zwar nicht mehr ganz so oft das Bad aufsuchen, hatte aber fürchterliche Bauchkrämpfe. Erst als ich mir gegen Morgen in Ermangelung einer Wärmfläsche meine Strickjacke und meinen guten Pashmina-Schal vom Souq in Mutrah um meine ‚Mitte’ gewickelt hatte, wurde es etwas besser. Gegen 12h kam Jaqueline und fragte, wie es mir geht – eigentlich sollte auch das Mädchen saubermachen hier, aber das habe ich lieber auf morgen oder übermorgen verschoben!
Ich habe mich entschlossen, noch bis nächsten Montag hier zu bleiben – es ist so schön hier und ich habe ja von den beiden Tagen bisher gar nichts nutzen können und so kann ich mir den Markt dann nächsten Sonntag anschauen. Es geht auch von den Reservierungen her und ich kann wieder in mein Bett verschwinden.
Nachmittags koche ich mir die restliche Suppe noch einmal auf – lecker und gegen Abend habe ich dann das erste Mal ein wenig Hunger und esse eine halbe trockene Semmel. Toi, toi, toi – es geht alles gut und ich hoffe, dass ich morgen wieder einigermaßen auf dem Damm bin!

Dienstag, 26.4.2011
Ja, es geht langsam besser! Ich habe auch deutlich besser geschlafen! Zum Frühstück mache ich mir schon mal ein Rührei ohne alles… Gegen Mittag mache ich mich doch auch mal ‚stadtfein’ gehe meine Wäsche abholen. Dabei bringe ich mir vom Markt auch gleich ein paar Kartoffeln, ein paar Mohrrüben und Wasserrüben mit! Das soll heute mein Abendessen werden – mein Magen macht sich nämlich inzwischen ziemlich bemerkbar. Die ‚Tee-Diät’ + 1 trockene Semmel, 1 Ei und eine dünne Nudelsuppe waren offenbar für 3½ Tage nicht ausreichend!
Der Markt hier ist endlich wieder einmal ein richtiger Markt – farbenfroh und mit einer Riesenauswahl vor allem an Obst! Ich freue mich auf die nächsten Tage – sobald ich wieder ganz in Ordnung bin, werde ich in frischen Früchten schwelgen! Es sind alles indigene Frauen, die hier verkaufen – das sieht so hübsch aus, bunte Trachten, witzige Hüte und wirklich sehr individuelle Gesichter!
Beim Rückweg gehe ich an der von Jaqueline empfohlenen Bäckerei vorbei – tatsächlich, die hat richtig leckeres französisches Baguette! Da nehme ich mir eins mit, eine Hälfte davon soll es morgen zum Frühstück geben!
Aber dann geht es auf kürzestem Weg nach Hause! Es ist sehr kühl heute und der Himmel ist in tiefes Dunkelgrau gehüllt!
Nach einem Mittagsschlaf lade ich meinen Blog weiter – dick eingepackt, denn die Verbindung ist am Besten draußen auf der Terrasse oder im Patio, dem Innenhof! Die Fotos müssen erstmal noch warten, die Internet-Leitung ist überdies nicht sehr stabil! Anschließend sitze ich, immer noch warm eingepackt, bei heißem Tee mit einem Ehepaar aus Bremen auf der Terrasse zum ‚Klönen’! Und dann ist endlich Abend und ich bereite meine ‚Schonkost’ vor! Alles zusammen gekocht und dann zu Brei gestampft, ein kleines Stücken von der hier üblichen ziemlich salzigen Butter dazu – ein Festessen!!! Ich esse gaaanz langsam, damit ich lange etwas davon habe! Das werde ich mir morgen Mittag gleich noch mal machen!
Abends ist dann die Internet-Verbindung in meinem Zimmer auch einigermaßen vorhanden – wenn ich ganz nahe an der Tür sitze! Das Zimmer ist zwar auch nicht geheizt, aber es ist hier doch deutlich wärmer als draußen! Und ich schaffe es dann, meinen Blog endlich wieder mal aktuell zu haben! Die Fotos werden dann in den nächsten Tagen nach und nach folgen!

Mittwoch, 27.4.2011
Das Abendrot hat gelogen, es ist wieder ekelhaftes Wetter – was für ein Pech, wo es mir heute endlich deutlich besser geht! Aber ich wickle mich warm in meine Bettdecke ein und ‚vertreibe‘ mir die Zeit mit der Organisation meiner Weiterreise. Ich muß für Santa Cruz eine Unterkunft finden – ich habe dort zwar eine SERVAS-Familie gefunden, aber das geht ja immer nur für 2 Tage – also für die restlichen geplanten 4 dort muß ich etwas anderes organisieren.

