Die Provinzen Quintana Roo + Yucatan in Mexico

Quintana Roo ist mein erstes Ziel auf der Halbinsel Yucatan – die Provinz, in der der Flughafen und die Stadt Cancun liegen! Hier werde ich mich hauptsächlich aufhalten! Die Provinz Yucatan wird nur das Ziel für einen Tagesausflug sein! Ich habe nämlich beschlossen, daß ich meine ursprünglich geplante Rundreise auf der Halbinsel zugunsten von ein wenig ‚Bodenständigkeit‘ abändere! Langzeit-Busfahrten und Hostels hatte ich in den 4 Monaten Süd-Amerika vielleicht doch genügend…

Sonntag, 29. Mai 2011

Der Flug ist weiter verspätet – endlich um 1.30h fliegen wir dann ab! Bin sehr gespannt auf das Umsteigen in Mexiko City – aber das ist ja dann wohl Sache von Continental… Die Sitze, auf denen ich ursprünglich gebucht war und dann wieder ‚weggebucht’ wurde, sind übrigens leer! Aber ich habe einen Gangplatz in einer 3er-Reihe mit einem freien Platz neben mir. An Schlafen ist trotzdem nicht zu denken – das geht bei mir einfach nicht im Sitzen :-(! So vertreibe ich mir die 6 Stunden mit Fotos sortieren und ein bisschen lesen. Es werden auch Filme angeboten, die aber etwas kosten (und das Schärfste – kaum hatten die Filme angefangen, fiel das System komplett aus!). Ich habe gerne darauf verzichtet und die, die bezahlt hatten, müssen sich jetzt mit dem mehr als unfreundlichen Bordpersonal um die Geldrückgabe streiten!
Es gibt immerhin ein kostenloses Frühstück – ein fast eisgekühltes Mini-Croissant mit Scheibletten belegt und dazu EINE Tasse Tee oder Kaffee (hier ist nichts mit ‚refill’!) Daran muß ich mich jetzt langsam gewöhnen – ich habe mit dieser merkwürdigen Airline noch einige Flüge vor mir :-(!

Auf dem ‚Benito Juarez Airport’ in Mexiko City stellt sich zu meiner Erleichterung heraus, dass es eine Zeit-Differenz gibt und ich kaum verspätet angekommen bin! Das ist auch gut so, denn die Gepäckausgabe dauert ewig: Alles Gepäck jedes einzelnen Gepäckwagens wird vor der Gepäckhalle nebeneinander auf den Boden gestellt und dann dürfen 2 Hunde eine Weile da herum schnuppern. ‚Abgeschnuppert’ werden diese Gepäckstücke auf das Band gelegt und nach innen zu uns Wartenden befördert. Erst wenn alles das innen angekommen ist, wird draußen der nächste Wagen entladen usw. usw. usw. Das dauert dann doch, aber die Zollkontrolle danach geht fix – jeder muß einen Knopf an einem Zufalls-Generator drücken! Wenn ein rotes Licht angeht, muß das Gepäck geöffnet werden, bei einem grünen Licht wird man durchgewunken – ich hatte grün!!!
Auch die Immigration ist ausgesprochen schnell und freundlch, danach muss ich mir nur den Weg zu den ‚Departures Nacionales’ suchen. Vorher hilft mir ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens bei der Gepäck-Wiederaufgabe, damit ich nicht noch mal anstehen muss. Als ich mehr oder weniger mit ‚hängender Zunge’ vor den Abflug-Gates ankomme, stelle ich fest, dass auch dieser Flug wieder verspätet sein wird…

Auf dem kurzen Weiterflug gibt es einen kostenlosen Becher Wasser oder Fruchtsaft – immerhin! Die Zeit vertreibe ich mir mit den beiden netten jungen Mexikanerinnen neben mir und deren I-Pad: Um die Wette Solitär spielen und ich gewinne :-)! Die beiden haben hier in Cancun eine ‚Beach Party’ auszurichten und sind etwas besorgt wegen des Wetters – unter uns haben sich dicke schwarze Wolken zusammen geballt und auch der Flug wird sehr unruhig. Ich erzähle ihnen von der Sitte der Münchner „Wies’n-Wirte“, vor dem Oktoberfest möglichst dicke Kerzen in der Kirche zu stiften, damit das Wetter zwei Wochen lang schön bleibt. Das finden sie ziemlich gut, meinen dann aber, für nur einen Tag reicht vielleicht auch eine oder zwei kleine Kerzen :-)! Während der Landung ‚geht dann die Welt unter’ – ein ausgiebiger Tropenregen klatscht gegen die Scheiben und aus den „ein oder zwei kleinen“ wird jetzt doch eine dicke Kerze!!! Als wir jedoch aussteigen, ist der ganze Spuk schon wieder vorbei und die Sonne lacht vom Himmel (Kerze/n gespart!).

Hier geht jetzt alles ganz hurtig und der kurze Gang durch den Flughafen stimmt schon ein wenig auf Urlaub ein – offene Gänge (gut schwül hier!) und viele sattgrüne Pflanzen in den Innenhöfen!

Ich wende mich gleich an einen der Shuttle-Bus-Schalter (wie vom Hostel empfohlen) und buche einen Platz für die Fahrt in die Stadt (15 US$ statt 50 US$ mit dem Taxi). Leider muß ich jedoch eine halbe Stunde warten, bis der nächste Bus geht. Da ich wohl etwas müde aussehe, bringt mich einer der Mitarbeiter jedoch mit dem Auto zum ‚International Airport’ um die Ecke und dort kann ich gleich mit dem nächsten Bus mitfahren.

