Weihnachten auf dem Land

23.12.2010
Heute stehe ich erst um 8.30h auf – um 10.30h muß ich ausgecheckt haben, kann also alles ganz gemütlich angehen! Um 12.30h wird der Abholer von der Autovermietung kommen, um mich und mein Gepäck abzuholen. Die Zeit dazwischen nutze ich schnell noch, um ein bisschen an meinem Blog zu arbeiten!
Bei der Autovermietung geht alles ganz schnell – ein kleiner Sirion wird mein ‚Begleiter’ für die nächsten 13 Tage sein! Heute fahre ich nur nach Ranui, einem Vorort von Sydney. Dort bleibe ich bis zum 26., fahre dann weiter Richtung Norden in die ‚Bay of Islands’, wo ich am 27. meinen ganztägigen Segeltörn haben werde! Am 28. werde ich mich dann Richtung Süden auf den Weg machen, um wenigstens der Nordinsel ein wenig zu erkunden!
Es ist ein wenig ungewohnt, wieder mit einem Schaltauto unterwegs zu sein – die letzten Leihautos waren immer mit Automatikgetriebe! Aber ich habe einen so einfachen Weg vor mir, dass ich damit gut klar komme! Heute kann ich ein ganzes Stück eine der wenigen ‚richtigen’ Highways hier im Land nutzen – die meisten Straßen werden dann später allerdings relativ kleine kurvige Landstraßen sein!
Da ich relativ früh dran bin (ich habe mich bei Karen für etwa 16h angesagt), mache ich bei der Abfahrt Richtung Ranui erstmal in einem größeren Shopping Center Pause für einen Kaffee und um ein paar ‚lebenswichtige’ Dinge einzukaufen – vor allem Wasser! Ich habe bisher hier in NZ viel zu wenig getrunken! Irgendwie ist die Luft offenbar nicht so trocken wie in Australien – habe eigentlich so gut wie nie richtig Durst und vergesse manchmal den ganzen Tag ans Trinken. Aber wenn der Vorrat im Kofferraum da ist, wird sich das wieder ändern!
Ich finde auch noch ‚deutsche’ Pralinen und nehme die als Gastgeschenk mit! Nach einem kurzen Kaffee steige ich wieder in mein kleines Auto und gehe auf Entdeckungsreise ‚in the countryside’! Die Straße nach Ranui windet sich wie eine Schlange durch die Landschaft. Erst noch ziemlich flach, aber dann in engen Serpentinen einen Hügel hinauf. Ich bin sicher, dass ich schon viel zu weit bin nach Karens Beschreibung gestern am Telefon, aber nach jeder Kurve gibt es neue tolle Ausblicke, dass ich bewusst ein ganzes Stück so weiter fahre! An einem Feldweg biege ich dann ab und kann bis nach Auckland sehen! Als ich jedoch zum Fotografieren aussteigen will, kommt ein großer Deutscher Schäferhund auf mich zu. Schnell mache ich die Tür wieder zu (und auch das Fenster – das Auto ist zu klein oder der Hund zu groß!). Als ich bei dem Haus eine Frau sehe, der der Hund offenbar gehört, öffne ich das Fenster ein wenig und frage, ob er denn gefährlich sei. Da lacht sie sich halbtot und verneint, also steige ich aus – und habe ein total erfreutes schwanzwedelndes Etwas um mich herum, das offensichtlich die Abwechslung eines ‚neuen Menschen’ absolut genießt! Ich versuche, ein paar Fotos zu machen,