CouchSurfing funktioniert hier in Süd-Amerika übrigens bisher überhaupt nicht – aber da hatte mich Diana schon ein wenig vorgewarnt! Eine alleinreisende Frau, noch dazu in meinem Alter – das allein wäre in Argentinien (und wahrscheinlich auch in den anderen Ländern) schon ein absolutes NoGo! Und dann noch bei den fast ausschließlich männlichen (jungen) Gastgebern anzufragen – da machen sich die ‚Gastgeber‘ schon nicht mal mehr die Mühe, zu antworten :-)! Nur von zwei jungen Männern hatte ich eine Antwort – den einen hatte ich damals für Salta angeschrieben. Wie es sich heraus stellte, ist er Berufssoldat bei der Marine und ‚wohnt‘ nur immer zwischen seinen Einsätzen in Salta, wo er auch herkommt! Muß ja auch sowas wie ein Traum von ‚Gebirgsmarine‘ gewesen sein – Salta ist ja nun soweit vom (argentinischen) Meer entfernt, wie es viel weiter garnicht sein kann :-)! Der hatte mir allerdings angeboten, falls ich noch nach La Plata kommen sollte, daß ich jederzeit ein paar Tage bei ihm bleiben könnte – leider war das aus Zeitgründen nicht möglich! Der zweite war ein Gastgeber in La Paz, der aber gerade in der Zeit in den USA war, als ich in La Paz eintraf!

Hier in Bolivien ist das einerseits besonders schade, da ich es mehr als interessant gefunden hätte, von Einheimischen (wenn auch eher mittelständischen – nur die könnten wahrscheinlich jemand zusätzlichen beherbergen und sprechen zumindest ein wenig Englisch) etwas mehr über ihre Lebensbedingungen zu erfahren (über die kleinen Infos von Martin oder Ruben hinaus), andererseits kommt natürlich dem ‚Schonen der Reisekasse‘ hier überhaupt keine Bedeutung zu. Die Unterkünfte sind sowieso stets mehr als günstig – sogar für mich, wo ich gerne auf die etwas ‚gehobeneren‘ Hostels ausweiche!

Nach Santa Cruz habe ich mich in Cuzco in einem ‚richtigen‘ Hotel einquartiert! Das ist mehr als günstig (Halbpension für etwa 35€ :-)) und ein Teil der Einkünfte werden dort an ein Mädchen-Waisenhaus weiter gegeben. Darüber hinaus sieht es einfach alles hinreißend aus http://www.residenciaelrosal.com/en/– und es hat Heizung in jedem Zimmer! Darauf habe ich besonders geachtet nach meinen Erfahrungen in den letzten beiden Tagen hier! Und in Cuzco wird es noch mehr ‚Herbst‘ sein als hier, wenn ich Pech habe…

Donnerstag, 28.4.2011
Heute ist das Wetter wieder schön – erstaunlich, wie angenehm warm es dann sofort auch wieder wird! Jaqueline hat mir auf meine Bitte hin einen jungen Taxifahrer vermittelt, der mit mir zum ‚Castillo‘ fahren wird. Das ist das mehr als prachtvolle Haus des vor etwa 100 Jahren reichsten Mannes von Bolivien. Er und seine Frau (kinderlos!) waren das einzige „Prinzenpaar“ in Bolivien, allerdings nur von ‚Papstes Gnaden‘! Der nämlich hatte die beiden sozusagen ‚gekrönt, weil sie ihr vieles Geld auch in zahlreiche caritative Zwecke einfließen ließen, u.a. auch ein Waisenhaus für etwa 100 Kinder (war zu der Zeit absolut bemerkenswert war!) auf dem Grundstück des ‚Schlosses‘!
Das Gebäude selbst ist sowas wie ein bolivianisches Neuschwanstein – ein Mix aus allen möglichen Architekturstilen, selbst ein sehr arabisch anmutendes Minarett fehlt nicht! Leider ist es innen total leer – bei den Erbstreitigkeiten nach dem Tod der beiden wurde das meiste von den gierigen Erben verhökert. Nur ein winziger Teil ist hier in Sucre in einem Museum untergebracht. Auch das Waisenhaus wurde damals natürlich sofort aufgelöst – jeder Centavo zählte!
Und es waren offenbar viele, viele Centavos, denn diese Familie ist heute immer noch eine der ganz reichen und einflußreichsten in Bolivien! Sie können es sich z.B. bis heute leisten, für ihre Bauprojekte (Supermarkt, Kino etc.) einfach mal ganze Quartiere abreißen zu lassen und nach ihren Vorstellungen zu bebauen – für ’normal Sterbliche‘ einfach undenkbar, für die ist der ‚Weg durch die Distanzen‘ mehr als mühsam!
Das ‚Schloß‘, so „ausgeschlachtet“ wie es dann nach dem Zugriff der erbenden ‚Hyänen‘ war, wurde ‚großzügig‘ an den bolivianischen Staat verschenkt. Der hat dann auf dem dazugehörigen Gelände eine Militärschule eingerichtet und das ‚Schloß‘ viele Jahre erstmal sich selbst überlassen – bis es 1970 zum ‚Monumento Nacional‘ erklärt wurde…