Die Fahrt geht erst durch die ‚Hotel Zone’ von Cancun, die sich auf einer Halbinsel zwischen Meer und Lagune befindet – was für ein Alptraum! Ein riesiger Hotelkasten neben dem anderen! Das Ende des Ganzen ist das sog. ‚Hotel Zone Center’ – so stelle ich mir Miami oder Orlando vor! Es wimmelt nur so von Starbucks, Hooters, Sears, Sizzler, Outback etc. etc. – von den ‚üblichen Verdächtigen’ Burger King und McDonalds mal abgesehen, die gibt es ja eh überall… Hier ist auf keinen Fall was davon zu spüren, dass man sich in Mexiko befindet – aber das wollen die Gäste, die diese vielen Hotelkomplexe bevölkern, ja vielleicht auch gar nicht…

Ich werde als letzte vor meinem Hostel ausgeladen! Das sieht zumindest etwas ‚einheimisch’ aus – bunt bemalte/besprühte Grundstücksmauern, viele Blüten, die darüber hängen und auch die Bauweise des Hauses!
Das alles wirkt sehr einladend und so ist auch die Begrüßung im Inneren. Ich bekomme erst einmal einen Fruchtsaft und kleine ‚Hausführung’: Ein hübscher Garten, wo man sich zum Abendessen (ist hier im Übernachtungspreis, wie auch das Frühstück, enthalten!!) an einer großen Tafel trifft, ein gemütliches Wohnzimmer und eine kleine Küche, die man für kleine Zwischengerichte auch benutzen dürfte. Mein Zimmer liegt in der 2.Etage, sozusagen ein ‚Turmzimmer’ und ich bin hellauf begeistert! Zwar schlicht, aber sehr hübsch eingerichtet – erinnert mich ein wenig an mein geliebtes ‚Hotel Nizza’ in Frankfurt (wo ich früher immer übernachtet habe). Aber hier ist natürlich alles viel farbenfreudiger – wie ich das ja auch aus den beiden Ländern vorher kenne. Das Bad ist klein, aber zweckmäßig, ich habe einen kleinen Balkon und die Klima-Anlage läßt sich sehr gut dosieren und man hört sie fast gar nicht! Also hier werde ich mich bestimmt sehr wohl fühlen! Ich muß jetzt aber erst einmal schlafen – mir fallen schon fast im Stehen die Augen zu! Also schnell unter die Dusche und dann unter das frische Laken!

Durch ein lautes Klopfen an meiner Tür werde ich geweckt – das Abendessen steht auf dem Tisch! Lecker, lecker mexikanisch – als Vorspeise mehrere verschiedene hausgemachte Saucen mit Nachos und dann Teigfladen mit gebratenem Hühnchen, Gemüse und saurer Sahne. Dazu gibt es einen Tequila (oder auch mehrere, wer möchte) frei – soll wohl die Zunge lockern! Ich verzichte darauf, Tequila pur ist nicht so mein Ding, trinke hier aber – oh Wunder – zum Essen ein Bier und bin überrascht, wie spritzig und leicht doch das mexikanische ‚Corona’ ist :-)!

Der mehrfache Tequila zum Essen war offenbar keine so gute Idee – es sind neben mir heute hauptsächlich AustralierInnen hier zu Gast und die werden dann ziemlich laut und (für mich zumindest) „u’a’gnehm“! Also verziehe ich mich schnell wieder in mein Zimmer, was aber auch kein Unglück ist, denn müde genug bin ich immer noch!

Montag, 30.Mai 2011

Meine Güte, habe ich wieder gut geschlafen– erst kurz nach 9h werde ich wach! Gut, dass es Frühstück hier bis 11h gibt… Ich bin allerdings der erste Gast – alle anderen haben wohl nach dem vielen Alkohol noch die Nacht zum Tag gemacht und liegen wie tot in ihren Betten! Das dormitory ist ein großer Raum, der von dem früheren Besitzer –einem Künstler- als Tanz-Studio genutzt worden war und an den anschließend offen das Treppenhaus vorbei führt – so kann ich also alle „Leichen“ liegen sehen, als ich nach unten gehe :-).
Als erstes bekomme ich ein frisches ‚Obst-Granola-Joghurt-Müsli‘, danach kommen noch Eier (heute wünsche ich mir mal endlich wieder Spiegeleier) mit Toast! Nicht schlecht für ein ‚Hostel Frühstück’, das ja normalerweise sehr ‚continental’ ist! Als ich mich nach dem Frühstück mit Monica, der Besitzerin hier unterhalte, stellt sich heraus, dass sie auch spezielle (kleine) Touren für die Gäste hier anbieten. Das ist günstiger, als mit den üblichen Tour-Veranstaltern (oder gar mit einem Mietauto) und vor allem sind es kleine Gruppen. Übermorgen steht z.B. „Schnorcheln mit Whale Sharks“ auf dem Programm – wie toll, das wollte ich in Australien unbedingt machen, aber da war die Saison für diese größten Fische der Welt schon vorbei! Also da muß ich unbedingt mit – es muß ein grandioses Erlebnis sein! Diese Fische werden bis zu 7 Meter lang und bis zu 12 Tonnen schwer – sind aber als reine Plankton- bzw. Krill-Fresser völlig ungefährlich für Menschen. Sie haben nicht mal Zähne, sondern nur ‚Barten’ wie die Wale, durch die sie aus dem Meerwasser ihre Nahrung ausfiltern! Hier fängt die Saison aber gerade erst an und es kann natürlich keine Garantie gegeben werden, dass die Schnorchelgänge auch erfolgreich sind. Das ist mir aber egal – Schnorcheln an sich wäre ja schließlich auch wieder mal schön!

Ansonsten wird das heute nur ein fauler Tag – ich merke, wie mir die totale Klimaumstellung doch mehr zu schaffen macht, als ich dachte! Aber auch kein Wunder – monatelang eher kühl, selbst im relativ warmen Norden Perus war es zumindest sehr trocken und jetzt hier die absolute (sub)tropische Schwüle der Regenzeit! Da muß ich nichts unbedingt herausfordern – es wartet ja schließlich mein Buch auch darauf, dass es endlich gelesen wird! Und die herrliche Dachterrasse direkt vor der Tür muß ich ja auch ein wenig ausnützen – hat den Vorteil, dass ich bei Bedarf schnell mal ins kühle Zimmer ausweichen kann (der Thermostat der Klimaanlage im ‚kühlen’ Zimmer steht übrigens auf 25 Grad – wie relativ doch ‚kühl’ sein kann :-))!

