Meine Tage in Cusco

Samstag, 7.Mai 2011

Heute geht es also in das dritte und letzte Land meines Süd-Amerika-Abenteuers – PERU! Der Flug nach Cusco geht über La Paz und Lima – ich muß aber nur in Lima umsteigen, in La Paz können wir im Flieger bleiben. Der Abschied von Santa Cruz fällt mir ein wenig schwer – weiß ich doch, wie mir die Höhe zusetzen kann! Und Cusco liegt etwa so hoch wie auch La Paz!
Bei der Zwischenlandung in La Paz kann ich endlich mal einige der zahllosen kleinen Kirchen in El Alto fotografieren – es ist nicht zu fassen, wie viele es davon gibt!


Der Zwischenaufenthalt dauert nicht lange und bald schon sind wir wieder in der Luft! Noch im Steigflug nähern wir uns dem Titicaca-See, der ja gar nicht so weit von La Paz entfernt ist – es ist schon beeindruckend, wie große dieser See ist!

Ich kann mich immer gar nicht satt sehen an der Landschaft da unten – und hier ist es besonders beeindruckend! Sind doch die Berge sehr hoch und vom Flieger aus fast zum Greifen nah! Auch kann man gut erkennen,wie viele Vulkane es hier gibt – teilweise sind die Gipfel von Eis und Schnee bedeckt, manchmal kann man aber richtig in die Caldera hineinschauen! Auch die vielen tiefen Täler und Schluchten hier sind gut zu erkennen! Man fragt sich wirklich, wie oft die Menschen, die dort zu Hause sind, in die nächste Stadt fahren – es scheinen unendliche Weg zu sein!


In Lima muß ich die Einreiseprozeduren über mich ergehen lassen und mein Gepäck durch den Zoll bringen – beides geht ohne Probleme vonstatten. Danach geht es erst in die Ankunftshalle und von dort in die erste Etage zu den nationalen Abflügen! Ich würde mir gern einen Kaffee kaufen – aber bei Starbucks, wo ich auch mit Bolivianos bezahlen könnte, ist so eine lange Schlange und bei den anderen Cafés nehmen sie nur Dollar oder Soles – beides habe ich nicht und es gibt hier in bei den Abfluggates auch nirgends irgendwelche Geldautomaten! Selbst die Exchange-Schalter wechseln nämlich keine Bolivianos…
Aber so lange habe ich gar nicht zu warten, da wird mein Flug auch schon aufgerufen! Es geht wieder mit einer kleinen Maschine weiter – Cusco liegt mitten in den Bergen und der Anflug ist nicht so ganz ohne! Es geht wieder zurück über die Anden und bald schon sind wir über der Hochebene mit ihren tief eingeschnittenen Schluchten und Flusstälern!

Auch Cusco liegt in so einem Tal und unser Flieger muß sich nach und nach nach unten ‚schrauben’, ehe er zur Landung ansetzen kann! Ich bin froh, dass ich hier nicht wieder abfliegen muß – ist offenbar wirklich ein äußerst anspruchsvoller Flughafen, so umgeben von hohen Bergen…