Dieses Paar lebte hier nur immer in kurzen Zeitabschnitten – sie waren, vor allem in ganz Europa, als Botschafter für Bolivien unterwegs! Prinz Francisco war sogar ein deutscher Minister: Minister of Plenipotentiary, also bevollmächtigter Gesandter! Nach dem Tod Franciscos 1910 reiste seine Frau auch weiterhin viel, ohne das Wohl der Waisenkinder von Sucre aus den Augen zu verlieren! Erst 1932, als der Krieg zwischen Paraguay und Bolivien ausbrach, kehrte Prinzessin Clothilde für immer nach Sucre zurück, wo sie dann im Oktober 1933 gestorben ist (es wurde deswegen damals sogar Staatstrauer ausgerufen!).
Die Zufahrt zum ‚Castillo Glorieta/Schloß Gloriette‘ führt durch das Gelände dieser Militärschule („Der Adlerhorst“!), deshalb müssen wir davor am Straßenrand parken und zu Fuß zum Haus gehen! Vorbei an den ehemaligen Ställen und der Remise (also dem großen Raum, wo alle die Kutschen und Wagen der damaligen Bewohner unter gebracht waren) geht es zum pompösen Eingangsportal! Das Gebäude wird offenbar gerade restauriert. Einige der zahlreichen Räume sind gesperrt wegen ‚toxicos‘ – ich vermute, daß die alten, noch erhaltenen Steinfußböden irgendwie chemisch behandelt worden sind. Es stehen dort, wie auch in anderen Räumen, überall neue Glasvitrinen herum – vielleicht ist hier jetzt doch etwas wie ein Museum hier in Vorbereitung? Die Räume, die man besuchen kann, zeigen jedoch noch viel vom damaligen Reichtum: Die Fußböden in den Gesellschaftsräumen sind mit kunstvollem Parkett ausgelegt, die Decken aufwändig mit golden überzogenem Stuck verziert. Überall gibt es riesige Bleiglasfenster, der Hauptinnenhof ist mit einer strahlend blauen Glaskuppel überdacht! Der ‚Minarett-Turm‘ (der höher ist) war damals dem Hausherrn vorbehalten, ein zweiter Turm ‚gehörte‘ der Ehefrau. Der ist leider im Moment nicht zugänglich, was ich sehr schade finde – habe ich doch in der Beschreibung außen gelesen, daß er auch innen eine chinesischen Pagode nachempfunden sein soll! Es gibt einen speziellen Raum, in dem 6 großformatige Ölgemälde hängen – zwei zeigen das Prinzenpaar bei einer Privataudienz bei Leo XIII. und die anderen ebenfalls Treffen mit hochrangigen kirchlichen Würdenträgern. Auch eine Privat-Kapelle, gleich neben dem Wohnzimmer, ist vorhanden. Im Weinkeller sollen alle namhaften Weine Europas gelagert worden sein – hier war wirklich nichts zu teuer…



Im Garten gibt es eine Vogel-Voliere, ein Puppenhaus, einen großen Springbrunnen etc. – da er aber voller Baumaterial steht, habe ich auf einen Rundgang dort verzichtet. Kurz vor Ende des Rundgangs laufen uns noch einige Jugendliche über den Weg, die hier ein Theaterstück aufführen wollen und dafür üben! „Prinz und Prinzessin“ – mal von Halbwüchsigen und nicht von Kindern gespielt :-)! So hat das leerstehende Gebäude halt doch ein wenig Leben – hoffentlich wird das bald ein wenig mehr!

