4 Tage Luxus

Mittwoch, 8.6.2011

Heute also fängt mein ‚Luxus-Urlaub’ im 4*-Beach-Resort an – ich bin mal gespannt, ob es einen ‚Pferdefuß’ bei dem supergünstigen Schnäppchen gibt!

Aber noch bin ich hier im Quetzal – kann auch heute noch solange bleiben, wie es nötig ist, ohne etwas zusätzlich bezahlen zu müssen (weil ich ja soolange Gast hier war :-))! Ich habe zwar meine Sachen soweit fertig, aber so kann ich schnell noch auf die Post gehen und noch das kleine Päckchen für Anna wegbringen – das Porto ist hier sicherlich günstiger als in USA und ich habe wieder ein bißchen Gepäck weniger (ich stecke auch gleich noch mein Spanisch-Buch mit rein, das brauche ich vorläufig auch nicht mehr)!
Das Postamt zu finden, ist gar nicht so einfach – ich habe zwar eine Beschreibung, aber kann das Gebäude trotzdem nirgendwo sehen! Bis ich dann merke dass ich immer nach irgendeinem Gebäude in blau oder blau-weiß gesucht habe, die Farben der diversen ‚correos’ in den letzten drei südamerikanischen Staaten! Hier in Mexiko sind die Farben der Post aber pink-lindgrün-weiß – mal was ganz Anderes :-)! Als ich dann endlich im richtigen Postamt stehe, geht alles ganz schnell – die Beamtin hinter dem Schalter ist äußerst hilfsbereit!
Da ich noch früh dran bin, gehe ich schnell noch mal zum Mercado 28, der gleich hier um die Ecke ist. Hoffe, doch noch eins der typischen weißen Kleider mit Stickerei zu finden, die typisch für die Gegend hier sind. Das wäre noch ein gutes Kleidungsstück für die nächsten Wochen, die eher warm bzw. heiß werden werden!
Ja, ich bin erfolgreich und dazu gibt es noch ein kleines Kleidchen für Anna – leider gerade zu spät, hätte ich gut noch ins Päckchen stecken können. Aber das ist so klein, das bringe ich bestimmt noch im Gepäck unter. Eigentlich wollte ich auch noch mal irgendwo nach Schuhen schauen – mit meinen „Wandertretern“ will ich ja nicht unbedingt im Luxus-Resort erscheinen! Leider finde ich nichts für mich – entweder schwindelerregend hohe Stilettos (an so was muß ich mich zu Hause erst mal wieder langsam gewöhnen :-)) oder eher ‚Gesundheitslatschen’ (da kann ich gleich mit meinen Eccos aufschlagen). Andererseits werde ich sowieso meist meine Flip Flops dort anhaben und für abends gehen meine Peeptoes, die ich mir in Buenos Aires gekauft hatte! Also, das Geld spar ich mir hier dann doch lieber!

Im Hostel packe ich nur schnell die neuen Sachen in meinen Koffer, dann bringe ich alles Gepäck schon mal nach unten – eine etwas halsbrecherische Angelegenheit auf der steilen Wendeltreppe, aber ich komme wohlbehalten unten an! Dort wartet eine Überraschung auf mich – ich bekomme fast 20% Discount bei der Rechnungsstellung und auch mein 2x Wäsche waschen wird nicht berechnet! Das ist ein schönes Sümmchen, das ich mir so sparen kann! Weil ich so ein langer und unkomplizierter Gast war – na, das ist doch ganz meinerseits! Ich bin ja schließlich solange geblieben, weil es so nett hier war – aber ich freue mich natürlich über das gesparte Geld!
Monicas Mann fängt mir noch ein Taxi und handelt einen guten Preis für mich aus und los geht’s! Herzliches Verabschieden „komm mal wieder vorbei“ und schon bin ich auf dem Weg Richtung Strand!