aber mit dem verspielten Hund an meiner Seite kann ich die Camera kaum ruhig halten! Als ich wieder ins Auto einsteige, würde er am liebsten mitfahren. Sein Frauchen ruft ihn zurück und er sitzt dann mit ganz traurigen Augen da und schaut mir nach!
Bei der Fahrt zurück sehe ich dann auch die Abzweigung zu Karen, die ich bei der Hinfahrt übersehen habe (verdeckt von einem dichtbelaubten Ast eines Baumes) und bin in ein paar Minuten vor dem Haus.
Auch Karens Schwester mit ihrer kleinen Enkeltochter Sheelilah ist gerade angekommen und so werden wir gleich alle bekannt gemacht! Auch der jüngste Sohn, Nick und seine Verlobte Gerda (sie kommt aus Lettland) sind schon da und gleich ist eine vergnügte Runde unter dem Pflaumenbaum im Garten bei Eistee versammelt! Das Wetter ist heute wirklich herrlich – ziemlich warm zwar, aber es geht beständig eine leichte kühle Brise! Irgendwie habe ich es offenbar wirklich nicht so mit den größeren Städten…
Im Lauf des Nachmittags kommen dann noch Karens Freundin Rose (bei der ich einquartiert worden bin), der zweite Sohn John und am späten Nachmittag der dritte Sohn Christian mit seiner Frau Nazeem (aus dem Iran) und dem kleinen Baby Darius (der genau 1 Monat älter ist als Anna!) vorbei. Alle drei jungen Männer sind außerordentlich sympathisch, aber auch Karen, ihre Schwester Heather und Freundin Rose –alle etwa in meinem Alter – sind gut drauf! Ein wirklich multikulturelles Haus im besten Sinne!
Hinter dem Haus ist ein großer Garten mit vor allem Gemüse und den Bienenstöcken! Karen hat vor etwa 6 Jahren mit den Bienen begonnen, weil immer weniger davon in ihrem Garten zu sehen waren und damit auch die Bestäubung der vielen Obstbäume zu wünschen übrig ließ! Inzwischen hat sie jedes Jahr Rekordernten bei Kirschen, Pflaumen und diversen Beerensträuchern und ist überzeugt, dass das an den Bienen liegt! Es wäre zwar ein hartes Stück Arbeit gewesen, alles über die Imkerei zu lernen, aber jetzt ist sie stolz auf die Ausbeute an eigenem Honig, der noch ein schöner Nebeneffekt ist.
Sie hat auch 7 Hühner und damit ständig frische Eier und baut alles in ihrem Garten organisch an! Die Beete mit den diversen Gemüsearten sind wirklich eine Pracht!
Die 4-jährige Sheelilah geht mit ihr am Abend Hühner füttern und ist danach völlig begeistert, dass es hier Eier von Hühnern gibt – ihre Mum hat nur immer welche aus dem Supermarkt!
Nach einem mehr als leckeren Abendessen – verschiedene Quiches aus frischen Eiern mit Gemüse und Salat aus dem eigenen Garten und die ersten Frühkartoffeln – gibt es noch eine Runde Scrabble für die älteren Ladies! Für mich natürlich eine spezielle Herausforderung zwischen all den englischen Muttersprachlerinnen und dementsprechend habe ich natürlich auch verloren! Aber da gab es Wörter, die ich noch nie im Leben gehört oder gelesen habe, geschweige denn wusste, was sie bedeuten. Aber es lag stets ein dickes ‚dictionary’ zwischen uns, mit dem dann jeder Zweifel an einem Wort sofort ausgeräumt werden konnte!
Als dann die Mücken zu ekelhaft werden, löst sich die Gesellschaft langsam auf – morgen muß ich dann unbedingt an mein Repellent denken!
Rose fährt mir voraus zu sich nach Hause und ich finde ein gemütliches Gästezimmer vor. Wir bereiten daheim zusammen noch eine der Nachspeisen für das morgige ‚Christmas Eve Dinner’ vor, sitzen danach lange zusammen und haben uns tausend Sachen zu erzählen – sie von ihrem Italien-Trip im letzten Oktober und ich von meiner Reise bisher! In Anbetracht dessen, dass es morgen wahrscheinlich auch wieder spät werden wird, gehen wir dann kurz vor Mitternacht endlich ins Bett!