Auf dem Rückweg fahren wir an einigen großen Haziendas vorbei – offenbar auch Überreste aus dem ‚reichen‘ 19.Jh.! Die Felder werden zwar bewirtschaftet, aber die großen ‚Herrenhäuser‘ stehen lt. Hippolito, meinem Begleiter, größtenteils leer!

Den Abschluß dieses Vormttags bildet der Besuch des Haupt-Friedhofs in Sucre – nach de Wohnhaus möchte ich mir auch das Mausoleum des Ehepaares Argandona anschauen!
Der Friedhof ist das genaue Gegenteil vom Friedhof Recoleta in Buenos Aires! Zwar gibt es auch unzählige Mausoleen, aber hier sind sie eingebettet in eine grüne und sehr gepflegte Parklandschaft! Es ist wie eine Oase im geschäftigen Leben ringsum! Das Mausoleum ist ganz nahe am Eingang – ein heller, luftiger Bau, im Inneren mit einer überlebensgroßen Engelsfigur und einem weißen Marmor-Sarkophag. Auch die übrigen Mausoleen hier sind überraschend schlicht gehalten, es gibt auch ein paar wenige Erdgrabstätten, die ebenfalls bescheiden gestaltet sind. Die meisten Grabstätten gibt es nach ‚italienischem Muster‘ als „Fächer“ in den den Friedhof eingrenzenden Mauern! Hier wird mir das erste Mal dramatisch bewußt, wie hoch die Kindersterblichkeit hier im Lande offenbar noch ist – so viele Kindergräber habe ich noch auf keinem Friedhof wahrgenommen! Jedes dieser ‚Fächer‘ für Kinder ist überreich mit allen möglichen Spielzeug-, Engels-, Madonnen- und anderen Figuren geschmückt – und, wie bei den Erwachsenen, neben Blumen, stets auch mit einem kleinen oder größeren Gefäß mit Wasser! Letzteres ist für ‚pachamama‘ gedacht – man kann ja nie wissen, wohin die letzte Reise geht… Es ist schon eine ganz spezielle Mischung an christlicher und Naturgötter-Religion, die hier in Bolivien in weiten Teilen gelebt wird!

Vom Blumenmarkt vor dem Friedhof nehme ich noch zwei Rosen mit! Eine für Jaqueline, die sich soviel Mühe mit mir gegeben hat und immer noch gibt und eine für die Mutter einer jungen holländischen Mitbewohnerin,die heute Geburtstag hat. Sie ist in den letzten Tagen hier angekommen, um ihre Tochter, die hier 4 Monate in einer wohltätigen Organisation gearbeitet hat, wieder nach Hause zu begleiten!

Nachmittags gehe ich kurz noch in die Stadt – ich möchte mir die Karten für den Sonntagsmarkt besorgen und ein paar Postkarten im Postamt einliefern! Außerdem gehe ich in der ‚Natural Pharmacy‘ vorbei und kaufe mir für morgen früh ein richtiges ‚Roggenbrot‘!!! Der nette Verkäufer dort, der aus der Schweiz kommt, empfiehlt mir auch noch ein paar ‚Kügelchen‘ gegen die Beschwerden bei großer Höhe – das würde mir das literweise Trinken von Coca-Tee (den ich schon bald nicht mehr riechen kann :-)) ersparen. Gerne sage ich da zu, obwohl ich gespannt bin, wie ich davon 10 unter der Zunge zergehen lassen soll – sie sind jede etwa 2mm im Durchmesser… Aber zum einen liegt Sucre immer noch auf etwa 3.400 m und in den nächsten Tagen möchte ich noch nach Potosi, das deutlich höher liegt!

Jetzt wird es wieder Zeit fürs Bett – ich merke, daß ich immer noch nicht so richtig fit bin! Total müde und abgespannt falle ich erst einmal in einen tiefen Nachmittagsschlaf. Ich möchte heute abend einigermaßen fit sein – mit den beiden netten Holländerinnen will ich heute abend noch eine Show mit bolivianischem Tanz besuchen! Wir verabreden auch, daß wir die Tour nach Potosi am Samstag gemeinsam machen wollen – Jaqueline hat einen Taxifahrer an der Hand, der ihr von anderen Gästen empfohlen wurde. Er soll auch Englisch sprechen können und für 3 Personen ist es ein mehr als günstiges Vergnügen!
Die Show ist ein wunderbarer Spaß – mehrere Tanzgruppen stellen uns ein furioses Feuerwerk von temperamentvollen Volkstänzen aus allen Regionen Boliviens vor! Es ist schon mehr Akrobatik statt Tanz und man muß sich wundern, wie sie das in der dünnen Luft hier so hinbekommen!