Aber wir kommen glücklich auf dem Boden an und was empfängt mich dort als erstes – große Reklametafeln von Coca Cola und McDonalds…! Auch hier geht es auf festgelegten Wegen übers Rollfeld zur Gepäckausgabe, obwohl es sogar einige ‚Finger’ hier gibt. Es ist herrliches Wetter, aber ein wenig kühl – was Wunder, auf 3.400m! Ich merke die Höhe auch gleich wieder – kaum ein paar Schritte gegangen, muß ich schon tief durchschnaufen :-(! Mein Gepäck kommt mit als erstes, so dass ich schnell noch Geld am Automaten ziehen kann, bevor ich dann auch schon vor dem Flughafen stehe! Auch hier gibt es einen Taxi Dispatcher, der mich zum nächsten Taxi bringt. Ich hatte schon vom Hostel Bescheid bekommen, dass die Preise mit den authorisierten Taxis etwas höher sind, aber das bezahle ich gern, um sicher im Hostel anzukommen.
Das Hostel „El Rosal“ ist direkt an die Kirche ‚San Pedro’ angebaut! Alle Einnahmen aus dem Hotelbetrieb kommen dem der Kirche angeschlossenen Waisenhaus zu gute! Das nenne ich mal eine gute Sache – schön wohnen und gleichzeitig Gutes tun :-)! Und mein Zimmer ist wirklich schön – und hat eine Heizung!!! Auch aus der Dusche kommt richtig heißes Wasser und das zu jeder Zeit! Das war in Boliviens Hochland ein großes Problem – immer kalt in den Hostels und, wenn überhaupt, nur lauwarme Duschen :-(! Hier werde ich mich bestimmt so richtig wohlfühlen – auch die MitarbeiterInnen sind alle äußerst bemüht und hilfsbereit! Ich richte mich schnell ein und mache dann einen kurzen Einkaufsbummel um die Ecke – ich hatte bei der Herfahrt ein paar Indiofrauen mit Blumen dort gesehen! Es ist nicht zu fassen, wie billig die Blumen hier sind – und da ich doch ein paar Tage hier bleiben werde, kaufe ich mir einen kleinen Strauß für mein Zimmer! Gegenüber dem Hostel ist die große Markthalle von Cusco – dort stöbere ich auch noch ein wenig durch! Vor allem Obst nehme ich mit und für morgen Mittag eine Avocado und ein paar Tomaten! Ich habe das Hostel mit ‚Media Pensión’ gebucht, muß mir also über Frühstück und Abendessen keine Gedanken machen!
Langsam schleiche ich zurück – heute abend werde ich wieder einmal meine Diamox-Tabletten nehmen! Ich fand und finde es ja ziemlich spannend hier in den Anden – aber diese ständige Abgeschlagenheit und Kurzatmigkeit geht mir ganz schön auf den Keks!!!
Im Hotel wartet schon eine junge Dame von einem Tourveranstalter auf mich! Ich hatte hier an der Rezeption gefragt wegen eines Ausflugs zu wieder mal einem Sonntagsmarkt und dort wurde mir diese Agentur empfohlen!
Mir wird eine Kombination angeboten – der Sonntagsmarkt in Chinchero, dazu noch eine Fahrt durch das ‚Valle Sagrado’, das heilige Tal der alten Inkas, mit Besuch der alten Inka-Städte Pisac und Ollantaytambo. Inkusive einem Lunch-Büffet soll das Ganze etwa 20€ kosten und ich sage kurz entschlossen zu!
Mit dem Abendessen sieht es schlecht aus – der Koch hat heute und morgen frei :-(! Da ich aber ein Essen gebucht habe, stellt sich die Rezeptionistin in die Küche und bringt mir mein ‚Menü’ aufs Zimmer: Gemüsecremesuppe, gebratene Hühnerbrust mit Reis (und Pommes als ‚Gemüse’)! Aber ich bin sowieso nicht sehr hungrig, mache mir hinterher noch eine große Tasse Coca-Tee und verschwinde bald ins Bett – morgen werde ich bereits um 7.30h zur Tour abgeholt!

Sonntag, 8.Mai 2011

Ich habe geschlafen wie ein Stein – die Höhe macht mich offenbar vor allem wieder extrem müde! Das kann ja heiter werden, wo ich mir hier in Peru doch allerhand vorgenommen habe. Aber erst einmal lasse ich mich vom heutigen Tag überraschen!
Das Frühstück hier im Hotel ist reichlich (Büffet mit Cerealien, zweierlei Yoghurt, diversem frischem Obst, Käse, Wurst, Tomaten, Avocado, Vollkorn- und normalem Toast, zwei verschiedenen Frittatas, diverse Säfte, Kaffee oder Tee), leider ist der Frühstücksraum jedoch nicht geheizt! Man sitzt etwas fröstelnd vor seinem Teller und muß sich sehr beeilen, denn natürlich kühlen auch die Speisen und Getränke rasant schnell ab. Schade, dass man sich das Frühstück nicht auch ins Zimmer bringen lassen kann…
Aber heute habe ich sowieso nicht soviel Zeit – mehr als pünktlich steht ein junger Mann vor mir, der mich zur Sammelstelle des Busses fährt. Leider ist es ein deutlich größerer Bus, als ich erwartet hatte – die Gruppe umfasst etwa 20 Personen. Ich bin etwas verärgert, denn ich hatte extra gesagt, dass ich nur in einer kleinen Gruppe diesen Ausflug machen wollte. Aber nun kann ich leider nichts mehr ändern und füge mich in die Gegebenheiten.
Nach dem weiteren Aufsammeln von anderen Mitfahrern geht es gegen 8.30h aus der Stadt hinaus – d.h., es geht steil bergauf, an zwei weiteren Inka-Ausgrabungen hier in Cusco vorbei, über einen Pass und dann wieder steil hinunter in das Tal des Urubamba, dem wir heute fast den ganzen Tag folgen werden!