Meine Unterkunft für die letzten vier Tage hier in Mexiko ist gar nicht so einfach zu finden – nirgendwo an der Hauptstraße steht ein Schild bzw. ist irgendein Hinweis. Der Taxifahrer und ich verzweifeln schon fast, als wir in eine Polizeikontrolle kommen – hier können wir endlich noch mal nach dem Hotel fragen! Wir sind schon dran vorbei gefahren – es ist nämlich eine gemeinsame Einfahrt für 4 Hotels! Erst ziemlich weit von der Straße entfernt teilt sich der Weg zu den verschiedenen Resorts auf!

Damit Ihr nicht denkt, ich binde Euch einen Bären auf – hier könnt Ihr selber lesen, wie es Besuchern vor mir hier gefallen hat!

http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g150812-d285111-Reviews-Catalonia_Playa_Maroma-Playa_del_Carmen_Yucatan_Peninsula.html

Die Ankunft ist schon mal sehr viel versprechend – gibt gleich eine Margarita zur Begrüßung, ehe mich der freundliche Page durch das Gelände führt, vorbei am SPA (was sehr gut aussieht :-)) und diversen Läden bis zur Rezeption für die „Privilege-Gäste“! Dort gibt es erstmal ein paar Häppchen und Tee, ehe die Formalitäten erledigt werden! Ich bekomme eine ‚silbernes’ All-Inklusive-Armband (im Gegensatz zu den Reisegruppen, die blaue, rote oder grüne haben), damit habe ich unbeschränkten Zutritt zu allen Einrichtungen hier! Und dann werde ich in mein Zimmer geführt – gleich im ersten Gebäude am Strand.
Was für ein schöner Raum – riesengroß, mit einem Wasch-/Ankleideraum und extra Dusche/WC, dazu ein schöner Balkon mit Sitzgruppe. Die Fußböden sind alle aus Terrakotta-Fliesen, das Waschbecken eine vielfarbige ‚Keramik-Schüssel’! Es gibt sogar ein ‚Menu’ für Kopfkissen – man kann sich genau das bestellen, was einem speziell zusagt!!! Die Minibar ist gefüllt mit Wasser, Softdrinks und Bier – und wird 2x täglich frisch aufgefüllt! Der einzige „Negativ-Punkt“ ist die Aussicht vom Balkon auf den Garten und nicht aufs Meer – aber damit kann ich bei diesem Preis gut leben :-)!



Fürs Essen gibt es auf dem Gelände 4 Restaurants und mehrere ‚Snack’-Möglichkeiten: Creperie, Tapas, Obst/Fruchtsäfte, Kuchen etc.. Dazu eine Bar im Empfangsgebäude, die 24 Std. (!) geöffnet hat und eine am großen Pool, der direkt vorm Meer liegt!
Am Strand findet man jede Menge Liegen – überdacht und auch nicht! Es sind ordentlich Wellen und es gibt puderweichen weißen Sand – letzteres aber so gar nicht mein Ding, weil ich es hasse, immer wie ein Wiener Schnitzel paniert zu sein :-).

Da es im Zimmer auch ein Bügelbrett gibt, ist jetzt ausnahmsweise auf dieser Reise mal ein wenig ‚Hausarbeit’ angesagt – in meinem Koffer wartet schon einiges! Aber hier in der klimatisierten Umgebung geht das leicht von der Hand und bald schon hängt der Kleiderschrank voller Sachen!
Anschließend erkunde ich noch ein wenig das Gelände, melde mich gleich für morgen zu einer Massage an und mache einen kurzen Strandspaziergang – ja, hier wird es mir gut gehen die nächsten 3 Tage!

Zum Abendessen gehe ich heute in das mexikansche Restaurant – das mexikanische Essen bei Monica war immer so lecker, dass ich mal wissen will, wie es hier schmeckt. Und es ist super – auch das Bier schmeckt hier wieder ausgesprochen gut dazu!