Dienstag, 31. Mai 2011

Gut geschlafen im angenehm temperierten Zimmer wache ich schon kurz nach 7h auf. Obwohl ich auch heute nichts Besonderes vorhabe, stehe ich auf und nehme erstmal eine ausführliche Dusche. Ich überlege kurz, heute mal an einen der öffentlichen Strände zu fahren – verwerfe das aber wieder, warten doch ab nächsten Mittwoch 4 luxuriöse Tage im Super-Dooper-Beach-Resort auf mich, da habe ich dann Strand genug!

Am späteren Vormittag gehe ich zum nicht weit entfernt liegenden ‚Mercado Ventiocho’ – also der Markt Nr. 28 von Cancun. Er ist bekannt dafür, dass dort vor allem Souvenirs angeboten werden und es gute ‚Open-Air-Restaurants’ gibt! Ich möchte mir für die Hitze hier gern eins der typischen bestickten weißen Leinenkleider kaufen und das gleich mit einem leckeren Mittagessen verbinden!
Der Weg dahin ist bei etwa 35 Grad heute (und gefühlter Luftfeuchtigkeit von mindestens 120% :-)) eine absolute Herausforderung – aber auf dem Markt ist es zwischen den Ständen schattig und dort weht auch ein kleines Lüftchen. Leider werde ich wegen des Kleides nicht fündig – es gibt zwar viele, auch viele handbestickte für kleines Geld, aber die sind mir alle zuviel bestickt und zu bunt! Also schlendere ich so ein wenig durch die vielen Gassen dort und lasse mir dann in einem der Restaurants eine gute ‚Ceviche’ schmecken und dazu eine wirklich vorzügliche hausgemachte ‚lemonada’! Auf dem Rückweg laufe ich an einem Café vorbei und mach kurz Halt für einen Cappuccino – aber der ist leider weder den hohen Preis (etwa 4€!!!) noch seinen Namen wert…


Den restlichen Nachmittag verbringe ich mit Lesen und zwischendurch immer wieder ein wenig dösen in meinem Zimmer! Beim Abendessen gibt es heute eine Überraschung für mich – zwei deutsche junge Frauen aus Stuttgart sind angekommen (praktischerweise heißen beide ‚Maike’!) und eine aus der Schweiz! So ist schnell eine Unterhaltung im Gange und ich genieße es sehr, wieder einmal ausgiebig deutsch sprechen zu können! Gleich neben uns am Tisch sitzen drei junge Leute aus den USA, allerdings geborene Pakistani, die alle taubstumm sind! Aber kein Problem, eine der ‚Maikes’ holt einen Block aus ihrem Gepäck und bald ist eine intensive schriftliche ‚Unterhaltung’ zwischen uns allen zugange! So erfahren wir unter anderem, dass einer der beiden jungen Männer schon mehrfach in Deutschland zur Behandlung war (in Berlin und München) und sich freut, dass er bald wieder nach Berlin fliegen kann und dass der andere und die junge Frau miteinander verheiratet sind!
Heute sitzen wir doch etwas länger nach dem Essen zusammen – haben wir uns doch alle viel zu erzählen (auch die drei ‚Mädels’ sind schon eine ganze Weile unterwegs!).
Aber irgendwann verschwinden wir dann doch – die beiden Stuttgarterinnen haben letzte Nacht auch nicht viel geschlafen, die Schweizerin will noch in eine Disco und ich muß morgen bereits um kurz vor 7h aufstehen – die Walhaie warten!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Das heutige Frühstück war ‚für die Katze’! Als ich pünktlich herunter kam, schlief Julio, ein Mann um die 50, der hier als ‚Night Guard’ arbeitet, noch auf dem Sofa im Wohnzimmer. Ziemlich erschrocken macht er sich dann an das Frühstück – da es jetzt aber schon ein wenig spät ist, besteht das aus zwei Rühreiern und ein wenig ungetoastetem Brot. Wie ich jetzt erst sehe, hat er ein riesiges ‚Veilchen’ und er erzählt mir, dass währen der Nacht in der Nachbarschaft ein Riesenlärm gewesen wäre. Als er dann dorthin ging und um Ruhe bitten wollte, hat er gleich eins aufs Auge bekommen – na bravo! Wegen des Frühstücks meint er dann nur lakonisch – „Sowieso besser, wenn Du nicht soviel isst – dann wird Dir auf dem Schiff nicht schlecht“! Eigentlich wollte mich Monica zum Boot bringen, aber sie ruft ebenfalls sehr kurzfristig an, dass es irgendwelche Probleme mit ihrem kleinen Sohn gibt und Julio soll mir ein Taxi bestellen! Da es schon so spät ist, geht er mit mir um die Ecke zur Hauptstraße und fängt mir dort eins, gibt dem Fahrer eine genaue Beschreibung, wo der mich hinzubringen hat, damit ich dort auch pünktlich um 8h sen werde!

Leider kennt der Taxifahrer sich offenbar genau so gut oder besser schlecht in Cancun aus wie ich! Nach einer fast 40-minütigen Irrfahrt (und mehreren Stopps zum Fragen von anderen Taxifahrern und Polizisten) sage ich ihm, dass er mich wieder zurück fahren soll. Da will dieser Typ dann doch wirklich von mir den doppelten vereinbarten Betrag, weil der ja nur für eine Fahrt gegolten hätte! Da hat er aber doch Pech gehabt bei mir! Als ich um kurz vor 9h wieder vor der Tür stehe, ist Julio völlig aus dem Häuschen! Der Skipper hat wohl eine halbe Stunde auf mich gewartet und ist dann los und Julio hat sich fürchterliche Sorgen gemacht, was mir wohl passiert wäre – normalerweise dauert die Fahrt zur Anlegestelle von hier etwa 10-15 Minuten! Er ist mehr als empört, dass ich überhaupt etwas für die Fahrt bezahlen musste, aber das kann ich ja jetzt nicht mehr ändern! Ich gehe auf mein Zimmer und nutze den Tag, um endlich meine Einträge im Blog zu Peru abzuschließen und ein wenig die Dachterrasse zu genießen! Am späteren Nachmittag besuche ich mal den Supermarkt um die Ecke, den Monica mir beschrieben hatte, da ich ein bisschen was zu Trinken brauche und auch ein wenig Obst! Als ich nach Hause komme, sehe ich im Park eine Malgruppe arbeiten – dieser kleine Park scheint das ‚Sozialzentrum für das Viertel hier zu sein!