Unser erstes Ziel wird Pisac sein – ein kleines Städtchen, in dem heute auch ein Markt stattfindet und wo oberhalb mehrere gut erhaltene alte Inka-Dörfer und die typischen Terrassenfelder zu besichtigen sind!
Es sind wieder viele herrliche Ausblicke vom Bus aus möglich – wie schade, dass das, was für mich so schön ist, für die Bewohner hier mehr Not als Brot bedeutet! Alles muß den steilen Feldern richtiggehend abgerungen werden – kleine, steile Terrassen geben gerade mal das Nötigste her. Direkt am Fluß gibt es nur wenige kleine Parzellen – der tritt regelmäßig während der Regenzeit vehement über seine Ufer, so dass keine permanente Bestellung sinnvoll oder möglich ist! Wie auch schon in Bolivien macht mir der Anblick der vielen sehr armen Menschen schon manchmal zu schaffen… Sie verkaufen zwar oft Souvenirs o.ä., um ihr schmales Einkommen etwas aufzubessern, aber ich kann ja nicht jedem etwas abkaufen :-(!
In Pisac angekommen, werden wir erst einmal in einen riesigen Laden verfrachtet, wo wir uns anschauen können ‚wie Schmuckstücke aus Silber und heimischen Steinen hergestellt werden’. Ich hasse diese vorgeschobenen ‚Besichtigungen’, die immer nur darauf hinaus laufen, dass man auch möglichst viel in den dazugehörigen Läden einkaufen soll. Diese Mengen an Schmuckstücken, die hier zum Verkauf stehen – das glaub ich nie, dass die alle hier auch hergestellt werden! Der junge Mann, der in einer Ecke über einem Schleifgerät ein ‚Alibi-Schmckstück’ herstellt, kann diesen Eindruck auch nicht schmälern! Ich mache mich schnell aus dem Staub und will lieber über den gleich anschließenden Markt bummeln!
Gleich vor der Tür steht eine einheimische Frau mit zwei Kindern in der farbenfrohen Tracht von hier, die sich gegen Geld fotografieren lassen möchten – das mache ich dann doch gern, habe aber leider nicht sehr viel Kleingeld bei mir. Aber sie sind damit zufrieden (und vielleicht treffe ich sie ja noch mal, wenn ich gewechselt habe).
Einen großen Teil des Marktes nehmen Essensstände ein, wo überwiegend Suppen angeboten werden – meistens handelt es sich dabei um eine Quinoa-Basis mit viel verschiedenen Gemüsen und ein paar großen Fleischstücken darin. Dem wird schon fleißig zugesprochen, obwohl es gerade erst später Vormittag ist! Aber die meisten der Leute hier (außer den Touristen) haben ja oft schon eine mehrstündige Wanderung herab aus ihren Dörfern hinter sich und brauchen jetzt dringend eine Stärkung! Es ist eine schöne Stimmung – überall wird gescherzt und gelacht! Das zeigt mir wieder einmal, dass für gute Laune viel Geld nicht das nötigste ist…



Es wird hier wirklich alles angeboten, was der Mensch so zum Alltagsleben braucht. Vor allem viel frisches Gemüse und auch ein wenig Obst! Daneben aber auch Küchengerätschaften, Seile in allen Stärken, Stoffe, gebrauchte Kleidung (wahrscheinlich auch aus den ‚Kleidersammlungen’ in Deutschland bestückt – was für eine Pest!), Schuhe (auch die Sandalen aus alten Autoreifen gibt es hier wieder), Wasch- und Reinigungsmittel, Toilettenpapier und eine große Sektion mit Souvenirs für die Touristen!
Auf jeden Fall ist auch das hier ein farbenprächtiges Spektakel, in dem es großen Spaß macht, herum zu laufen! Ich kaufe auch ein paar Kleinigkeiten, damit ich endlich etwas Kleingeld habe – es gibt hier so viele Kinder, die hübsch anzusehen sind und ich möchte ihnen doch fürs Fotografieren auch eine Kleinigkeit geben! Die leuchtenden Augen, die mich dann anschauen, sind das auf jeden Fall wert. Ich würde ihnen ja gerne viel mehr geben, aber ich glaube, das wäre nicht gut! Leider treffe ich die Mutter mit den beiden Kindern nicht wieder, denen hätte ich gern noch mal etwas ‚drauf gelegt’.

Aber der Spaß ist bald wieder zu Ende – wir müssen uns alle zur vereinbarten Zeit am Bus einfinden. Auf dem Weg dahin gibt es noch einiges zu sehen und kurz vor dem Bus kann ich sogar noch einen schnellen Blick auf den örtlichen Friedhof werfen!



Der Bus quält sich jetzt eine steile Bergstraße hinauf zu einer uralten Inka-Siedlung, deren Terrassen wir schon vom Marktplatz aus gaaanz weit oben erkennen konnten! Es wird wohl eine Massenveranstaltung werden, so viele Busse, wie man auf dem Weg nach oben schon erkennen kann… Aber so ist das halt mit den Sehenswürdigkeiten!!!
Wir wandern alle zusammen in das Gelände, nicht ohne vorher an der Straße noch den Eintritt bezahlt zu haben – aber der gilt dann dankenswerterweise auch gleich für die beiden anderen Attraktionen, die heute noch auf uns warten!
Selbst diese relativ kleine ehemalige Siedlung hier ist wirklich beeindruckend – oben auf dem äußersten Gipfel des Berges ein paar Häuschen mehr oder weniger übereinander gestapelt und darunter die unzähligen Terrassenfelder, durch steile (Treppen)Wege verbunden!