Satt und müde wandere ich zurück in mein Zimmer – hier waren inzwischen Heinzelmännchen zu Gast. Bett zurück geschlagen, Vorhänge geschlossen, eine kleine Portion Honig auf dem Nachttisch (damit soll man nach alter Maya-Sitte gut schlafen können)… Gute Nacht!

Donnerstag, 9.6.2011

Ja – ich habe gut geschlafen/verschlafen! Als ich wach werde, will mich eigentlich noch mal umdrehen, da es noch ‚stockfinster’ ist, bis mir einfällt, dass es hier total dichte Vorhänge gibt. Ein Blick auf die Uhr läßt mich elektrisiert aus dem Bett hopsen – 9.30h und Frühstück gibt es nur bis 10.30h :-)! Aber ich muß ja nur schnell duschen und mir was Leichtes anziehen und ab geht die Post! Aus der Tür hinaus getreten trifft mich allerdings fast der Schlag – die tropische Hitze hatte ich natürlich in meinem schön auf angenehme 25 Grad temperierten Zimmer total vergessen! Aber einmal draußen, habe ich mich schnell wieder dran gewöhnt und der Fußweg zum Frühstücks-Restaurant geht immer im ‚Dschungel’ entlang und damit ist es zum einen schattig und zum anderen ist es in dem vielen Grün auch nicht ganz so heiß!

Das Restaurant ist rundum eine mehr oder weniger offene Terrasse mit einer taillenhohen Holzbrüstung und von der bis zum (traditionellen) Strohdach sind Netze gespannt! Es gibt eine Menge hungriger Vögel und ‚Coatis’ (Nasenbären!) hier ringsum und denen wird so das stibitzen von den Frühstückstellern unmöglich gemacht! In den Beurteilungen zu diesem Hotel im Internet wurde es von einem Franzosen ganz schlecht beurteilt, weil er sich deswegen „wie im Gefängnis“ hier fühlte – manche Leute können schon etwas merkwürdig sein…
Trotzdem ich reltiv spät dran bin, gibt es noch jede Menge Auswahl, obwohl das Restaurant bzw. das Büffet schon um 7h geöffnet wird – offenbar wird regelmäßig nachgefüllt! Nicht ganz so über-üppig wie im ‚Bellefleur’ in Carlsbad :-), aber trotzdem eine riesengroße abwechslungsreiche Auswahl: Eier in jeder Form und natürlich die typisch amerikanischen und englischen Frühstücks’bestandteile’, Obst in vielen Variationen, Käse, Wurst, diverse mexikanische Salsas, frische Tomaten und Gurken, Kuchen, diverse Brotsorten, Guacamole, unterschiedliche Cereals, verschiedene Joghurts, acht verschiedene Sorten frischgepreßter Obst- und Gemüsesäfte etc. etc.!
Ich freue mich über ‚richtiges Schwarzbrot’, bis ich beim Hineinbeißen (mit Käse belegt!) merke, dass es ‚banana bread’ ist :-(– ansonsten geht aber alles gut! Ich esse lieber nicht soviel, halte mich an Obst und Joghurt – es soll mittags auch wieder allerhand Auswahl geben!
Langsam schlendere ich durch den ‚Wald’ wieder zurück – viele verschiedene Vögel fliegen um mich herum und immer wieder mal gräbt ein Nasenbär neben dem Weg nach Nahrung. Als ich an der Rezeption vorbei komme, winkt mich die junge Dame schnell hinein: Ob ich zufrieden bin, wie es mir gefällt, ob irgendwas fehlt? Ja, ich habe zwar Filterkaffee für meine Kaffeemaschine im Zimmer, aber ich würde lieber Tee trinken! Na ja, das ist ja überhaupt kein Problem – aus einer ‚Schatzkiste’ mit unzähligen verschiedenen Teesorten kann ich mir die (und soviel davon) aussuchen, die/wie ich möchte! Wenn noch irgendetwas ist – ich bin jederzeit willkommen! Ich fühle mich wirklich mehr als ‚gepampert’ hier!