Donnerstag, 2.Juni 2011

Heute klappt alles – ich bekomme das übliche ausführliche Frühstück, Monica steht pünktlich mit dem Auto vor der Tür und es geht los! Mir hat sich heute noch eine junge Meeresbiologin aus Philadelphia angeschlossen, die auch schon ganz heiß auf diese riesigen Tiere ist!

Wir fahren einen ganz anderen Weg als gestern (kein Wunder, dass unterwegs gestern keiner wusste, wo wir eigentlich hin müssen!) und sind ganz schnell am Boot. Ein kleines Fischerboot, auf dem außer uns beiden noch ein Paar aus Italien, ein Paar aus NYC, eine junge Australierin und ein Brasilianer sind, nimmt uns auf und schon geht es los! Wie der Skipper mir sagt, ist es gut, dass ich erst heute dabei bin – gestern wären ziemlich viel ‚kurze’ Wellen gewesen und es war sehr schwierig, einigermaßen nahe an die Fische heran zu kommen. Heute wären die Wellen zwar höher, aber gaaaanz lang und da könnte man denen gut entgegen schwimmen!
Wir sind früh dran – hinter uns kommen aber noch so einige Boote! Es dauert fast zwei Stunden, bis wir in dem Gebiet angekommen sind, wo sich diese Tiere normalerweise aufhalten und bald schon zeigt der ‚Ausguck’ auf eine schwarze Rückenflosse im Wasser. Sieht ja schon ein bisschen wie Hai-Flosse aus und ich bin jetzt doch ein wenig skeptisch, ob ich es wagen soll. Aber wir fahren näher an das Tier heran, man kann jetzt auch schon im Wasser sehen, wie große so ein Fisch ist, und dann sehen wir am typischen breiten Maul, dass es eindeutig kein Hai ist! Überdies dürfen immer nur 2 Personen zur gleichen Zeit ins Wasser und ich bin nicht bei den ersten beiden dabei :-)! Aber selbst vom Boot aus ist es ausgesprochen spannend, diesem (offenbar jungen, weil NUR etwa 4 m lang!) Fisch zuzuschauen! Es sieht aus, als ob er ganz langsam durchs Wasser gleiten würde. Als wir zwei ‚Damen’ dann allerdings ins Wasser gelassen werden, merken wir, wie schnell das Tier doch ist :-(! Aber zumindest kann ich den Fisch sehen, seine vielen typischen hellen Punkte auf dem blaugrauen Rücken und die ‚Rippen’ dort, aber dann ist er auch schon aus unserem Blickfeld! Kein Wunder, dass sich diese Tiere jetzt hier einfinden – das Wasser ist richtiggehend trüb vor lauter Plankton und Krill!
Inzwischen sind auch andere Boote angekommen und als wir das nächste Mal dran sind und ich dem Fisch so nahe komme, dass ich richtig eine Weile „schau mir in die Augen, Großer“ sagen könnte, kommen doch zwei andere Schnorchler und schieben und treten uns, damit sie näher an das Tier heran kommen! Schade – diesmal waren wir eigentlich schneller oder der Fisch langsamer – aber eben andere einfach rücksichtslos! Die beiden (Amerikaner!) werden zwar (nach unserer Beschwerde, die Orlando, unser Skipper, gleich an seinen Kollegen vom anderen Boot weiter gegeben hatte) von ihrem Skipper ziemlich runter gemacht und müssen einen Schnorchelgang auslassen, aber uns haben sie diesen dann schon verdorben!
Inzwischen haben sich auch noch zwei andere Walhaie eingefunden und Orlando läßt uns statt der vorgesehenen drei dann vier Schnorchelgänge machen und wir können auch einen richtig Großen sehen. Die Boote werden immer möglichst nahe an die Tiere herangefahren, so dass man überhaupt eine Chance hat, an die Tiere auf Sichtweite heran zu kommen. Als das New Yorker Paar einmal ins Wasser springt, ist der ganz große Walhai direkt vor ihnen und als Claudia durch ihre Taucherbrille genau ins geöffnete Maul des Tieres schaut, läßt sie einen lauten panischen Schrei los, der bei uns anderen im Boot natürlich ein entsprechendes Gelächter auslöst – aber ich kann mir gut vorstellen, wie mir in so einer Situation zumute gewesen wäre :-)).

Nach den so erfolgreichen Schnorchelgängen gibt es erstmal für alle was zu Trinken und zum Anstoßen! Ich habe mich aus guten Gründen nicht getraut, unter Wasser zu fotografieren, aber Felipe, der Brasilianer, hat Unterwasser-Videos gemacht und einige der anderen haben fotografiert und es werden gleich rege alle möglichen E-Mail-Adressen ausgetauscht, damit die ‚Nicht-Fotografierer’ auch zu Bildern kommen – ich bin gespannt!