Wie unser Guide uns erklärt, wäre das aus ökonomischen Gründen so gewesen – auf den blanken Felsspitzen die Häuser und auf allen Flächen, die zum anbauen nutzbar waren, eben die Felder. Auch unten im Flusstal hätte es damals schon Felder gegeben – dort wäre vor allem Mais angebaut worden, der in der Höhe nicht wachsen würde. Ich glaube das nicht ganz, denn gegenüber ist ein Berg, der eine riesige relativ flache Flanke hat – dort wäre ein Siedeln und ‚Ackerbau und Viehzucht’ viel leichter möglich gewesen, doch der ist völlig unberührt von alten Siedlungen. Ich denke ja eher, dass die absolute Berglage der Inka-Dörfer eher was mit Schutz und Verteidigung zu tun hatte – aber vielleicht liege ich da ja komplett falsch :-)!
Die Gruppe marschiert jetzt die unzähligen Treppen hoch – darauf verzichte ich jetzt einfach mal! Zum einen habe ich eh ganz schön zu japsen in der dünnen Luft hier und zum anderen gibt es heute noch ein ‚Heiligtum’ zu besichtigen, wo es wieder unzählige steile und hohe Treppenstufen hinauf gehen wird. Ich setze mich auf die Wiese und lasse diese herrliche Umgebung auf mich wirken! Hier bin ich auch fast allein, denn alle die anderen Gruppen nehmen natürlich auch auf schnellstem Weg den Aufstieg! Was für eine Massenveranstaltung!




Zurück geht es dann zum Bus und wieder hinunter auf der steilen Straße ins Flusstal. Jetzt geht es nach Orubamba, wo unser Mittagessen auf uns wartet. Die Gruppe wird auf drei verschiedene Restaurants aufgeteilt – offenbar gibt es beim Mittagessen (und beim Preis für die Tour) Qualitätsunterschiede. Ich habe Glück und gehöre zur Gruppe, die in ein Freiluft-Restaurant gefahren wird, wo ein wunderbares Lunch-Büffet auf uns wartet! Es ist wirklich herrlich, im Freien unter Sonnenschirmen zu sitzen und sich das leckere Essen schmecken zu lassen. Bei mir am Tisch sitzt ein Pärchen aus San Francisco und eine junge Chinesin aus Hongkong, die für ein Jahr in Lima als Englisch-Lehrerin arbeitet (sie spricht übrigens kein einziges Wort Spanisch…) und gerade eine Woche „Inka-Urlaub“ hat! Wir haben uns viel zu erzählen und das Zeichen zum Aufbruch kommt viel zu schnell:-(! Aber wir haben ja wirklich noch einiges an Programm ‚zu erledigen’.
Bei Fahrt aus der Stadt kommen wir am örtlichen Stadion vorbei, wo eine riesige Menschenmenge zugange ist – richtig, heute ist ja Muttertag! Das wird hier in einer großen gemeinsamen Veranstaltung für alle Mütter des Ortes zelebriert!

Unser nächstes Ziel Ollantaytambo ist nicht sehr weit entfernt – eigentlich ein Ort, der überhaupt nicht für Busse gemacht ist. Überall nur so schmale Straßen, dass unser Bus gerade mal so durch passt und die sind überdies mit ‚Kopfsteinpflaster’ aus großen Kieseln bedeckt – wir werden ordentlich durchgerüttelt. Aber endlich sind wir auf dem kleinen Platz gelandet, wo sich der Eingang in den ‚Archäologischen Park’ befindet – auch hier muß man jedoch erst einmal durch den Souvenirmarkt hindurch. Der Himmel hat sich inzwischen mit grauen Wolken bezogen und es werden überall auch Regenpelerinen angeboten – wir verzichten jedoch und vertrauen darauf, dass kein Regen kommen wird!

Hier geht es wirklich mehr als steil hinauf! Ich verstehe überhaupt nicht, warum die Inkas – die ja nach den gefundenen Skeletten nun nicht gerade riesig groß waren – überall so hohe Treppen gebaut hatten! Sie müssen eingebaute Sprunggelenke wie ein Frosch besessen haben – ich habe jedenfalls ziemlich zu tun mit meinen kurzen Beinen (aber andere aus der Gruppe auch!). Zu allem Überfluß fängt es etwa nach der Hälfte des Aufstiegs so richtig zu regnen an – so was hatte ich seit Australien nicht mehr! Unterstellen geht leider nicht – Dächer sind hier keine mehr erhalten :-(!