Kurz zurück ins Zimmer und einen Couchsurfer in New Orleans für Sonntag nachmittag angeschrieben und dann an den Strand, vorher noch ein Handtuch dafür am „Entertainment-Schalter“ holen! Ich habe schon größte Befürchtungen, ob ich überhaupt noch ein schattiges Plätzchen finden werde – es ist ja schon fast mittags inzwischen. Aber entweder sind schon wieder viele Gäste weg oder es sind wirklich reichlich Liegen vorhanden – es ist überhaupt kein Problem, ein schttiges Plätzchen für mich zu finden!

Es gibt auch richtig schöne große Wellen – nur das Wasser ist durch die Regenfälle kürzlich und den starken Wind etwas von kurzen schwarzen Algenstücken durchsetzt. Wie mir aber jemand von den Lifeguards sagt, ist es schon deutlich weniger und sollte morgen wieder ganz weg sein! Aber es ist auch kein wirkliches Problem – kaum im etwas tieferen Wasser ist das sowieso verschwunden, hier schwimmen nur kleine und manchmal auch größere Fisch im glasklaren Wasser um mich herum! Das Wasser ist überhaupt nicht kalt – eher gut warm! Es macht großen Spaß, mit den und durch die Wellen zu schwimmen und ich kann gar nicht genug bekommen davon. Aber irgendwann macht sich Durst bemerkbar und deswegen gehe ich flugs zu zu meiner Liege. Kaum habe ich mich abgetrocknet, steht schon wie aus dem Erdboden gewachsen einer der vielen dienstbaren Geister hier vor mir und fragt, ob ich etwas zu trinken möchte – super! Er bringt mir eine Art ‚Pina Colada’ (köstlich!) ohne Alkohol und eine Flasche kühles Wasser – das ist genau richtig jetzt!
In meinem Zimmer hatte ich ein Buch über Mexiko gefunden, das ich hier am Strand dabei habe und in das ich mich jetzt ein wenig vertiefe! Ziemlich interessant das alles und ziemlich gefesselt von den vielen Informationen und schönen Fotos lege ich es erst weg, als ich es ausgelesen habe – inzwischen hat sich der Himmel ziemlich dunkel bezogen, es sieht aus wie Gewitter! Also schnell meine Sachen zusammen gerafft und zurück ins Zimmer – ich habe nämlich in Kürze auch meinen Massage-Termin! Da das Wetter wirklich sehr bedrohlich aussieht, nehme ich mir zum SPA vorsichtshalber einen der beiden großen Schirme aus meinem Zimmer mit – man weiß ja nie…
Die Massage ist einfach göttlich – 80 Minuten lang! Eine Stunde werde ich mit verschiedenen warmen Kräuterölen massiert (die letzten 20 Minuten davon vierhändig!) und dann gibt es noch 20 Minuten Massage mit heißen ‚Kräuterstempeln’ und danach eine ordentliche Tasse Kräutertee zum ‚Entgiften’! Ob das wirklich entgiftend funktioniert hat, weiß ich nicht – ich fühle mich jedenfalls grandios und beschließe, mir heute Abend „den Hummer“ zu gönnen!

Draußen ist es wieder hell geworden – die schwarzen Wolken sind, ohne Schaden angerichtet zu haben, bereits weiter gezogen! Im Zimmer muß ich mich erst ein wenig hinlegen und schnell eine Runde dösen – Entgiften scheint anstrengend zu sein!

Für den Hummer werfe ich mich heute mal in Schale – eine der beiden neuen Blusen und die schwarze Caprihose (die hat mir während meiner Reise wirklich schon oft gute Dienste geleistet – ich bin sehr froh, daß ich sie mir in Sydney am letzten Tag dort noch gekauft hatte), dazu meine tollen Ohrringe vom Souq in Mutrah! Ich bin sehr zufrieden mit mir – und das ist ja schließlich die Hauptsache :-)!
‚Privileg-’ und Suiten-Gäste bekommen für das ‚Terrace’-Restaurant zwei Gutscheine pro Woche Aufenthalt (für mich also nur einen, weil ich ja nur 3 1/2 Tage hier bin)! Dieses hübsche Restaurant in der ersten Etage über der Strandbar (direkt am Meer!) ist einfach sehr klein, hat dadurch natürlich einen sehr gemütlichen Charakter! Alle Gäste und so oft, wie die mögen würden, dort unterzubringen – das wäre einfach unmöglich!