Auf dem Weg zurück machen wir noch eine ausgedehnte Schnorchelpause an dem Cancun vorgelagerten Riff. Leider ist das Riff selbst durch die verheerenden Wirbelstürme in 2005 und 2008 ziemlich zerstört, so dass die Korallenformationen kaum noch der Rede wert sind – aber Fische gibt es viele und auch in den abenteuerlichsten Farben und Größen, neben einigen Schildkröten, die dort auch herum paddelten! Nach dieser wirklich noch schönen Gelegenheit, ganz in Ruhe Schnorcheln und Schwimmen zu können (im badewasser-warmen Meer!) gibt es für alle frisch vom Skipper und seinem Helfer angemachte ‚Ceviche’ – diesmal die etwas exklusivere Version nur aus Scampis!!! Lecker, lecker, lecker – es bleibt auch nicht ein Fitzelchen übrig. Satt, zufrieden und durchaus glücklich legen wir den restlichen Weg an heimische Gestade zurück und dann gegen 16h wieder am Steg an! Wir beiden werden schon von Monica erwartet und sind dadurch auch gleich wieder zurück im Haus! Schnell unter die Dusche und dann über die Straße in den Park! Dort übt gerade eine Tanzgruppe mexikanische Tänze – das will ich mir doch anschauen!

Zum Abendessen gibt es heute „Mole“, die typische mexikanische Schokoladensauce zum Hühnchen mit Reis und Gemüse! Ich bin ein wenig skeptisch, aber es schmeckt wirklich außerordentlich gut – ein bisschen spicy, ein bisschen bitter und ansonsten mmmmmh!

Am großen Tisch sitzen heute viele neue Gesichter – u.a. zwei junge Männer aus Berlin: Tolge und Ersan, in Deutschland geborene Türken, sehr erfrischend und trotz ihres sehr jungen Alters durchaus auch zu ernsthaften Diskussionen fähig! Wir sitzen heute ‚bis in die Puppen’ – die Gesprächsthemen gehen uns nicht aus! Noch dazu müssen die beiden ‚Maikes’ morgen abreisen – ist also auch noch ein wenig Abschiedfeier!

Vor dem Essen hatten einige der Anwesenden noch dem Vorschlag von Luis (Koch und gute Seele hier) zugestimmt, morgen einen gemeinsamen Ausflug zu den Ruinenstädten Chitzen Itza und Ek’Balam, einem der berühmten ‚cenotes’ (ungeheuer tiefe Wasserlöcher mit schön kaltem Grundwasser) und nach Valladolid, einer „richtigen“ mexikanischen Stadt zu machen – Cancun ist ja in der Beziehung eher nichtssagend, wenn nicht sogar äußerst langweilig…

Freitag, 3. Juni 2011

Pünktlich um 8.30h finden wir Ausflügler uns zum Frühstück ein: 3 Deutsche, 2 Neuseeländer, 1 Amerikanerin und ein Mexikaner! Wir sind alle ziemlich gespannt, was der Tag uns bringen wird und einigermaßen erstaunt, dass die Fahrtkosten für jeden 380 Pesos ausmachen, statt der gestern angekündigten 300 Pesos… Aber wir sitzen in einem nagelneuen Kleinbus, der Fahrer scheint auch nett zu sein (obwohl er kein Wort Spanisch spricht – aber wir haben ja einen Mexikaner dabei, der ganz gut Englisch kann!).
Noch nicht mal aus der Stadt heraus, kommen schon die nächsten Mehrkosten auf uns zu – der Fahrer fragt uns, ob wir auf der normalen Straße fahren möchten oder auf der Autobahn (das kostet aber für jeden wegen der Autobahngebühr noch mal etwa 2€ mehr) – wir entscheiden alle für Autobahn, weil uns der Tag für die anvisierten Punkte sowieso ziemlich kurz erscheint, und bezahlen halt den Mehrpreis!


Auf dem Parkplatz von Chitzen Itza angekommen, müssen wir dann auch noch 28 Pesos Parkgebühr bezahlen – das kommt uns dann doch spanisch/mexikanisch vor, weil wir der Meinung sind, das sollte in den Fahrtkosten enthalten sein! Überdies haben wir nur 1 ½ Stunden Zeit für dieses riesige Gelände, ehe es weitergehen soll! Eine ziemliche Unzufriedenheit macht sich breit – wir wissen nicht so recht, ob wir im Hostel ‚über den Tisch gezogen’ wurden oder der Fahrer das hier gerade mit uns probiert…

Ich weiß schon, warum ich mir diese berühmteste der Ruinenstätten in Mexico eigentlich sparen wollte – genau wie ich befürchtet habe, ist es auch! Trotz der frühen Stunde schon gnadenlos viel los, sehr happiger Eintrittspreis (166 Pesos, das sind über 10€ und dafür gibt es nicht einmal den kleinsten Lageplan oder ähnliches), entweder man muß ein Guidebook kaufen (noch mal 69 Pesos) oder einen der zahlreichen ‚guides’ anheuern, die rund um den Eingang herum lungern! Wir entscheiden uns wegen der kurzen Zeit, dass wir jeder für uns ein wenig herum laufen, um wenigstens die große Pyramide und noch ein paar kleinere Gebäude sehen zu können!






Zu den vielen Besuchern kommen jetzt auch noch die Souvenirhändler, die entlang aller, auch noch der kleinsten, Wege hier im Gelände einer neben dem anderen ihre Stände aufbauen. Bei jedem Schritt, den man tut, wird man darauf angesprochen, dies oder jenes zu kaufen! Man kann auch keines der Gebäude richtig besichtigen oder gar irgendwo hinauf steigen – überall sind Absperrseile gespannt!
Ziemlich frustriert gehe ich zu der vereinbarten Zeit wieder zum Ausgang zurück, wo die anderen sich auch schon eingefunden haben bzw. nach und nach dazu kommen. Alle sind wir enttäuscht und freuen uns jetzt erst recht auf Ek’Balam, was noch nicht so touristisch bekannt ist, weil es erst Ende der 90er-Jahre entdeckt und freigelegt wurde!