24.12.2010

Heiliger Abend – zuhause endlich mal wieder ein (Alp)Traumweihnachten und ich hier im „für die Jahreszeit zu kalten“ New Zealand auf der anderen Seite der Weltkugel!
Aber irgendwie ist mir noch so gar nicht wie Weihnachten! Habe mir zwar noch eine extra CD mit Weihnachtsliedern gekauft (die sind hier deutlich billiger als in Australien!), aber so richtig will sich die Weihnachtsstimmung doch nicht einstellen! Fast den ganzen Vormittag verbringe ich auf der Suche nach einem bezahlbaren deutschen ‚Weihnachtsstollen’ – werde aber leider nicht fündig. Nicht mal zu horrenden Preisen ist hier einer zu bekommen! Es gibt zwar einen Spezialladen für ‚Europäische Delikatessen’, aber dort sind eher südosteuropäische Schmankerl zu bekommen! Auch einen ‚Bella Italia’, aber dort gibt es eben nur Panettone etc.. Also lass ich das lieber sein, kaufe aber noch einen Weihnachtsstern für meine „Übernachtungsgastgeberin“! Die Geschenkpackung, die ich eigentlich für Karen bei Body Shop gekauft habe, teile ich gerecht auf beide auf und packe sie in zwei hübsche Weihnachtstaschen. So geht keine leer aus!
Auf dem Nachhauseweg sehe ich im Vorbeifahren einen ‚Schönheitssalon’ und halte kurz entschlossen an! Zur Feier des Tages werde ich mir noch meine Augenbrauen verschönern lassen! Es ist eine indische Kosmetikerin, die die Brauen mit diesem speziellen ‚Faden’ zupft, wie sie es auch im Oman und den VAE machen. Das geht ratzfatz und ehe ein Auge zu tränen anfangen kann, ist sie auch schon fertig! Die Farbe wird dann im Liegen aufgetragen und während des Trocknens bekomme ich eine ausgiebige Kopfmassage – herrlich! Und das Ganze für umgerechnet etwa 15€!
Leider finde ich das Haus von Rose nicht gleich wieder (ich hatte mir dummerweise heute morgen die Adresse nicht aufgeschrieben!) – muß also erst bei Karen vorbei fahren und fragen. Nick beschreibt mir wie ich am Besten hinkomme, es ist ja wirklich nur um die Ecke!
Rose ist gerade auf dem Weg zu Karen, als ich ihr Haus erreiche. Ich bleibe aber hier und mache in Anbetracht der heutigen Mitternachtsmesse erst einen kleinen Mittagsschlaf.
Als ich dann auch bei Karen ankomme, ist der Pizzaofen bereits angeheizt und die ersten Pizzas bereits in Vorbereitung! Ich helfe Gerda noch beim Schneiden der diversen Zutaten und dann legen wir los!
Den Teig rollt John zwar hauchdünn aus – ich sage ihm trotzdem, dass er unbedingt einen Kurs bei einem italienischen Pizzabäcker machen sollte, wie man den aus einem Teigkloß in der Luft einen hauchdünnen Fladen macht! Er ist dem nicht abgeneigt – damit könnte er die ‚Mädels’ sicherlich beeindrucken :-)!
Wir alle belegen die dünnen Teigfladen (Karen hat als Basis eine herrlich selbstgemachte „Salsa“ vorbereitet) und Nick steht am Ofen und passt auf, dass nichts verbrennt! Es riecht bald wie im ‚Grotta’ und es schmeckt dann auch fast genau so gut! Leider können wir wg. beginnenden Schauern nicht unter dem Pflaumenbaum essen, sondern müssen auf den Carport ausweichen! Es sind noch 5 Teigbällchen übrig, als wir dann alle streiken – genug ist genug! Es soll eigentlich noch ein Zironensorbet als Nachspeise geben, aber das heben wir dann doch besser auf morgen auf!

Rose bricht etwa um 6h nach Hause auf, ich bleibe noch ein wenig, um mich mit den ‚Jungs’ und ihrem Anhang zu unterhalten. Vor allem interessiert mich, ob es nicht schwierig war für Chris, eine junge Frau aus dem Iran zu heiraten (nein, war es überhaupt nicht – alle Genehmigungen haben nur 5 Tage gedauert, die Hochzeit fand in Teheran statt und danach konnten sie beide ohne Probleme nach New Zealand ausreisen. Und wo sich Nick und Gerda aus dem doch so weit entfernten Lettland kennen gelernt haben (bei einem Bootsbauer in Italien!)! Danach zeigen mir Nick und Karen noch ihren Anteil am ‚Community Garden’ und wir ernten gleich für morgen noch: Blaue Kartoffeln, frische Gurken, Dill, Bohnen, Petersilienwurzeln, Knoblauch und Zwiebeln.
Gegen 8h fahre ich auch nach Hause, ich will mich noch umziehen und um 9h ist Abfahrt angesagt! Die Kirche, in die wir heute abend gehen, ist um die Ecke von dem Hostel, in dem ich die Tage vorher gewohnt habe. Als wir ankommen, ist noch relativ wenig los, aber es füllt sich schnell. Bald werden in den Nebengängen überall noch zusätzliche Stühle aufgestellt! Wie bei uns – am Heiligen Abend sind die Kirchen zum Bersten voll!
Ich bin ein wenig erstaunt über die ‚Größe’ des Weihnachtsbaums und dass er einfach so irgendwo in einer hinteren Ecke stand – unbeleuchtet!