Ein sehr schönes intimes Ambiente „unter dem Strohdach“ – ich bekomme auch einen schönen Tisch! Es gibt als Vorspeise verschiedene Tapasplatten – mit jeweils drei Stück inunterschiedlicher Zusammenstellung! Dann eine Reihe von leckeren Hauptgerichten, hauptsächlich Fisch – ich habe mir für heute aber den Hummer in den Kopf gesetzt und es gibt auch welchen (erst auf Nachfrage, auf der Karte steht er nicht)!
Begrüßt werde ich mit einem Cocktail aus Weißwein und einem Schluck Amaretto – gar nicht schlecht!

Das Essen beginnt mit einem ‚Gruß aus der Küche’ – ein winzig kleines Stückchen Rinderfilet (aber trotzdem auf den Punkt gebraten!) mit einer Erbse, einem kleinen Tomatenstückchen, einem Petersilienblättchen und einem Tüpfelchen Meerrettich-Creme verziert (hier müssen Zwergenhände am Werk gewesen sein…)! Als Vorspeise habe ich mir drei verschiedene Tapas ausgesucht – eins davon ist übrigens eine Portion Ceviche (das ist wirklich mit das Leckerste, was ich in Lateinamerika kennen gelernt habe)! Ich hoffe, ich finde in München auch ein Lokal, wo ich Ceviche in solcher Qualität essen kann!

Danach gibt es einen kleinen Zwischengang – eine ausgezeichnete Gemüsecreme-Suppe mit winzigen Croutons (davon hätte ich auch einen ganzen Teller essen können und nicht nur das kleine Cocktail-Glas voll :-()!
Aber dann – traraaaa! – kommt der Hummer! Was für ein Prachtstück – dankenswerterweise schon aufgeschnitten und ausgebreitet auf einem herrlichen Bett aus Safran-Reis und leckeres, fein geschnittenes und in Butter gedünstetes Gemüse dazu, extra noch 3 kleine, ganz frisch gebackene Sesam-Semmeln und Lemonbutter!

Dazu gibt es ein Glas trockenen spritzigen Weißwein aus der Region Navarra in Spanien!
Was für ein Festschmaus – ach, wie geht es mir gut!!! Eine große Dankbarkeit, wie wunderbar meine Reise bisher, aber auch mein Leben insgesamt, so verlaufen ist, macht sich in mir breit!

Obwohl ich nach der Riesenportion Hummer eigentlich gut satt bin, kann ich den ‚kleinen Schweinereien’, die es noch als Nachtisch gibt, nicht widerstehen! Aber auch das sind nur Miniportionen von drei Leckereien – gerade richtig für den ‚Nachspeisen-Magen’ :-)!

Draußen ist ein ziemlicher Sturm aufgekommen – die Hurrican-Saison hat begonnen und ich frage mich, ob der so beginnen könnte 😦 Die Palmen rund um die Terrasse draußen werden ordentlich gebeutelt! Aber da in den Instruktionen zum Falle eines Hurricanes (die in jedem Zimmer sehr prominent ausliegen!) ausdrücklich steht, daß die Gäste durch das Personal und durch Durchsagen entsprechend gewarnt werden, mache ich mir weiter keine Gedanken!
Ziemlich glücklich aber auch sehr müde gehe ich den kurzen Weg nach Hause! Ich muß nur aufpassen, daß mich der Sturm nicht in den Pool weht beim Vorbeigehen :-)!