Ziemlich neugierig darauf steigen wir wieder in unseren Bus, wo uns unser Fahrer eröffnet, dass wir für die Fahrt dorthin wieder extra 200 Pesos bezahlen müssen, weil er angeblich von seinem ‚Supervisor’ gesagt bekommen hätte, dass nur die anderen drei Besuchspunkte gebucht worden wären. Jetzt ist aber genug – wir stellen uns alle auf die Hinterfüße und beschließen, dass wir diese Fahrt zwar auf jeden Fall machen wollen, dass wir aber den verlangten Mehrpreis erst bezahlen, wenn wir zurück im Hostel sind! Dort wollen wir erst einmal klären was Sache ist (denn uns wurden alle 4 Orte für den bezahlten Preis versprochen). Der Fahrer will zwar erst nicht darauf eingehen, als wir jedoch ‚drohen’, dann gleich im Hostel anzurufen und das mit Monica zu klären, gibt er erst einmal klein bei (wir hätten allerdings gar nicht anrufen können, da keiner von uns die Telefonnummer des Hostels dabei hat…)!

Das nächste Ziel ist aber jetzt erste einmal der ‚cenote’! Zu Anfang sind wir auch hier ein wenig enttäuscht, da der sich auf dem Gelände eines Hotelresorts befindet – wir hatten irgendwie geglaubt, dass wir mitten im Urwald abgeladen werden! Dann aber sind wir ganz angetan – es gibt Umkleiden hier, richtige Treppen zum Hinabsteigen zum Wasserrand und von dort Leitern zum Ein- und Ausstieg ins und aus dem Wasser! Das alles macht das Schwimmen dort schon ein wenig einfacher als mitten im Dschungel! Die Leiter zum Hineinsteigen brauchen wir jedoch nicht – die 2 m vom Rand oder vielleicht 5 m von einem Podest springen wir mit Genuss hinein ins kühle Nass! Und das ist auch gut so – es ist nämlich so kühl, dass der beherzte Sprung keine Gelegenheit gibt, etwa schnell noch einen „brrrr – ist das kalt-Rückzieher“ zu machen :-)!

Im tief-grünblauem Wasser tummeln sich mit uns Schwimmern zahllose kleine schwarze Welse, von der Öffnung ganz oben im Fels hängen meterlange Luftwurzeln der Pflanzen wie lange Haare bis zur Wasseroberfläche und ein paar Quellen oben sorgen immer wieder für kleine ‚Wasser-Vorhänge’. Total erfrischt und schon deutlich relaxter gehen wir zurück zum Bus – Ek’Balam wartet jetzt auf uns!

Und das ist wirklich ein ganz tolles Erlebnis – und hier nur für 89 Pesos Eintritt, gerade mal ein bißchen mehr als die Hälfte von Chitzen Itza! Auch hier bietet sich ein Guide an – da es offenbar der einzige englischsprachige ist, soll er noch mehr kosten als an unserem ersten Ziel, aber auch jetzt schlagen wir das Angebot aus! Im Gelände kommt dann ein junger Mann auf uns zu, der allerdings nur Spanisch spricht, und will uns für knapp die Hälfte des Preises führen! Da diese Ruinenstätte jedoch relativ klein sein soll, wollen wir das auch alleine machen!
Hier sind wir dann tatsächlich die einzigen Gäste (eine Gruppe deutscher Touristen verlässt das Gelände gerade als wir ankommen) und wir können uns alles ganz genau anschauen! Sogar auf eine kleine und die große Pyramide dort dürfen wir hinauf und haben von oben eine grandiose Aussicht!


Auch bei den Pyramiden selbst gibt es einiges zu sehen, z.B. einen mehr als kunstvoll verzierten Eingangsbereich in den Tempel-Innenraum oder oben auf dem Dach eines Zwischengeschoßes die Überreste der ‚Badewannen’, in denen die Menschenopfer damals wohl einer Reinigungs-Prozedur unterzogen wurden!



Jetzt wieder halbwegs versöhnt mit dem bisherigen Verlauf des Tages geht es zum letzten Ziel: Valladolid! Das ist ein ganzes Stück entfernt und der eine oder die andere hier im Bus legt ein kleines Schläfchen ein!

Schon bei der Annäherung nach Valladolid sind wir alle ziemlich angetan – mexikanische Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch!

Pastellbunt gestrichene Häuser, ein großer Platz im Zentrum der Gemeinde, viele kleine und große Cafés und Restaurants drum herum, z.T. in wunderschönen Innenhöfen. Nur von der Kathedrale waren wir alle ein wenig enttäuscht – außen mit teilweise sehr kunstvollen Steinmetzarbeiten verziert, war sie innen enttäuschend schmucklos bzw. der vorhandene ‚Schmuck’ wirkte nicht eben geschmackvoll!








Ist zwar auch alles sehr touristisch hier, aber eben auch sehr mexikanisch!

Der Weg zurück nach Cancun ist dann sehr ruhig – irgendwie sind wir doch alle ziemlich müde! Es gibt aber noch allerhand zu sehen und so vergeht für mich die Fahrt doch recht kurzweilig!





Vor dem Hostel angekommen, verweist Simon (Monicas Sohn) den Fahrer, der jetzt sein Geld haben will, auf seine Mutter, die aber erst später kommen wird! Der Fahrer wartet geschlagene zwei Stunden bis Monica kommt. Diese weigert sich jedoch, mehr zu bezahlen – der Preis war so ausgemacht, ihre Gäste zahlen immer den gleichen Preis für die Touren (also schon die 80 Pesos pro Person mehr heute morgen waren unberechtigt von uns verlangt worden)! Er verschwindet schließlich erst, als sie damit droht, die Polizei zu rufen!
Die von uns bezahlte Autobahn- und Parkplatzgebühr war übrigens auch schon im vereinbarten Preis enthalten, weil sonst diese große Tour gar nicht in einem Tag zu schaffen wäre – aber das Geld sahen wir natürlich nicht wieder…

Das Abendessen heute ist dem Anlaß angemessen – es gibt Fisch mit Kaktusgemüse! Wieder mal sehr exotisch, aber nichtsdestotrotz auch sehr schmackhaft! Und der abendliche Tequila ist heute in einem Mixgetränk ‚versteckt’ – so lasse ich ihn mir auch schmecken! Von Tolge freundlicherweise ‚gesponsert’, habe ich mir auch wieder die eine oder andere Zigarette zur Verdauung gegönnt!

