Ankunft bei meiner SERVAS-Gastgeberfamilie

29.9.2010
Heute starte ich zu meiner ersten längeren Busfahrt während dieser Reise. Sind zwar nur gut 5 Stunden, aber das ist für mich bzw. für den Anfang schon mal ganz schön viel! Louise hat mir noch zwei Sandwiches gemacht und eine Wasserflasche zurecht gestellt, ehe sie mich wieder zum Bahnhof bringt – dort fahren nämlich auch die Busse ab! Es gibt zwar Schienen bis weit über Albany hinaus, mein heutiges Ziel, aber die werden nur für Gütertransporte genutzt!
Es geht wieder durch Farm- und Plantagenland – eine äußerst liebliche Landschaft! ist wirklich witzig, die Unterwegs-Stops finden ausschließlich an z.T. sehr altertümlichen Bahnhöfen statt – es scheint also früher auch Personenverkehr auf der Strecke gegeben zu haben! Nach etwa 2 Stunden wird eine halbstündige Pause an einem sog. ‚Roadhouse’ eingelegt – Tankstelle, Bahnhof, Laden, Gasthaus und Motel in einem. Das Essen ist so schlecht nicht, aber die Atmosphäre wie in einer großen Scheune mit großen Tischen und Bänken! Hier kaufe ich noch ein paar Kleinigkeiten als Gastgeschenk für Familie Stam ein, meine Gastgeber für die nächsten beiden Tage.
Am Nachmittag gibt es noch einmal eine kurze Kaffeepause (Toilette gibt es an Bord des Busses) und kurz vor halb sechs kommen wir überpünktlich in Albany am Bahnhof an.
Ich hatte im Vorfeld einige Mails mit Max Stam gewechselt und er hatte mir geschrieben, dass er mich abholen würde: ‚Watch for a white Volvo Station Wagon with 2 or more kids insight“! Aber soviel ich auch watchte, ich konnte kein solches Auto entdecken! Na ja, wir waren ja wirklich auch mehr als pünktlich, ich warte halt eine Weile.
Als ich dann schließlich nur noch alleine vor dem Bahnhof stand und fast schon eine halbe Stunde vergangen war, rief ich doch mal bei Familie Stam an. Anke Stam, eine junge Frau, die aus der Nähe von Hamburg stammt, war am Telefon: Max wäre gerade losgefahren, hätte zwar nicht gesagt wohin, aber sie geht mal davon aus, dass er mich abholen wird, könnte aber etwa 15 Minuten dauern! Und tatsächlich bog dann auch pünktlich ein weißer Volvo um die Ecke und ein völlig schuldbewusster Max stieg aus einem ansonsten leeren Auto aus: „sorry“ – er hatte das heute total vergessen!
Aber macht ja nichts, hat doch noch geklappt. Als wir auf den Hof einfahren, stehen die Kinder schon zur Begrüßung bereit: Rebecka (14), Jemimah (10) und Carina (6), letztere ein absolutes Abbild von meiner Enkeltochter Rebecca! Auf dem Arm von Anke wartete das jüngste Kind der Familie, Tobias (knapp 2). Zur Familie gehört auch noch ein Hund – Philby, der mich ebenfalls schwanzwedelnd begrüßte! Das war wirklich ein ausgesprochen netter Empfang!
Nachdem ich mich ein wenig heimisch gemacht hatte – ich darf mit in Rebeckas Zimmer schlafen – trug Anke schon das Abendessen auf: Gemüse, Kartoffelbrei und Fisch! Schon da fragten mich die Kinder, wie lange ich denn bleiben würde. Lange Gesichter bei meiner Antwort ‚2 Tage, wie es bei SERVAS üblich ist’. Also gut, ich hänge dann doch noch einen Tag an, aber länger geht wegen meiner weitere Zeitplanung nicht mehr!
Wir sitzen noch ewig am großen Familientisch zusammen, ehe dann nach und nach alle in ihren Betten verschwinden. Vorher hat mich Anke noch bei ihrem Chef für eine Whale Watching Tour für den morgigen Nachmittag angemeldet! Ich bin gespannt – hier sollen die Wale bis ganz dicht ans Boot heran schwimmen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s