Eigentlich wollte ich mir heute auch noch eine Show anschauen – aber das läßt sich wohl nicht mit Stunden am Strand, danach Massage und ausgiebigem guten Essen vereinbaren, ich will nur noch in mein Bett! Kaum liege ich darin, klingelt mein Telefon! Das Terrace-Restaurant ist dran – der Hummer ist nicht im ‚all inclusive‘ enthalten, kostet einen Aufpreis von 20$ – und sie hätten vergessen, mir das zum einen zu sagen und zum anderen, mich die Rechnung abzeichnen zu lassen! Okay, das werde ich morgen klären und dann morgen abend vorbei gehen, um zu unterschreiben – ich liege schon im Bett! Oh, große Entschuldigung und Betretenheit am anderen Ende der Leitung…
Heute haben sie den Honig auf dem Nachtisch vergessen – aber der ist wirklich nicht mehr nötig…

Freitag, 10.6.2011

Natürlich war die Nacht wieder super – wie könnte es in einer solchen Umgebung auch anders sein :-)! Auf dem Rückweg vom Frühstücken gehe ich heute die ‚Hauptstraße‘ entlang, weil ich hier in einem der Läden noch nach einem anderen Badeanzug schauen möchte (es gibt hier übrigens auch die großen Aschenbecher mit dem ‚Hotelstempel‘ im Sand…). Mitten auf dem ‚Dorfplatz‘ steht eine Gruppe von Leuten und beim Näherkommen sehe ich, daß einer der Fotografen hier Fotos mit einem der ‚Iguanas‘ macht, die hier auch immer wieder mal auftauchen! Das ist ein schönes großes Tier und einige Gäste warten schon darauf, damit fotografiert zu werden :-)! Es sind alles Italiener – ob das ein Zufall ist :-)? Ein Junge läßt sich den Leguan sogar auf den Kopf setzen und als ‚Kragen‘ um den Hals legen – der Fotograf macht heute richtig gute Geschäfte!

Einen Badeanzug finde ich nicht, aber ich sehe in einem der Schaufenster einen witzigen Schwimmreifen – eigentlich nur ein einfacher PVC-Reifen, jedoch mit einem ‚Reifenprofil‘! Sofort wird da die Erinnerung wach an den riesigen LKW-Schlauch, den meine Familie stets in den Urlaub nach Marina di Camerota mitgenommen hatte :-)!

Der weitere Tag gehört heute ganz und gar dem Strand! Ich packe mir mein Buch ein und suche mir wieder ein schönes Plätzchen! Ich habe dort auch nette Nachbarn, die gerne ein Auge auf meine Tasche haben, wenn ich ins Wasser gehe! Es ist einfach traumhaft – das Wasser ist heute wirklich glasklar! Hin und wieder fährt ein Motorboot vorbei, manchmal auch ein Jetski und einmal ‚fliegt‘ sogar ein Fallschirm von einem Boot gezogen vorbei! Das Wasser ist jedoch großräumig mit Schwimm-Tauen gekennzeichnet, so daß sich Schwimmer und Boote nicht in die Quere kommen! In einiger Entfernung ist auch auf dem Strand heute einiges los – mit einem Wasserball in ein Tor treffen (hier gewinnt ein Franzose vor einem Italiener aus Rom!) und ein Volleyballspiel (hier gewinnt die italienische dann gegen die französische Mannschaft! Ein Jubel wie bei einer gewonnenen Fußball-WM und zwei Unterlegene, die sich lautstark beim Schiedsrichter beschweren – aber immer kann man halt nicht gewinnen :-)!