Bei diesem Bauwerk hier handelt es sich um die Überreste eines Tempels, zumindest kann man aus den kunstvoll bearbeiteten Stein- und Mauerresten darauf schließen! An der Felswand gegenüber kann man jedoch noch einen großen Vorratsspeicher erkennen – dort war dann wohl offenbar das Wohngebiet dieser Gemeinde!
Ollantaytambo ist übriges schon ganz nahe an Machu Picchu – hier werde ich in den nächsten Tagen dann den Zug besteigen, der mich dann zu dieser schönsten (sagt man!) aller Inka-Städte führen wird.
Nach dem, auch wieder mehr als mühseligen, Abstieg geht es an der schon jahrhunderte alten Wasserversorgung vorbei und durch ein altes Tor zurück zum Bus, der uns jetzt nach Chinchero bringen wird. Ich glaube, im Moment sind wir alle froh, im Bus zu sitzen – draußen sieht es gar nicht so aus, als ob das Wetter sich schnell bessern würde!
Wir fahren jetzt den gleichen Weg zurück bis Orubamba und überraschenderweise reißt der Himmel auf, kaum dass wir das Tal von Ollantaytambo verlassen habe – es haben sich wohl die Wolken da richtig angestaut! Überall sitzen die Menschen vor ihren kleinen Häuschen und haben heute zur Feier des Tages ‚cuys’ auf die Spieße über dem Grillfeuer gesteckt – sieht auf den ersten Blick ein wenig wie ‚Steckerlfisch’ aus! Ich habe mir das ja bisher gut verkneifen können – soll aber ein wenig wie Kaninchen schmecken. Jedes Haus hier hat einen kleinen Meerschweinchen-Stall, wo die Tiere für besondere Gelegenheiten gehalten werden. Es ist nämlich durchaus nicht so, dass es ständig und immer dieses Fleisch zum essen gibt! Nur an großen Feiertagen oder speziellen Festtagen in der Familie wird es i.d.R. aufgetischt – und Muttertag scheint einer dieser Festtage zu sein!
Auf den Grundstücken ist auch überall ‚choclo’ zum Trocknen ausgebreitet – die Maiskolben dieser speziellen Art hier, die riesige Körner hat! Sie sind etwa so große wie ‚Fuchzgerl’ und so ungefähr ½ cm im Durchmesser und werden in allen Formen serviert1 Kurz gegrillt als Snack, gebraten oder gekocht als Beilage, zerstampft als Grundlage für eine sehr sämige Suppe etc. etc. Choclo ist, neben den unzähligen Kartoffelsorten, das Hauptnahrungsmittel hier.


Nach Chinchero geht es von Orubamba eine steile Serpentinenstraße hinauf –es liegt auf etwa 3900m. Da es inzwischen schon später Nachmittag ist, werden wir wohl von dem Markt dort nicht viel mitbekommen – ich glaube kaum, dass wir vor dem Dunkelwerden dort sein werden. Andererseits ist es wunderschön, bei diesem jetzt ständig wechselnden Licht durch die Landschaft zu fahren – die Schneespitzen der Berge, die jetzt überall auftauchen, sehen da noch mal so geheimnisvoll aus!


Chinchero hat ebenfalls eine kleine archäologische Stätte, aber das Besondere dort ist die uralte Kirche gleich daneben (und die ist mit Steinen aus dem frühren Inkatempel dort erbaut). Ehe wir aber dorthin kommen, steht erst wieder die Besichtigung einer ‚Werkstatt’ an. Hier wirkt es aber einigermaßen authentisch – eine Kooperative von jungen Frauen betreibt eine Spinn- und Web-Werkstatt! Hier bekommen wir die Produktion eines Teppichs vom Spinnen der Wolle, Einfärben mit Kräuter- und Mineralfarben, Haltbarmachung der Farben mit bestimmten Kräuteraufgüssen bis hin zum Verweben der Wollstränge gezeigt. Angeschlossen ist natürlich wieder ein Souvenirshop, auch mit den Allerwelts-Souvenirs, wie sie überall verkauft werden – hier nur um einiges teurer!





Als wir jetzt durchs Dorf hoch zur Kirche wandern, hat die Dämmerung schon richtig eingesetzt. Es gibt aber noch ein paar Marktfrauen direkt auf dem Kirchenvorplatz – die haben sogar ein paar sehr individuelle Angebote. Aber dafür ist jetzt leider überhaupt keine Zeit mehr, wir wollen ja die Kirche noch anschauen, ehe sie schließt! Eine große Überraschung wartet auf uns – ein Kleinod hier mitten in dieser eher ärmlichen Gegend! Innen über und über bemalt und die Bögen und Wände teilweise mit massiven gehämmerten Silberplatten belegt, die Heiligenstatuen haben Gewänder mit kostbaren Gold-, Silber- und Edelsteinverzierungen an, die Ölgemälde an den Wänden sind wunderbare Arbeiten aus dem 16. und 17.Jh. – was für eine Pracht!
Als wir wieder nach draußen gehen ist es inzwischen dunkel geworden. Der Weg durchs Dorf wird nur durch ein paar wenige Laternen erleuchtet. Aber dank unseres Guides finden wir unbehelligt den Weg zurück! Ab in den Bus und dann zurück nach Cusco – leider ist von der Landschaft draußen überhaupt nichts mehr zu sehen!
Nach der überraschend kurzen Fahrt (irgendwie haben wir wohl auf dem Hinweg einen großen Umweg gefahren ) landen wir wieder in der Stadt. Leider werden wir nicht bei unseren Unterkünften abgeliefert, sondern auf der ‚Plaza San Francisco’ ausgeladen. Ich habe keine Ahnung, wo ich mich hier befinde – aber unser Guide erklärt mir, dass das nur quasi ‚um die Ecke’ von meinem Hotel wäre und beschreibt mir, wie ich zu gehen habe! Tatsächlich – in nicht mal 10 Minuten komme ich dort auch an! Aber trotzdem werde ich morgen erstmal einen ‚Besichtungstag’ hier in der Stadt einlegen, damit ich überhaupt mal einen Eindruck bekommen, wie und wo ich mich hier bewegen kann und soll!
Mein warmes Zimmer wartet schon auf mich – auf Abendessen muß ich der fortgeschrittenen Zeit wegen verzichten!

