Mein ganz persönliches Fazit für Namibia

Namibia ist ein faszinierendes Land für Menschen, die sich an Landschaft und vor allem Tieren nicht satt sehen können und wollen!

Wenn man sich zu mehreren ein Auto teilt und auf sog. ‚family rooms’ ausweicht statt auf DZ besteht bzw. nur in Lodgen unterkommen möchte, ist es von den Kosten her überschaubar!
Es ist ein einfach zu bereisendes Land! Die asphaltierten Straßen halten sich zwar in Grenzen, aber die allermeisten der gravel pads sind in einem guten Zustand (auch viele der kleineren Nebenstraßen), so dass man mit den empfohlenen 60-80 km/h auch gut fahren kann. Die Benzinkosten lagen bei etwa 75 Euro Cent/l, ist also auch einigermaßen kostengünstig, das Autofahren! Und man muß viel fahren, das Land ist einfach riesig – etwa die Ausdehnung Rügen-Barcelona! Es gibt zwar auch die Möglichkeit von Inlandsflügen, überwiegend mit Cessnas, aber das würde dann richtig teuer!
Es gibt überall im Land staatliche wie auch private ‚Camp Grounds’, wo man entweder mit Iglu-Zelt (für die, die mit den Krabbeltieren keine Probleme haben) oder vielleicht besser mit Dachzelt/Geländewagen (für die, die das Auf- und Zusammenklappen und das Hochklettern nicht scheuen! Beide Varianten können hier mit der gesamten Camping-Ausrüstung angemietet werden! Die Campingplätze sind oft mit ‚Brai-‚/Grill-Plätzen ausgerüstet, so dass man abends auch noch am gemütlichen Feuer sitzen könnte! Wild campen ist im ganzen Land verboten und auch nicht anzuraten.
Eine gute Reisezeit ist der Juli nur für die, die der Kälte wehrhaft trotzen (außer im hohen Norden!). Es muß im Mai und vor allem Juni wunderschön sein, wenn es noch nicht so kalt ist, die Bäume noch grün sind und die Wildflächen nach der Regenzeit noch in Blüte stehen! Ansonsten ist unser Herbst, ab etwa September (im August kann es üble (Sand-)Stürme! geben) noch gut zu bereisen, ehe es dann auch sehr heiß werden kann!
Man kommt vielerorten mit Deutsch gut zurecht und ansonsten überall mit Englisch! Die die holländisch gut verstehen, haben wahrscheinlich auch mit Afrikaans keine großen Probleme. Die einzelnen Dialekte, wie Ovambo oder die Koi-Sprachen, sind für mitteleuropäische Ohren jedoch absolutes ‚Kannitverstan’, jedoch spannend und schön anzuhören!
Die Namibier sind ausgesprochen freundlich zu Touristen, vor allem auf dem Land! Ich habe mich nirgendwo unsicher gefühlt – selbst in Windhoek war es mit Beachten der entsprechenden Empfehlungen (nachts nicht allein auf der Straße unterwegs sein, sondern lieber mit dem Taxi fahren; keine Wertgegenstände offen mit sich herumtragen; die Dinge, die man tagsüber so braucht, am besten in Taschen am Körper unterbringen, nicht Umhängetaschen o.ä.) für mich stets okay. Meine Ausflüge in die Stadt (etwa 20 Min. Fußweg) habe ich immer sehr genossen – man kann einfach viel mehr sehen – für den Rückweg habe ich immer ein (lizensiertes!) Taxi benutzt! Entsprechende Telefonnummern haben die Unterkünfte und die Tourveranstalter! Der einzige Wermutstropfen für mich ist die sehr früh einsetzende Dunkelheit im namibischen Winter gewesen! Obwohl ich immer schon ziemlich früh losgefahren bin, hätte ich mir für manche Tagesetappen gern ein wenig mehr Zeit genommen!
Ich war nicht im nordöstlichen Caprivi-Streifen, wo es auch sehr schön sein muß, und im Kaokoveld und an der Skeleton Coast! Die ersten beiden waren mir zu weit entfernt und sind teilweise nur mit geländegängigen Fahrzeugen anzuraten, letztere sollte bzw. darf man nur mit geführten Touren besuchen!
Im Großen und Ganzen eine tolle Erfahrung und ein wunderbares Land zum ‚Afrika-Einstieg’!

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Eine Antwort zu Mein ganz persönliches Fazit für Namibia

  1. Emmanuelle schreibt:

    Liebe Christine, ich habe gerade Deinen ganzen Namibia Beitrag am Stück gelesen. Wunderschöne Berichte und wunderschöne Fotos, viel zum schmunzeln, viel Geschichte … Ich bin gespannt auf Deinen Tansania Aufenthalt. Weiterhin viel Spaß.
    Ich drück Dich ganz fest.
    Emmanuelle

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