Im Altarraum war nur ein (gar nicht so großer) Adventskranz mit 4 dicken Kerzen aufgestellt und ein wunderschönes großes Blumengebinde aus weißen Lilien, goldenen Misteln und grünen Zweigen. Ringsum waren an den Wänden Kerzen aufgestellt, die zu Beginn der ‚Christmas Corals’ angezündet wurden! Ein wenig erstaunt war ich über die ‚Kleiderordnung’ – von Tanktops und Shorts bis zu abendlicher Kleidung war alles vertreten. Das verwunderte mich umso mehr, als es hier und in Australien immer wieder hieß „no shoes, no pants, no shirts – no drinks’…
Das Licht ging aus und bei Kerzenlicht spielten zu Anfang 5 Blechbläser ein paar Weihnachtslieder – darunter auch solche „Gassenhauer“ wie ‚White Christmas’ oder ‚Santa Claus is coming to town’. Dann wurde eine weihnachtliche Geschichte vorgelesen und dann wurde unter Orgelbegleitung nur noch voller Inbrunst gesungen. Einige Lieder waren mir neu (‚Once, in Royal Davids City’ oder ‚Little Town of Bethlehem’ oder ‚While Shepherds watched’), andere kannte ich (‚Joy to the World’ oder ‚Hark! The Herald Angels Sing’ oder ‚Come, all ye faithful’). Aber da es für jeden Gast eine Textbroschüre gab, konnte ich bei allen Lieder mitsingen! Natürlich stand auch ‚Stille Nacht’ auf dem Programm – da habe ich mir dann erlaubt, einfach den deutschen Text zu singen, was keinen gestört hat (und dabei habe ich dann doch eine Träne zerdrückt!). Mit Hilfe der Texte konnte ich sogar eine Lied auf Maori mitsingen ‚Te Harinui’ – keine Ahnung, was das bedeutet, aber es hat sich toll gesungen!
Nach dieser Stunde war eine kurze Pause, ehe die Christmette dann anfing! Der ‚Herr Stadtpfarrer’ von ‚St. Matthew in the City’ hat sein graues Priesterhemd mit schwarzer Hose gegen einen goldbestickten Talar getauscht – die ‚Frau Stadtpfarrerin’ ihres in einem strahlenden Türkis und ihre weiße Hose ebenso! Obwohl die anglikanische Kirche ja der römisch-katholischen sehr nahe steht, gibt es weibliche Priester und – übrigens in Neuseeland – auch die erste weibliche Bischöfin! Die Nähe zur katholischen Kirche machte sich aber im verschwenderisch verströmten Weihrauch bemerkbar!

Es war eine wirklich schön Messe – sogar für mich! Es gab kurze Lesungen von Gemeindemitgliedern (eigene Geschichten und natürlich die Weihnachtsgeschichte!), eine wundervolle Predigt des Pfarrers (er ist Amerikaner und nach Neuseeland ausgewandert, weil er mit der Politik von Bush jun. nicht mehr leben konnte!), ein Abendmahl mit richtigem Brot und vor allem auch Wein für jeden und wieder vielen Liedern dazwischen. Gegen 1.30h war dann Ende und kurz nach 2h kamen wir wieder daheim an. Auch Rowan hatte sich in der Kirche zu uns gesellt – seine Schicht im Parkhaus (er arbeitet als Student dort nebenbei) war um 11.30h zu Ende!
Todmüde fielen wir nur noch in unsere Betten, nachdem wir uns morgen um 10h zum Frühstück verabredet hatten!