Es ist heute übrigens eine junge Frau aus Deutschland angekommen, diesmal passenderweise eine Christine – die Mexikaner müssen denken, des gibt in Deutschland nicht sehr viele verschiedene Frauennamen :-)!

Samstag, 4.Juni 2011

Was für ein Segen, dass wir den Ausflug gestern gemacht haben – heute ist es draußen grau in grau und verlockt so gar nicht zum ‚ausfliegen’! Bis nach dem Frühstück hält das Wetter noch so einigermaßen – aber dann fängt ein richtiger Tropenregen an! Man kann vom Fenster aus gerade so die unmittelbare Nachbarschaft erkennen – ansonsten ist alles in einem „Wasserfall“ versunken!

Ich mache Tür und Balkontür auf und damit wird hier richtige ‚durchgelüftet’ – es geht nämlich auch ein ganz schöner Wind!
Leider ist das heute gar nicht so, wie bei meiner Ankunft – der Regen jetzt bleibt hartnäckig! Also kann ich heute guten Gewissens mein schönes Zimmer genießen! Es gibt zwar immer mal ganz kurze Regenpausen, aber scheint gerade nur soviel, dass die Wolken sich füllen können – damit es danach wieder umso mehr schütten kann!
Schon vor halb acht Uhr abends kommt Luis mich zum Abendessen holen – über eine Stunde früher als ansonsten üblich. Wahrscheinlich war es ihm auch langweilig heute und er fing deswegen schon vor der Zeit mit der Kocherei an :-)!
Als ich hinunter komme, sitzen alle anderen schon dicht gedrängt um den provisorischen Esstisch – sogar essen müssen wir heute im Wohnzimmer, der Garten steht mehr oder weniger unter Wasser! Ich bleibe dann doch lieber am kleinen Esstisch neben der Küche sitzen – bei der Wärme so engen Körperkontakt, das brauche ich zum Abendessen doch nicht!
Nach einer letzten gemeinsamen Zigarette mit Tolge nach dem Essen verschwinde ich wieder nach oben!

Sonntag, 5.Juni 2011

Heute Nacht war sternklarer Himmel, heute morgen wurde ich jedoch wieder von strömendem Regen geweckt! Es sieht auch nicht so aus, als ob der gleich wieder aufhören würde – gefrühstückt wird also auch wieder innen! Die beiden ‚Berliner Jungs’ reisen heute ab (oder eigentlich nur weiter in Mexico) – sehr schade, war wirklich nett mit den Beiden! Aber wir wollen uns ja mal in Deutschland treffen – entweder in Berlin oder in München :-)!
Beim Frühstücken bin ich heute mit der zweiten Christine ins Gespräch gekommen, sie kommt aus Landau in der Pfalz und beginnt gerade eine Mexico-Rundreise!

Nachmittags hört es mal eine Weile auf zu regnen und ich kann im Park gegenüber wieder einmal bei einer Tanzprobe zuschauen! Eine Gruppe von jungen Frauen, die in diesen extrem weiten mexikanischen Röcken einen Tanz für eine Veranstaltung einstudiert! Es ist nicht nur ein Augen- sondern auch ein Ohrenschmaus – hier wird nämlich heute auch mit entsprechender Musik geübt!



Leider fängt es jedoch abends wieder zu regnen an und das Dinner muß erneut drinnen stattfinden. Wie mir Christine dabei erzählt, ist auf einem Platz nicht weit von hier heute eine große Fiesta – da wollen wir gleich nach dem Essen noch hin, sollte es mit dem Wasser von oben aufhören.
Leider ist aber alles schon beendet, als wir später dort ankommen – naja, das Wetter und es ist ja auch sonntagabends, die Mexikaner haben eben morgen keinen Urlaub so wie wir :-)! Wir hören jedoch irgendwo in der Nähe ziemlich laute Musik und machen uns auf die Suche nach der Quelle. Es stellt sich letztendlich heraus, dass es in unmittelbarer Nachbarschaft in einem Innenhof eine Party gibt, wo eine mexikanische Mariachi-Band zum Tanz aufspielt. Wir ‚lungern’ ein wenig am Tor herum und hoffen, dass irgendjemand kommt und uns so was wie „Vamos, tanzen wir!“ zuruft, aber leider – nichts dergleichen! Als wir dann wieder gehen, sehen wir, dass das eine Niederlassung der ‚Anonymen Alkoholiker Mexikos’ ist – und wir hatten zum Abendessen doch Bier getrunken :-)!
Das schlechte Wetter beschert uns ein traumhaftes Abendrot – der Himmel über Cancun steht in Flammen!

Montag, 6.Juni 2011

Das Wetter ist immer noch regnerisch und wir beiden Christines beschließen beim Frühstück, dem heute mit einem Besuch in einer ‚richtigen’ Shopping Mall zu trotzen! Ich habe nämlich leider meinen Badeanzug in der Cenote-Umkleide hängen lassen und will mal schauen, ob ich einen neuen finde! Christine will einfach mal so ein wenig ‚stöbern’! Wir verabreden uns für den frühen Nachmittag – vielleicht gibt’s ja dort auch irgendwo einen ‚richtigen’ Kaffee.