Montag, 9.Mai 2011

Ja, das hatte ich mir so schön vorgestellt mit der Stadterkundung heute – aber ich werde erstmal wieder ein wenig das Bett hüten! Die Höhe macht meinem Darm wieder zu schaffen und mein Schlafbedürfnis ist wieder gegen unendlich gewachsen :-(! So schön dieses Land ist – es ist offenbar zu hoch für mich…

Dienstag, 10.Mai 2011
Dank Diamox bin ich doch wieder einigermaßen auf dem Damm und meinem Erkundungsgang steht nichts mehr im Weg! Gott sei Dank sind hier die Straßen nicht so steil wie in La Paz – da sollte eigentlich alles klappen!
Aber erst mal frühstücken – bekleidet mit warmer Skiunterwäsche, dicker Strickjacke und meinen schafwollenen Socken aus Neuseeland macht das sogar richtig Spaß (ich habe inder Küche die Mikrowelle entdeckt – da wird alles, was kalt geworden ist, einfach wieder aufgewärmt:-))!
Aber dann geht es los – auch zum Stadtspaziergang ist meine ‚Winterausstattung‘ nicht verkehrt, es hat gerade mal 8 Grad… Als suche ich mir eine Niederlassung einer der Telefongesellschaften hier, damit ich mir eine neue Simcard kaufen kann! ‚Claro‘, der vertraute Anbieter aus Argentinien „winkt“ mir da gleich zu! Also den angesteuert – aber was für eine Reinfall! Hier sind wieder mal 4 MitarbeiterInnen mehr mit sich beschäftigt, als sich um (potentielle) Kunden zu kümmern. Nachdem ich eine ganze Weile gewartet habe, frage ich mal höflich nach, ob ich wohl bei einem von ihnen eine Simcard kaufen könnte. Ziemlich gelangweilt kommt zurück, ob ich eine Passkopie bei mir hätte – habe ich natürlich nicht :-(! Na, dann halt nicht – also doch erstmal weiter durch die Stadt!
Cusco war schon im alten Inkareich die Hauptstadt und das Zentrum des Landes – und das sieht und spürt man überall, wenn man durch seine Straßen und Plätze streift! Kaum eine Kirche oder ein Palast, wo man nicht noch die Grundmauern oder zumindest Teile davon von alten Inka-Tempeln erkennen kann.
Der erst Inka Manco Capác und seine Schwester Oqllo sollen vom Sonnengott Inti auf die Erde geschickt worden sein, um das erste Inkareich zu gründen – und das soll der Sage nach im 12.Jh. hier in Cusco geschehen sein!
Fast 400 Jahre lang wurde dieses Reich mit den Grundregeln „nicht lügen, nicht stehlen, nicht faul sein“ zum mächtigsten, das jemals in Südamerika bestand – es reichte von Quito im heutigen Ecuador bis Santiago im heutigen Chile! 1534 wurde dann von Francisco Pizzarro, diesem unendlich grausamen spanischen Eroberer, die (Alt)Stadt von Cusco in ihrer heutigen Form gegründet. Innerhalb und außerhalb des Stadtzentrums gibt es immer noch zahlreiche Zeugnisse des alten Inkareichs, obwohl die Spanier alles taten, um das möglichst schnell in Vergessenheit geraten zu lassen – sie zerstörten weitgehend die Tempel- und Palastanlagen der Inkas und machten sie zu sozusagen ‚offenen Steinbrüchen‘, aus denen sich die neuen Machthaber und ihre Anhänger mit Steinen zum Bauu von Kirchen und (spanischen) Palästen einfach so bedienen konnten! Die großen Kirchen wurden sogar auf den Grundmauern der alten Inka-Tempel aufgebaut…
Soviel im Schnelldurchlauf zur Geschichte dieser Stadt! Heute ist sie immer noch ein quirliges Zentrum – für die umliegenden Orte und Gemeinschaften genau so wie die Touristen aus aller Herren Länder, die das ganze Jahr über hierher kommen!

In der ganzen Stadt kann man noch zahlreiche alte koloniale Bauwerke erkennen. Nicht nur die zahllosen Kirchen hier, auch die ganz ’normalen‘ Häuser zeugen von langer Geschichte: Oft mit Grundmauern aus ‚Inka-Steinen zeigen Sie mit ihrer Bauweise (innen liegende Patios, Holzbalkone, Säulengänge bzw. Arkaden) deutlich, aus welcher Zeit sie stammen.








