3 Tage im Norden – endlich Sommer und wilde Tiere!

Zum Abschluß meines Namibia-Aufenthaltes werde ich noch hoch in den Norden fahren und mit den Etosha Nationalpark anschauen!
Gegründet schon von den Deutschen hat er gerade seinen 100.Geburtstag gefeiert! Mit einer Größe etwa der von Hessen beinhaltet er mehrere tausend Tiere! Die im Nationalpark gelegene ‚Etosha-Pfanne‘ ist ein flacher Süsswassersee, der sich während der Regenzeit (Dezember bis März) mit Wasser füllt, das aber relativ schnell wieder verdunstet! Jetzt z.B. waren schon nur noch einzelne Pfützen zu sehen, obwohl es in diesem Jahr reichlich geregnet hatte. Durch das ständige Verdunsten hat sich im Lauf der Jahrtausende inzwischen eine dicke Schicht von kristallisierten Salzen abgelagert und der See – etwa so groß wie der Bodensee – liegt bei entsprechendem Lichteinfall weiß glitzernd vor einem!
Ich freue mich sehr auf die Zeit dort, soll es doch sein wie ein riesengroßer Tierpark – nur ohne Zäune!

Die Anfahrt war sehr lang, aber nie langweilig! In Okahandja, der ‚Gartenstadt‘, wurde getankt – es ist eine Pracht, wie alles schön bepflanzt ist, wenn Wasser zum Bewässern da ist!
Nach Otjiwarongo, der nächsten größeren Ansiedlung, war es das längste Teilstück! Abwechslungshalber gingen die ‚endlosen Straßen‘ nicht durch Wüste oder Steppe sondern in weiten Teilen durch relativ dicht bewaldete Gebiete! Und es gab ein neues Verkehrszeichen: Warzenschweine trieben sich überall auf den Randstreifen herum! Sie sind aber absolut scheu – ein Auto muß nur die Geschwindigkeit ein wenig reduzieren, schon verschwinden sie blitzschnell im Unterholz! Es sind offenbar sehr monogame Tiere – es war immer eine Gruppe von 2 Erwachsenen und ein, manchmal auch zwei Jungtieren!
Erst in Tsuneb, der alten Bergwerks- und Kupferstadt, war die Mittagspause geplant. Mitten an der Main Street fand ich einen ‚Biergarten‘, wo ich unter Bäumen und Büschen eine kleine Mahlzeit einnahm! Es ist schon erstaunlich, wie schnell man Schatten wieder als angenehm empfinden kann!
Hier wurde ich auch Zaunzeuge einer witzigen Begebenheit: Am Nebentisch saßen zwei junge deutschsprechende Männer, eigentlich nicht erstaunlich hier in diesem Land. Als aber eine ganze Gruppe von jungen Leuten auftauchte, war allerseits ein ungläubiges „Was machst Du denn hier?“ zu hören. Es stellte sich heraus, daß die beiden Brüder mit dem Motorrad seit 3 Monaten unterwegs von Deutschland aus waren und das andere Studienkollegen, die gerade in Nambia angekommen waren! Sie wußten das zwar voneinander, aber hatten keinerlei Kontakte seit Monaten und dann treffen sie sich in Tsuneb – ja nicht gerade der Nabel der Welt! Die ist doch manchmal wirklich klein!
Nach Besichtigung des kleinen, aber sehr liebevoll und interessant gestalteten Museums (selbst eine Karnevalsgesellschaft gibt es dort seit 100 Jahren!) war das letzte kurze Teilstück bis zu meinem Tagesziel ein Kinderspiel!
Die Ongana Lodge war ein Traum! Ein wirklich hübsches Zimmer, eine schöne Pool-Umgebung, ein ‚Ausguck‘ vor dem Wasserloch und eine wunderschöne ‚Lapa‘ wo schon für das Dinner gedeckt war.
Alles saß jedoch vor und lange nach Sonnenuntergang auf dem Ausguck und wartete auf die Tiere! Und es kam nicht eines – was für eine Enttäuschung! Das läßt ja nicht viel gutes hoffen…
Dem Ambiente angemessen war dann auch wieder das mehrgängie Essen – alles mehr als vorzüglich und eine gute Vorbereitung für genüßlichen Schlaf! Auf meinem inzwischen aufgedeckten Bett fand ich sogar noch eine kleine Gutenacht-Geschichte und weiß seitdem, warum Giraffen so einen langen Hals haben!

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