Wir fangen uns an der Hauptstraße ein Taxi, handeln kurz einen Preis aus und lassen uns zur „Plaza Las Americas“ bringen! Als wir hineinkommen, fallen wir fast über einen Laden von C&A!!! Aber hier ein C&A, wie sie früher bei uns waren – nur absolute Billigst-Ware und mehrheitlich auf nicht gerade zum Kauf animierenden ‚Wühltischen’ aufgehäuft! Soviel hässliche Sachen auf einem Haufen habe ich lange nicht mehr gesehen!
Bei unserem weiteren Bummel kommen wir bei Zara vorbei, wo ich nach längerem Schauen und Probieren auch fündig werde! Für meine kommenden Tage im Luxushotel musste ich mir wenigstens ein etwas ‚glamouröseres’ Teil kaufen :-)! Für Christine ist leider nichts dabei, aber dafür gibt es gleich vor dem Laden einen Stand von „Häagen Dasz“ und – für uns mehr als überraschend – sie kann alle Sorten erst probieren, ehe sie sich für zwei Kugeln entscheidet! Jedes Mal gibt es ein kleines Teelöffelchen voll und für jemand wie für mich würde das Probieren schon reichen – ich bräuchte dann gar kein Eis mehr :-)!
Um die Ecke aber gibt es endlich ein Café – zwar auch eine Eisdiele, die jedoch auch Kaffee und Cappuccino etc. anbieten! Beides ‚haut uns nicht vom Hocker’, aber besser als nichts bzw. der dünne ‚Café Americano’, den es sonst überall nur gibt!
Beim Weitergehen stolpern wir um die nächste Ecke doch tatsächlich über einen Starbucks mit ‚richtigem’Kaffee – leider zu spät! Einen Badeanzug habe ich auch nicht gefunden! Es gab zwar einen riesigen, sehr exquisiten Bademoden-Laden, aber die Preise waren eben auch ziemlich ‚exquisit’…

Draußen ist inzwischen endlich wieder fast ganz blauer Himmel und wir fahren ins Hostel zurück – der Nachmittag ist ja schon ganz schön fortgeschritten! Ein Taxi ist vor der Mall schnell gefunden und so sind wir in ein paar Minuten an Ort und Stelle!

Dienstag, 7.Juni 2011

Wieder Regen, Regen, Regen – langsam wird mir um meinen ‚Strandurlaub’ bange! Das wär ja ein schöner Reinfall, wenn ich mich 4 Tage in meinem Zimmer aufhalten müsste, selbst wenn das hoffentlich äußerst luxuriös sein wird! Ist das doch auf dieser Reise seit Sansibar das erste Mal, dass ich ein wenig Strand genießen möchte! Aber was soll’s – grübeln bringt auch nichts. Also wieder mein Buch zur Hand, ein wenig im Internet für die Tage in New Orleans rumsuchen und einfach die Hoffnung nicht aufgeben!

Nachmittags hört es jedoch mit dem Regen auf, Christine macht sich auf den Weg zum Busbahnhof – bei ihr geht es bereits heute weiter!

Das Abendessen gibt es wieder im Garten – gegrilltes Hühnchen mit lecker Kaktus-Gemüse und ein wenig Abschiedsmelancholie! War doch sehr schön hier in diesem ‚Künstlerhaus’!

7 Antworten zu Die Provinzen Quintana Roo + Yucatan in Mexico

  1. christine (pfalz) schreibt:

    Hallo Christine!

    Ich musste lachen als ich das mit den Anonymen Alkoholiker Mexikos’ gelesen habe.
    Wirklich schade dass keiner gekommen ist..
    Ich hätte auch mal ne Cola getrunken!

    Wo bist Du denn gerade?
    Ich bin wieder zuhause, leider.
    Meine Reise wurde besser als ich mir erträumt hatte.

    War echt schön Dich kennengelernt zu haben!
    Übrigens ich bin jetzt bei CS!!!
    Falls du mal kommen willst?? Meine Couch ist bequem!

    Liebe grüße aus der Pfalz

    Christine Schmitt

    • grannyontour schreibt:

      Na – dann kannst Du ja mit der Planung der nächsten Reise anfangen! Es kann nur NOCH besser werden – das kann ich Dir aus berufenem Munde versichern :-)! Ich bin gerade (noch) in Costa Rica, am Samstag geht es dann endgültig nach Nord-Amerika!
      Ja, ich fand’s auch sehr erfrischend, die paar Stunden mit Dir zu verbringen! Das mit der Pfalz überlege ich mir dann mal, wenn ich erst mal wieder in München „angekommen“ bin :-)!
      LG

      • christine (pfalz) schreibt:

        Hallo!

        Planen.. ja gerne. Kann mich nicht entscheiden. Die Welt ist so groß.
        Will einen spanisch Kurs belegen.
        Genieße Deine Zeit!!

        LG

  2. Fadma schreibt:

    AHhh wie ärgerlich–Ich hab ein Hotel in Cancun gebucht! Und nun bereu ich es … 🙂
    LG Fadma

  3. christine schmitt schreibt:

    Hallo Christine,

    es ging mir nicht mehr aus dem Kopf.. { Reisen, Reisen , Reisen..} Wie und Wohin?
    Also habe ich meinen Job gekündigt und fliege ab 1.10.12 nach Ecuador, Peru, Bolivien und Costa Rica.. bis zum 15.1.13..
    Wer braucht schon ein Gewinnspiel um die Welt zu entdecken 🙂

    Vielleicht hast Du einige Tips für mich..
    Ich habe dich bei Couchsurfing gesucht .. Aber nicht gefunden.

    Liebe Grüsse aus der Pfalz

    Christine ( Cancun )

    • grannyontour schreibt:

      Hi Christine, wie schön für Dich! Mein Fernweh ist auch ungebrochen, aber es gibt im Moment zwei gute Gründe, ein wenig hier auszuharren: Anna und Svenja, meine beiden entzückenden Enkeltöcher (22 und 5 Monate)! Einige Tipps hätte ich für Dich – hast Du denn meine private e-Mail-Adresse nicht mehr? Meld Dich nochmal!
      Liebe Grüße

  4. christine schmitt schreibt:

    Hi Christine,

    leider hab ich sie nicht mehr. Hier meine: benhamida@gmx.de
    Ich bin gerade Tante geworden 🙂 .. Kann es verstehen !

    Freu mich von Dir was zuhören..

    Lg Christine

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