25.12.2012

Trotz der kurzen Nacht war ich schon um 9h wach. Draußen ist es immer noch grau in grau. Schnell ins Bad, ehe die anderen beiden wach werden und aus dem Auto die Geschenke von ‚Santa’ geholt!
Rose hat sich sehr gefreut, dass ich überhaupt etwas für sie habe – aber es gab auch eine schöne ‚Schafsmilch-Seife’ für mich! Zum Frühstück gab es ihre ‚Christmas’-Spezialität: Semmeln, gefüllt mit ‚Blue Cheese’ und einem Ei, bedeckt mit ein wenig ‚bacon’ – ein wirkliches Gedicht! Rowan leistet uns zum Frühstück Gesellschaft, geht dann aber ins Bett zurück, heute Abend ruft wieder die Nachtschicht…
Ich breche bald nach dem Frühstück auf zu Karen – ich hatte versprochen, dass ich auch etwas zum Feiertags-Lunch beisteuere. Ich werde geschmorte Gurken mache. Das kennt keiner und sie haben soviel Gurken im Garten und sind neugierig, wie das schmeckt. Das wäre dann ein gute Möglichkeit, die Gurken künftig zu verarbeiten! Übrigens heißen die bei uns ‚Gärtnergurken’ genannten Gurken hier auch ‚gurker’ – ‚cucumber’ sind nur die langen Schlangengurken!
Sheelilah kommt mir total aufgekratzt entgegen und weiß gar nicht, was sie mir zuerst zeigen und erzählen soll, was „Santa“ ihr alles im Kamin hinterlassen hat! Im Ofen brutzelt schon der traditionelle Weihnachtsschinken, verziert mit Nelken und Ananas. Daneben backen die blauen Kartoffeln mit Knoblauch und Zwiebeln. Karen bereitet gerade einen Salat aus Rote Bete und Schafskäse zu und Heather, ihre Schwester, wäscht eine große Schüssel Salat! Die Jungs stellen Tische und Bänke um, damit wir alle unter dem Pflaumenbaum Platz haben! Der neue Tisch – Karen und Rose haben aus vielerlei Porzellan- und Keramikresten ein wunderschönes Tischplatten-Mosaik gemacht und von Nick wurde daraus eine herrlicher Tisch als Weihnachtsgeschenk für seine Mutter gemacht – wird heute als Beistelltisch genutzt! Es gibt einfach zu viel und das hat nicht alles auf dem Esstisch Platz!
Als Rose eintrifft, kommen noch gebackene Pflaumen mit Schinken und geschmorte Zwiebeln dazu und Karen macht eine riesige Schale mit frischen Spaghetti und einer von ihr selbst importierten apulischen Tomatensauce!
Bald sitzen alle schwatzend und schmausend rund um den großen Tisch. Meine Gurken finden großen Anklang, die wird es hier jetzt öfters geben, aber natürlich wird allem anderen auch ausgiebig zugesprochen. Als wir dann jedoch alle kurz vor dem Platzen aufhören, sind noch jede Menge ‚leftovers’ da, die für den morgigen ‚Boxing Day’ im Kühlschrank verstaut werden!

Sheelilah ist todmüde, aber das streitet sie natürlich total ab! Ich schlage ihr vor, dass wir uns gemeinsam ‚Ice Age’ anschauen, einen der Filme, die sie zu Weihnachten bekommen hat! Sie kuschelt sich an mich und ehe der Film richtig angefangen hat, schläft sie dann doch schon!
Ich helfe draußen noch ein wenig beim ‚clearing’ und dann sitze ich mit Nazeem und Christian zusammen und wir unterhalten uns vor allem über den Iran, aber auch über den Oman und meine Reisen dort. Falls ich irgendwann vielleicht doch noch mal in den Iran komme, werden mir Nazeems Eltern als ‚Fremdenführer’ angeboten! Die kleine Familie bricht aber auch bald auf, sie fliegen morgen für 4 Wochen nach Teheran zu den Eltern und haben noch nichts vorbereitet!
Das Haus ist jetzt fast leer – Nick und Gerda sind im Garten beim Gießen, nur John sitzt am Computer! Also setzen wir ‚älteren Damen’ uns unter dem Pflaumenbaum zu einem leckeren Kaffee zusammen. Eine der Nachbarinnen kommt vorbei und da gibt es dann doch allerhand zu erzählen. Rose verschwindet bald, sie will Rowan zur Arbeit fahren – die Züge nach Auckland fahren ja heute und morgen nicht! Ich bleibe noch ein wenig, aber es wird bald kühl und die Mücken kommen – also ‚rette’ ich mich zu Rose und wir verquatschen dann den restlichen Abend! Nebenbei erhalte ich von ihr noch ein wenig Nachhilfe in englischen ‚prepositions’, meinen ganz speziellen Problemen in dieser Sprache :-)!
Kurz nach 11h ziehe ich mich dann aber ins Bett zurück – ich will morgen nicht zu spät los!

Eine Antwort zu Weihnachten auf dem Land

  1. Siggi schreibt:

    Meine Liebe…. da ist ja nun Dein Weihnachtsbericht!
    Ein ganz gemütliches Familienfest, wenn auch so ganz ohne jegliche Schneeflocke oder Minusgrade … ich bin beruhigt und höre, es ging Dir gut, hatte ich auch ehrlich gesagt nicht anders erwartet ;0) = gut so!
    Dann verlebe die restlichen Tage in 2010 noch gut und komme gesund ins neue Jahr, in dem wir uns dann wiedersehen – das wird eines meiner besonderen Momente in 2011!!!
    Paß weiter gut auf Dich auf! In Gedanken bei Dir
    Siggi

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