Auch die vielen Plätze, die zwischen den Häusern bzw. an den Straßenschnittpunkten befinden, zeigen sich heute noch ’spanisch‘: geometrische Formen, viele bunte Blumen und immer ein Denkmal in der Mitte!
Zur Feier des Tages leiste ich mir heute ein leichtes Mittagessen in hübscher Umgebung – im Innenhof des wunderbaren PRE-COLUMBIAN ART MUSEUMs gibt es ein schönes Restaurant! Dort lasse ich mir eine gesunde Tomaten-Rote Beete-Suppe mit kleinen Polenta-Klößchen schmecken! Danach geht es erst einmal nach Hause für eine kleine Mittagspause!
Am Nachmittag mache ich einen neuerlichen Versuch wegen der Telefonkarte. Mit meinem Pass ‚bewaffnet‘ kreuze ich wieder bei Claro auf – eine Kopie werden sie ja wohl selbst davon machen können. Aber weit gefehlt – sie verlangen allen Ernstes, daß ich irgendwo eine Kopie anfertigen lassen muß, die sie für ihre Unterlagen benötigen! Das ist mir dann doch zu bunt und ich gehe zwei Häuser weiter zu ‚Movistar‘ und hole mir dort eine Simcard! Kein Problem für die, eine Kopie zu machen und die Kosten für Telefongespräche sind die gleichen!
Zumindest in einer der Kirchen mache ich einen kleinen Rundgang – die Eintrittspreise sind ungewöhnlich hoch für hier: zwischen 5 und 15 €uro!!! Die Kathedrale ist mir zu teuer, also werfe ich einen Blick in die Jesuitenkirche! Wie immer hier, ist der Innenraum überreich mit Stuck, Gold und in kostbare Gewänder gehüllte Heiligenfiguren verziert! So prachtvoll das alles ist – meins ist das alles nicht! Ich finde einfach die Bauten von außen beeindruckender, von den Menschen, die sich auf Straßen und Plätzen aufhalten, ganz abgesehen!



Bei meiner Wanderung durchs Zentrum komme ich zufällig am Büro von ‚PeruRail‘ vorbei und kaufe mir kurz entschlossen für den kommenden Samstag gleich ein Zugticket für den ‚Andean Express‘ nach Puno am Titicacasee – meinem nächsten Ziel!
Langsam wird es nun Abend, überall gehen schon die Lichter an – also schnell nach Hause, damit ich nicht in die Nacht komme!


Heute heißt es noch Rucksack packen – morgen geht es per Bus und Zug für 2 Tage nach Aguas Calientes (‚Warme/Heiße Wasser‘), dem „Einstiegsort“ für Machu Picchu! Ich habe mich doch entschlossen, dieses Weltkulturerbe aufzusuchen – wenn ich schon mal hier bin, darf ich mir das doch nicht entgehen lassen (sagen alle Leute um mich rum!).

Freitag, 13.Mai 2011
Freitag, der dreizehnte – wenn ich abergläubisch wäre, würde ich heute besser im Bett bleiben! Aber ich bin’s ja nicht und außerdem haben mir die beiden letzten Tage, trotz gefühlten Millionen von Treppen, offenbar gut getan! Ich werde heute noch einmal durch die Stadt streifen – mir wurde gestern im Zug der Tipp für ein ‚deutsches‘ Café hier gegeben, da will ich nachmittags noch einfallen!
Es gäbe hier im Ort auch noch ein paar Inka-Tempel etc. anzuschauen – aber nach Machu Picchu wäre das wahrscheinlich enttäuschend (und außerdem habe ich keine Lust mehr auf Treppen :-)!). Die kleinen Straßen und Gassen hier in der Altstadt finde ich auch viel spannender!
Aber als erstes aber frage ich in der nächsten Pharmacy, ob sie auch irgendwelche Tabletten als Hilfe für die ungewohnte Höhe haben – ja, es gibt welche! Sind zwar nicht ganz billig – aber ich brauche sie ja wahrscheinlich auch noch in Puno, wohin ich morgen aufbrechen werde! Danach wandere ich mal in den ‚angesagten‘ Stadtteil San Blas – für mich aber etwas enttäuschend, da es dort zwar eine uralte Kirche gibt (die ist jedoch geschlossen), aber ansonsten hauptsächlich Souvenirgeschäfte! Daneben allerdings auch (sehr interessante) Restaurierungswerkstätten, wo auch zahllose pompöse Heiligen- und Engelbilder verkauft werden, ebenso wie Engel in jeder anderen Form und Größe. Auch Krippen werden hier angeboten – von Krippen in einer Eierschale bis fast Lebensgröße! Ich will zwar hier nichts kaufen, aber es ist interessant, sich hier um- und den Handwerkern bei der Arbeit zuzusehen ! Auch ein paar Designer-Geschäfte für Alpaka-Strickwaren finde ich – die sind mir aber zu teuer, sind ja fast europäische Preise :-(. Wäre ja mal interessant zu wissen, wieviel davon bei den Leuten ankommt, die die Wolle spinnen und färben und die kostbaren Stücke herstellen…


Ich habe jetzt auf jeden Fall ‚Kaffeedurst‘ und suche nach „Heidis“ – mit Nachfragen in einigen Geschäften finde ich es auch bald und ich bekomme einen schönen Platz auf der Empore zum Innenhof. Hier lasse ich mir einen leckeren Cappuccino und ein richtigen deutschen Käsekuchen schmecken – wunderbar!