Aus Italien und Frankreich kommt auch die Mehrheit der Reisegruppen – die paar Gäste aus anderen Ländern und auch hier aus Mexico selbst gehen da total unter. Wie mir die junge Frau bei der Anmeldung sagte, haben sie sehr oft ‚Honey Mooner‘ aus Deutschland und den USA zu Gast, aber kaum Reisegruppen – hin und wieder, so wie mich, mal deutsche Individualreisende! Aber das Gelände hier ist sehr weiträumig und die Reisegruppen sind etwas entfernt von den ‚Privilege-Gästen‘ untergebracht!
Am späteren Nachmittag mache ich einen Strandspaziergang zu den beiden anschließenden Beachhotels. Das zur Rechten ist offenbar noch einen Tick luxuriöser, das zur Linken scheint ähnlich wie hier zu sein – macht aber einen sehr modernen etwas unterkühlten Eindruck. Hier bei uns wirkt es halt schon sehr ‚mexikanisch‘ mit den bunten Häusern und dem ’naturbelassenen‘ Urwald dazwischen!

Bevor ich heute Steak essen gehe, mache ich noch den kleinen ‚Schlenker‘ am Terrace-Restaurant vorbei. Es ist in der Tat so, daß der Hummer nicht im Preis enthalten ist – es wurde mir gestern sogar der serviert, der eigentlich von jemand anderem bestellt war! Der Manager des Restaurants entschuldigt sich mehrfach und voll schlechten Gewissens – irgendwie hatten sie gedacht, daß von mir die Bestellung gewesen wäre, weil ich mir die Karte mit den Hauptgerichten garnicht angeschaut hätte, sondern gleich nach dem Hummer fragte. Als kleine ‚Wiedergutmachung‘ bekomme ich für morgen die Einladung, nochmal hierher zum ‚Abschiedsessen‘ zu kommen! Na, das ist doch was!
Eigentlich wollte ich heute Steak essen gehen, aber das wird mir gründlich verleidet. Im Steakhouse sind auf der Terrasse zwei Tische frei. Als die junge Frau am Empfang hört, daß ich allein bin, gibt sie mich ziemlich hochnäsig Bescheid, daß ich zu warten habe und will das Paar, das heute am Strand neben mir war und jetzt zufällig hinter mir steht, an einen der freien Tische bitten. Die jedoch weisen darauf hin, daß ich doch schließlich zuerst da gewesen wäre und es ja zwei freie Tische gäbe. Daraufhin verschwindet sie wortlos. Nach einer Weile taucht sie wieder auf, sieht, daß wir immer noch warten und steuert daraufhin einen Zweiertisch an (der unmittelbar am Durchgang zur Küche steht), wo ein Paar gerade mit der Vorspeise fertig ist. Dieses Paar wird aufgefordert (was die beiden offensichtlich etwas konsterniert zur Kenntnis nehmen), von ihrem Tisch an einen der freien Tische zu wechseln, danach wird von ihr in aller Ruhe nochmal neu eingedeckt und dann will sie mich an diesen Tisch setzen. Die beiden hinter mir und ich sind sprachlos und machen daraufhin auf dem Absatz kehrt und gehen ins nicht weit entfernte italienische Restaurant, wo wir gewohnt freundlich und vorbildlich empfangen werden. Für mich gäbe es einen wirklich schönen Tisch, aber die beiden Amerikaner fragen, ob ich mich nicht mit zu ihnen setzen möchte und es wird dann ein richtig fröhlicher Abend (mit Aperitif und Wein und Digestif…!) Schade – die beiden reisen morgen schon ab! Langsam wandere ich dann zurück in mein Zimmer – wieder vorsichtig am Pool vorbei, obwohl heute überhaupt kein Wind weht, aber so ganz sicher auf den Beinen bin ich trotzdem nicht wirklich:-)

