Ankunft und erste Enttäuschungen…

11.9.2010
Von meinem Hotel in Singapur bis zur U-Bahn ist es ein Stück zu laufen, aber ich bin früh dran und die Temperatur ist so zeitig am Morgen noch angenehm. Die Anbindung des Airports durch die U-Bahn an die Stadt ist einfach vorbildlich. Vom Hauptterminal am Flughafen geht anschließend der blitzschnelle ‚Air Train’ zu den anderen Terminals. Und innerhalb der Terminals gibt es dann lange Rollsteige zu den einzelnen Gates.
Das Einchecken und auch die Immigration gehen wie üblich fix. Das ist wirklich ganz speziell hier, dass sich selbst die Schlangen vor den Immigration-Schaltern ganz schnell auflösen! So habe ich Zeit, gemütlich zu frühstücken und für Shopping! Ich kaufe ein paar Mondkuchen als Mitbringsel ein und schaue mal nach einem Fotoapparat. Das Nachfolgemodell für den, den ich jetzt habe, kostet knapp 200Euro. Mal sehen, wie die Preise in Hongkong aussehen werden.
Der Flug von Cathay startet ganz pünktlich, das Boarding ist aber auch schon 45 Min. vor Abflug! Auch hier eine gute Betreuung und vor allem gemütliche breite Economy-Sitze! Das Essen ist allerdings sehr durchschnittlich! Nach etwa 4 Stunden Flug setzen wir zur Landung an. Ich bin sehr neugierig auf den neuen Flughafen auf oder besser neben der Insel Lantau – als ich das letzte Mal mit Torsten hier war, haben wir eine Ausflugs-Tour über die Baustelle gemacht. Angekommen sind wir damals noch auf dem alten Airport mitten in der Stadt – abenteuerliche Landungen und Starts waren dort im Flugpreis inbegriffen!
Der Flughafen ist riesig, aber gut ausgeschildert. Auch hier ist die Immigration eine schnelle Angelegenheit, auf das Gepäck muß allerdings gewartet werden… Da ich schon mal hier bin, versuche ich gleich meinen Flug von Singapur nach Perth zu verlegen. Das geht aber hier leider nicht, da muß ich am Montag ins Stadtbüro von Singapore Airlines gehen. Dafür werde ich hier für eine Telefonkarte fündig und hole mir gleich eine ‚Octopus Card’ für die öffentlichen Verkehrsmittel. Dann frage ich mich zum ‚Airport Flyer’ durch, eine Buslinie, die deutlich günstiger ist als der Airport Express oder Taxi. Mit der U-Bahn möchte ich nicht fahren, weil ich doch die berühmten Hängebrücken sehen möchte.
Die Dame am ‚Flyer’-Schalter ist der Inbegriff von mir altbekannter chinesischer Attitüde – arrogant und mufflig! Meine Fragen werden nicht beantwortet bzw. immer nur auf den Fahrer verwiesen. Die Fahrt soll 40 HK$ kosten (zeigt sie mir auf einem Taschenrechner), okay! Ich bezahle mit einem 50HK$-Schein und sie schiebt mir das Ticket und 10HK$ Wechselgeld zurück. Als ich beim Weggehen noch mal einen Blick auf das Ticket werfe, sehe ich, dass ich ein Kinder- bzw. Seniorenticket habe. Ist ja richtig, aber als Preis steht da 20HK$. Ich gehe zurück und frage, wieso ich 40$ bezahlt habe, obwohl es nur 20$ kostet. Ohne eine Antwort schiebt sie mir dann 30$ wieder zurück! Auch gut – hab ich also nur 10$ bezahlt. Aber so eine unhöfliche und freche Schnepfe werde ich nicht auf ihren Irrtum aufmerksam machen!
An der Haltestelle bildet sich nach alt-englischer Manier eine Riesenschlange, bevor der Bus eintrifft. Die Fahrt ist jedoch ein wenig enttäuschend, weil es inzwischen auch hier regnet, was vom Himmel runter kann! Dadurch sind die Brücken natürlich nur schlecht zu sehen. Beim Einfahren in die Stadt in West-Kowloon bekomme ich schon einen Eindruck von den Veränderungen hier – die Häuser sind noch mehr und noch höher geworden!!!
In Central steige ich aus und will mir ein Taxi zum YWCA nehmen. Aber leider ist die Haltestelle nur eine Busbucht auf einer Schnellstraße, Taxis dürfen hier nicht halten. Aber es ist ein Zugang zu einem Bürohaus da, in dem sich auch ein STARBUCKS befindet. Also erst mal einen Kaffee – gibt übrigens haufenweise schöne HKG-Mugs und Espresso-Tassen der einzelnen Stadtteile für die Sammler unter Euch…). Internet ist nur 15 Min. ‚free of charge’ – will man mehr, muß man einen Vertrag mit einem chinesischen Anbieter abschließen. Aber im Hotel soll es ja eine Internet-Anbindung geben!
Wie mir der nette Waiter sagt, ist auf der anderen Seite des Hauses ein Zugang zu einem Taxistand. Dort steht auch schon ein wartendes Auto und bringt mich schnell zum Hotel. Ich hoffe nur, dass das Wetter besser wird. Das YWCA ‚Garden View’ ist zwar eine wirklich schöne Unterkunft, aber sie liegt am Fuße des Peak und zur nächsten MRT-Station ist es weit zu laufen – aber das bei Regen? Immer nur Taxi würde meine Reisekasse zu sehr strapazieren!
Ich bekomme ein DeLuxe-Zimmer ohne Aufpreis, weil kein Superior-Zimmer (das ich gebucht hatte) mehr frei war (manchmal hat spätes Ankommen halt auch Vorteile!). Es ist zwar nur in der 7.Etage (es gibt 20!), aber da das Hotel am Hang liegt, habe ich von meinem Bett aus freie Sicht auf einen Großteil der berühmten Skyline mit ihren farbigen Lichtspielen!
Leider funktioniert die Breitband-Anbindung meines Laptops nicht – die sehr freundliche Dame von der Rezeption und ich versuchen es fast eine halbe Stunde und sind doch erfolglos. WLan gibt es nur im Restaurant. Dort lassen sich aber die WebSites, die ich brauche nicht aufrufen – weiß der Kuckuck warum! Also muß ich morgen in der Stadt irgendwo ein Internet Café finden und versuchen, einen USB-Stick für eine eigene Verbindung zu kaufen, wenn das nicht zu teuer ist. Internet-Probleme hätte ich nun gerade in Hongkong nicht erwartet…

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Eine Antwort zu Ankunft und erste Enttäuschungen…

  1. Sohn #2 schreibt:

    Na das einzelen Websiten sich nicht aufrufen lassen, hat evtl mit CHINA zu tun?
    Wobei ich eigentlich nicht denke, dass Du auf irgendwelchen subversiven Seiten unterwegs bis.

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