Beim Rückweg durch die Stadt sehe ich dann eine große Ansammlung von lauter echten kleinen ‚Engeln‘ – hier ist offenbar heute erster Kindergartentag und die kleinen ‚Anfänger/innen‘ haben zu ihrer „Uniform“ alle Engelsflügel auf den Rücken geschnallt bekommen!

Im Vorbeigehen kaufe ich mir in einem Bekleidungshaus noch 2 langärmelige T-Shirts – es soll kalt in Puno sein! So ausgerüstet gehe ich nun doch zurück ins Hotel – Abendessen ist angesagt und ich muß ja mein gesamtes Gepäck noch anders packen für die endgültige Weiterreise.

Das war dann auch mein Aufenthalt in Cusco – eine sehr sehenswerte Stadt mit einem vielfältigen Umfeld! Für mich aber auch hier erschreckend (wie schon in Bolivien), wie arm der größte Teil der Bevölkerung doch ist. Selbst hier in dieser doch noch überschaubaren Stadt gibt es innerhalb von ein paar Schritten komplett unterschiedliche Lebensverhältisse. Mein Hotel ist z.B. nur 10 Minuten von der Plaza de Armas entfernt. Dort ist es edel, vornehm und teuer – und auf dem Weg zur Plaza de Pedro sieht man dann immer mehr Kinder als Schuhputzer, Landfrauen, die versuchen, ein paar Kamillenblüten oder Maiskolben zu verkaufen oder alte Menschen, die mit kleinen ‚Bauchläden‘ voller Süßigkeiten ihren Lebensunterhalt bestreiten! Immerhin legen auch die meisten armen Eltern großen Wert darauf, daß ihre Kinder zur Schule gehen – aber auch dort hapert es an allen Ecken und Enden! Die (öffentlichen) Schulhäuser sind in einem miserblen Zustand, haben oft keine Fenster, sondern nur vergitterte Öffnungen (deswegen muß der Unterricht aufhören, wenn es beginnt, richtig kalt zu werden!), Schulbücher werden schon seit 40 oder noch mehr Jahren die gleichen zerfledderten benutzt, in einer 2er-Bank drängeln sich meist drei Kinder (oder sitzen an den Wänden entlang auf dem Boden), der Unterricht findet in 3 Schichten statt: Morgens, mittags und abends (bei der ‚Abendschicht‘ haben die Kinder und Jugendlichen so gut wie immer schon einen harten Arbeitstag hinter sich), die Lehrer gehören zu den am schlechtesten bezahlten Angestellten im öffentlichen Dienst und dementsprechend ist auch deren ‚Berufsauffassung‘ (fehlen oft, bereiten sich nicht vor, lassen viele Stunden einfach ausfallen)! Private Schulen sind für den größten Teil der Bevölkerung unerschwinglich teuer, schon die vorgeschriebenen Schuluniformen (die ja grundsätzlich eine gute Sache sind), stürzen viele arme Familien in hohe Schulden! Nur 3% des Bruttoinlandsproduktes werden hier für Bildung ausgegeben – und in den Wahlprogrammen der Präsidentschaftskandidaten hier steht nichts davon, daß diese Summe erhöht werden soll (da ist dann von „auto pistas“ bis in die entlegendsten Dörfer die Rede oder von ‚Gen-Saatgut für alle Bauern’…).
Die allgemeine Schulausbildung umfaßt 11 Jahre, nach dem erfolgreichen Durchlaufen steht grundsätzlich ein Universitätsstudium offen – aber die öffentlchen Universitäten sind gnadenlos überfüllt und die privaten, allen voran die der Kirche, sind so teuer, daß sich das nur wenige Oberschicht-Familien leisten können!
Andererseits gibt es eine Einrichtung hier, die beispielhaft ist: SENATIS! Das sind ‚technische Berufsschulen‘, die aus einem Fonds gespeist werden, in den alle Unternehmen Perus mit mehr als 20 Beschäftigten monatlich 0,75% der gesamten Lohnsumme einzahlen müssen. Damit werden überall Lehrwerkstätten eingerichtet. SENATIS ist bekannt dafür, daß sie sehr gute Arbeit machen und die Jugendlichen, die dort einen technischen Abschluß machen, sind in der Wirtschaft sehr gesucht! Aber auch hier gibt es viel weniger Plätze, als eigentlich gebraucht würden…

Man kann sich überraschen lassen, ob oder was sich nach den Präsidentschaftswahlen Anfang Juni hier ändern wird!

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