Vollauf begeistert und hoch zufrieden fangen wir uns danach ein Taxi und lassen uns nach Hause fahren! So viele positive Stimmung wirkt sich auch auf meinen Gesundheitszustand aus – ich schlafe schnell ein und tief und fest durch!

Freitag, 29.4.2011
Ja, es ist ein herrlicher Tag heute – obwohl es draußen wieder etwas bewölkt ist! Aber ich sprühe vor Energie! Schnell in der Bäckerei um die Ecke (‚Todo Pan‘ = Alles/Nur Brot) ein köstliches frisches Baguette geholt (kann es mit jedem in Frankreich aufnehmen :-)!), das gibt zusammen mit einer Tasse Tee, ein wenig Butter und einem Rührei ein bekömmliches Frühstück!
Heute werde ich mir die ‚Geburtsstätte von Bolivien‘ anschauen – nämlich das Gebäude, in dem die Unabhängigkeit von Spanien damals vertraglich gesichert und die erste Verfassung ausgerufen wurde. Witzigerweise wurde dieses Haus später von dem ‚Prinzen von Glorieta‘ für seine Bank genutzt – heute ist es jedoch ein Museum! Hier gibt es einige alte Möbel zu sehen, viele alte Gemälde – den Freiheitskampf betreffend, eine Galerie aller Präsidenten der Republik seit Gründung, alle möglichen Orden (teilweise sehr kostbar mit Diamanten etc. besetzt), alte Uniformen, aber vor allem den Raum, in dem 1825 das ‚Gründungsdokument‘ unterzeichnet worden ist! Namensgeber für die neue Republik war Simon Bolivar, der sich – obwohl aus Venezuela – sehr bei den Befreiungskriegen hervor getan hatte!
Dummerweise haben die Kirchen vormittags geschlossen – machen erst am späten Nachmittag für Besichtigungen auf!
Es ist wirklich erstaunlich, wie man sich hier in Gassen und Straßen einer spanischen Stadt zurück versetzt fühlt – Kirchen, Torbögen, Innenhöfen, Häuserfronten mit den typischen Balkonen oder besser ‚Balkönchen‘, alte Straßenlaternen – und vor allem hier in Sucre alles gut erhalten und gepflegt!

Das Museum ist klein, aber fein! Sehr gepflegt empfängt einen schon der gemütliche Innenhof. Auch in den Nebengebäuden gibt es hübsche Treppenaufgänge und Innenbalkone! Der Hauptraum ist natürlich der Raum, wo die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde und die ersten ‚Kammern‘ tagten! Dort gibt es noch die Original-Einrichtung, auch den Gedenkstein, auf dem das Original der Unabhängigkeitsurkunde unterschrieben wurde und heute noch (unter einem Glassturz) zu sehen ist! Witzigerweise stehen auch 2 alte Leichenbahren aus der Zeit mitten in dem Raum – ob als ‚memento mori‘ oder weil man keinen anderen Platz gefunden hat, erschließt sich mir nicht…


In einem Nebenraum sind allerhand Gemälde aus der Zeit ausgestellt – u.a. auch von einer jungen Frau aus reicher spanischer Familie, die sich den Freiheitskämpfern angeschlossen hatte, 500 Frauen um sich scharte und in der Schlacht von Cochabamba zusammen mit all diesen Frauen gefallen ist, die heute wie eine Heilige verehrt wird! Es gibt auch ein Porträt, das Che Guevara zum Verwechseln ähnlich sieht – auch das war ein Freiheitskämpfer (aus Brasilien statt aus Argentinien), der sich für ein fremdes Land (für Bolivien statt Kuba) sehr eingesetzt hat – aber eben schon 150 Jahre früher!

Ein Raum ist ganz den verschiedenen Präsidenten Äras gewidmet – mit den Gemälden von ihnen, einem Expemplar aller Orden, die von ihnen verliehen wurden, Münzen und Geldscheinen aus der Zeit, Waffen, Uniformen, Schriftstücke…
Besonders an den Orden kann man noch gut sehen, wie reich dieses Land zu der Zeit war!
Voll mit neuen Eindrücken verlasse ich dieses ‚gastliche Haus‘ und schlendere weiter durch die umliegenden Gassen!
Plötzlich bin ich wie elektrisiert – ich sehe eine kleine Fahne an einer Hauswand, die eine komplette Symbiose zwischen deutscher (schwarz-rot-gold) und bolivianischer (rot-gold-grün) Flagge aussieht! Was das wohl bedeutet? Beim Näherkommen sehe ich aber bald Vertrautes – das deutsche Konsulat residiert hier!
Im Innenhof ist ein gemütliches Café für die Deutsch-Bolivianische Begegnungssätte eingerichtet, wo ich heute wieder mal einen Kaffee trinken möchte! Die (bolivianische!) Köchin hat deutschen Apfelkuchen gebacken, davon bestelle ich mir doch auch gleich ein Stück (und weil ich mich heute wieder richtig gut fühle, auch ausnahmsweise Sahne dazu!