Samstag, 11.Juni 2011
Heute muß ich nach dem köstlichen Frühstüch richtig „arbeiten“ – ich muß meinen Transfer für morgen früh organisieren, möchte meine Rechnung bezahlen, damit ich morgen nicht noch früher aufstehen muß und habe um 11.30h einen Termin zur Maniküre und Pediküre!
Es gibt leider so früh noch keinen Transfer-Bus, also bestelle ich mir ein Taxi. Wie mir der ‚bellboy‘ sagt, ist das morgens auch extra-teuer: 70$ anstelle von normal 40$. Aber was bleibt mir übrig – irgendwie muß ich ja zum Flughafen kommen… Ich ordere auch gleich jemand, der mir morgen früh das Gepäck im Zimmer abholt! Frühstück gibt es morgen nur in Form von Fruchtsaft, Kaffee oder Tee und Gebäck an der 24h-Bar – das Restaurant hat nämlich so früh noch nicht geöffnet! Ich muß morgen schon um 6h am Flughafen sein – d.h. also um 4.30h aufstehen!!!
Die Bezahlung der Rechnung geht danach sehr schnell und ohne Probleme vonstatten und ich kann mich in die Hände der Kosmetikerin begeben! Was für ein Genuß, wenn wieder mal alles ‚auf Vordermann‘ gebracht wird!
Hinterher halte ich mich erst e
inmal für eine Weile in meinem kühlen Zimmer auf! Dort erwartete mich bei meiner Rückkehr heute eine Überraschung – ein weißes Kaninchen saß in meinem Bett! Nein, das war keine Nachwirkung vom Alkohol gestern, sondern das Zimmermädchen hatte wohl ihren kreativen Tag

Endlich mal wieder schaue ich ein wenig fern – Nachrichten der Deutschen Welle und sogar in deutscher Sprache! Der Nagellack auf den Zehennägeln muß ja erst richtig trocknen, ehe ich wieder an den Strand gehen kann!
Mittags nutze ich heute die ‚Snack Bar‘ und bin sehr angetan – auch hier ein sehr abwechslungsreiches Angebot mit viel frischem Obst und Salat! Dann ein letztes Mal auf die Sonnenliege und in das herrliche Wasser!
Natürlich sind diese wenigen Tage hier viel zu schnell vergangen – aber man soll ja schließlich immer dann aufhören, wenn es am Schönsten ist! Ich bin aber auch schon ziemlich neugierig auf New Orleans! Leider habe ich von dem Couchsurfer eine Absage bekommen, da er schon eine andere Anmeldung hat. Aber ich habe über Hostelworld ein hübsch aussehendes Hostel gefunden und habe mich jetzt dort einemietet!
Am Liebsten würde ich heute garnicht vom Strand weggehen – aber die Aussicht auf das Abschiedsessen im Terrace Restaurant treibt mich dann doch unter die Dusche :-)!

Ich werde schon erwartet und bekomme einen schönen Tisch direkt an der Terrassentür – hier weht ein leichtes Lüftchen vom Meer, sehr angenehm! Heute kann ich noch einmal eine andere Tapas-Variation probieren und es gibt eine richtige ‚Gazpacho‘ als Zwischengericht! Als Hauptgericht leiste ich mir heute natürlich keinen Hummer mehr :-), sondern weiche auf einen richtig leckeren Fisch von der Karte aus! Sieht ein wenig aus wie überdimensionales Sushi, ist aber warm und schmeckt himmlisch!

Schweren Herzens begebe ich mich relativ früh schon ins Bett – ein paar Stunden Schlaf sollte ich schon noch bekommen vor der Fahrt zum Flughafen!


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Eine Antwort zu 4 Tage Luxus

  1. Sigrid schreibt:

    Meine liebe Christine,
    jetzt, da Du uns bald besuchst, stöbere ich nochmal in Deinem Reisebericht. Dieser Bericht erinnert mich sehr an unsere Flitterwochen in Playa del Carmen, die einfach traumhaft waren…. Dein Bericht macht nocheinmal mehr Lust, nächstes Jahr wieder nach Mexico zu fliegen – erst gestern Abend beim Abendbrot auf der Terrasse sprachen wir über unseren traumhaften Urlaub und unsere Sehnsucht …. Vielleicht sehen wir „Dein“ Hotel nächstes Jahr ja selber in natura …..
    Auf Wiedersehen liebste Christine in 2 Tagen bei uns im thüringer Land ;o)
    Deine Freundin Siggi mit ihrer gesamten Familie

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