Reisevorbereitungen

4.10.2010
Heute habe ich einen Rundgang durch Perth zu machen, um einiges zu klären, und muß nachmittags meine Auto für meine große Rundfahrt in den Norden und zurück abholen!
Als erstes marschiere ich zum Internet Café. Mein Blog ist schnell aktualisiert und meine Mails verraten mir, dass ich bereits einige Quartiere für unterwegs bei CouchSurfern habe! Wie schön – das ist sehr beruhigend für mich, ist doch immer noch Ferienzeit! Da werden die Hotels, abgesehen von den Kosten, natürlich noch ziemlich ausgebucht sein! Ich schreibe gleich noch zwei weitere an und auch einen SERVAS-Host.

Dann geht es in die Stadt! Ich möchte beim YHA fragen, ob ich meine DJH-Karte in eine hiesige ‚Youth Hostel International’ tauschen kann – ich denke mal, dass die für irgendwelche Discounts eher genommen wird. Aber das freundliche Mädchen dort an der Rezeption beruhigt mich – das wäre bestimmt kein Problem. Eintauschen kann sie die Karte nicht, ich müsste extra Mitglied werden. Und die 30 A$ sollte ich mir lieber sparen! Sie versorgt mich noch mit Kartenmaterial für meine Reise und ich ziehe wieder ab.
Das nächste Ziel ist der RAC (Royal Automobile Club), der australische ADAC. Ich möchte gern wissen, ob das hier genau so gehandhabt wird wie in den USA. Leider nicht ! Kostenlose ‚Road Assistance’ gibt es nur, wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs ist, nicht bei Mietwagen – na super! Info- und Kartenmaterial gibt es auch nur gegen Bezahlung – aber auch die eigenen Mitglieder müssen dafür bezahlen und den gleichen Preis müßte man dann als ADAC-Mitglied bezahlen! Na, da lob ich mir doch den AAA in den USA!!! Selbst Mitglied beim RAC zu werden, würde keine weiteren Vorteile bringen…
Gegenüber vom RAC ist das Outlet Centre ‚Harbor City’, für das überall Werbung gemacht wird. Wenn ich schon mal da bin, gehe ich doch mal schauen – aber große Enttäuschung! Außer Nike und Hilfiger gibt es keine internationalen oder bekannten australischen Marken! Und die Preise sind auch nicht gerade niedrig. Aber macht ja gar nichts – ich hätte sowieso keinen Platz für neue Sachen!
Nicht weit entfernt ist das Büro von Europcar, wo ich mein Auto bestellt habe. Ich bin zwar noch viel zu früh dran, aber ich möchte mit denen noch mal reden, wieso es keine Oneway-Mieten gibt!
Die beiden jungen Männer dort sind ausgesprochen nett! Doch, ich könnte schon Oneway mieten, aber dann müsste ich eine extra-Gebühr bezahlen. Da ich dann aber einige Tage sparen würde, bitte ich einen der beiden, mir doch mal auszurechnen, was es letztendlich kosten würde. Es wäre dann etwa 300 Euro teurer, als hin und zurück! Auf der WebSite von Europcar steht zwar groß „keine km-Begrenzung, keine Oneway-Gebühren etc. etc.“, aber die Wirklichkeit sieht dann offenbar doch anders aus. Sie geben mir den Rat, bei der Hotline anzurufen und mit denen zu verhandeln. Dafür habe ich jetzt keinen Nerv mehr – ich brauche das Auto ja morgen früh! Um meinen Frust ein wenig zu mindern, bekomme ich einen ordentlichen Discount mit meinem DJH-Ausweis. Und als nach meiner deutschen Telefonnummer gefragt wird und ich sage, darunter bin ich für das nächste Jahr sowieso ncht zu erreichen, berechnen mir nur die Rate, die für Australier berechnet werden würde (sie gehen wohl davon aus, dass ich die ganze Zeit hier bleiben würde!). Da bin ich gleich wieder überrascht – für Ausländer werden deutlich höhere Preise verlangt! Aber warum sich lange beschweren – ich bezahle letztendlich fast 500Euro weniger, als ich auf der Online-Bestätigung stehen hatte! Der derzeitige Wechselkurs Euro zu AUD ist ja noch dazu auch zum Weinen…
Aber was solls – für so eine lange Reise möchte ich schon ein sicheres und vernünftiges Auto haben. Ich werde etwa 4500 km unterwegs sein, verteilt auf ungefähr 3 Wochen!
Also ziehe ich, noch mit vielen guten Ratschlägen und ein paar guten Karten versehen, mit einem fast nagelneuen Subaru 4WD ab.
Glücklicherweise finde ich direkt vom dem Hostel einen Parkplatz für das ‚Schiff’! Meine Einkäufe erledige ich daher lieber zu Fuß, schließlich muß ich morgen alles verstauen und da ist ein Parkplatz direkt vor der Tür natürlich nicht zu verachten.
Ich besorge, nach Oman-Manier, das notwendigste für Picknick unterwegs und evtl. das eine oder andere Mal auch für Frühstück oder Abendessen. Dazu gehört natürlich die bewährte ‚Flask’, eine Thermosflasche für heißes Wasser und eine Packung löslichen Cappuccinos. Aber dann auch noch ein wenig Gemüse, Obst, Brot und Essig/Öl. Die großen Dinge, wie Kühlbox und Wasservorräte will ich morgen erst irgendwo unterwegs besorgen!
Der Nachhauseweg von ‚Coles’, einer der ganz großen Supermarktketten hier in Australien, gestaltet sich etwas schwierig: Die Straßenbeleuchtung ist ein Witz! Alle 100 m mal eine Lampe, deren Licht aber von den dicht stehenden Alleebäumen komplett vom Fußweg abgeschirmt wird. Aber ich schaffe es, ohne Probleme beim Hostel anzukommen. Hätte gerade noch gefehlt, dass ich mir den Fuß verknackst hätte oder schlimmeres passiert wäre…
Meine Sachen sind schnell gepackt, ich checke schnell noch meine Mails und gehe früh ins Bett, damit ich morgen gut ausgeschlafen starten kann.

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