So gestärkt gehe ich weiter auf Entdeckungsreise, komme an der Rechtsfakultät der Universität von Sucre (übrigens die erste Süd-Amerika!) vorbei, die noch in einem der ganz alten Gebäude, gruppiert um einen riesigen Innenhof, untergebracht ist! Langsam setzt die Dämmerung ein und ich wandere durch die nun schon hie und da beleuchteten Straßen und Gassen nach Hause! Im Supermarkt gehe ich noch schnell ein paar Getränke und Cräcker für die morgige Tour nach Potosi besorgen und was lacht mich da im Getränkeregal groß an? Ein deutsches ‚Faß‘ Bier – wenn auch kein Münchner… Jetzt aber zurück, es ist schon fast dunkel und morgen muß ich wieder früh raus!

Montag, 2.Mai 2011

Es heißt wieder mal Tee-Diät und im Bett bleiben! Heute morgen war ich mal auf wackeligen Beinen in einer Apotheke. Das sind hier in Süd-Amerika die ersten Anlaufstellen bei allen gesundheitlichen Problemen – Ärzte sind sehr teuer und meist dauert es Wochen, bis man einen Termin bekommt und die Apotheker/innen sind i.d.R. sehr kompetent (und sprechen oft zumindest einfaches Englisch!). Als ich ihm mein Problem schildere, daß ich immer wieder von Durchfällen heimgesucht werde, obwohl ich sicher bin, daß es nicht vom Essen kommen kann, bestätigt er meine insgeheime Vermutung, daß das wohl mit der ungewohnten Höhe zusammen hängt! Er rät mir, mich dann ruhig zu verhalten, für ein paar Stunden auf Tee und trockene Cracker auszuweichen, dann sollte es wieder okay sein – und ich soll auch bei diesen Symptomen meine Diamox-Tabletten nehmen, die würden den ganzen Kreislauf ein wenig stabilisieren!
Also gut – also wieder zurück ins Bett – morgen geht mein Flug nach Santa Cruz und da will ich einigermaßen fit sein! Das fällt heute auch überhaupt nicht schwer – es ist total bewölkt und eiskalt geworden, unter der Bettdecke ist es schön warm (zumindest mit den dicken Socken!). So hatte ich mir den letzten Tag hier in Sucre so gar nicht vorgestellt!

4 Antworten zu Sucre – ein Weltkulturerbe!

  1. Sohn #1 schreibt:

    nachdem wir ja seitdem schon gemailt hatten, geht sdir ja gottseidank schon wieder besser…
    hab mal geschaut, deine neue camera kostet bei amazon knapp 230.- euro, von daher war dein preis nicht so ganz schlecht (abgesehen davon, daß es super ärgerlich ist…)

    sonnige grüße
    sohn#1

  2. Jochen schreibt:

    Liebe Christine,

    ich habe mit Begeisterung deine Zeilen zu Bolivien gelesen. Dein Bericht zu „Rurre“ haben mich ins Jahr 1987 zurückgeführt als ich dort durchreiste.

    In Sucre hatte ich 1984 das Glück, dass die Airlines bestreikt wurden u wir dort einige Tage länger als geplant sein durften. Dort atmet man noch heute das Ambiete, das Simon Bolivar hinterlassen hat.

    Buen viaje y suerte,
    Jochen

    • grannyontour schreibt:

      Das stimmt – Sucre ist einfach wunderschön (und alt!)! Bin hier auch für 10 Tage und das ist keiner zuviel! Heute war ich in Tarabuco auf dem Sonntagsmarkt – ein Ereignis, aber auch die Fahrt dorthin und zurück!
      Am Dienstag geht es, so die Fluggesellschaft es will, nach Santa Cruz und dann am nächsten Wochenende weiter nach Peru!
      Euch weiter einen wunderschönen Frühling/Frühsommer!

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