Bolivien

Liebe Kinder, Freunde, Verwandte, Bekannte und unbekannte Leser meines Blogs!
Ich bin heute gut in La Paz eingetroffen – mit Erlebnissen der dritten Art bei LAN Chile, doch darüber spaeter mehr! Der Flughafen von La Paz liegt auf etwas über 4000 m, die Stadt tief in einem Canyon auf immerhin noch über 3500m! Von dort breitet sich das Stadtquartier die steilen Hänge aus – ganz unten sind die Wohnquartiere der ‚besseren‘ Leute (deutlich angenehmer zum Leben), die Hänge ringsum ziehen sich dann die Wohngebiete der ’normalen‘ Bewohner, schön nach Einkommen abgestimmt, hoch und ganz oben sind dann die Wohnquartiere der eher ärmeren Bevölkerung! Das bedeutet, daß die Leute, die am härtesten arbeiten, noch jeden Tag den Weg in die Tiefe und dann abends wieder hinauf vor sich haben! Aber auch ‚unten‘ gibt es genügend Straßen, die sich steil die Hänge hinaufziehen – immer gut für ordentlich ’schnaufen‘!
Die Hoehe macht mir insoweit zu schaffen, als dass ich alles gaaaanz langsam angehen muss – jeder Schritt fuehlt sich an, als ob ich ‚Gewichte an den Fuessen‘ haette (mein Zimmer ist in der 2.Etage ohne Lift!). Mich troestet aber, dass es einigen jungen Leuten hier im Hostel aehnlich und noch schlimmer geht. Im Moment bin ich nur muede und koennte staendig schlafen – der Hostelbesitzer hier findet das voellig okay und meint, mein Bett waere heute und vielleicht auch noch morgen der beste Platz, den ich mir aussuchen koennte fuer eine schnelle Akklimatisation (dabei Cocatee in rauhen Mengen trinken, den es kostenlos hier im Hostel gibt!).

Bolivien ist eine voellig andere Welt! DER Staat in Suedamerika mit dem hoechsten andin-indigenen Bevoelkerungsanteil und das sieht man hier in La Paz schon ganz deutlich – ueberall sind Frauen in ihren traditionellen farbenfrohen Trachten zu sehen – mindestens 100 🙂 Röcke übereinander und dann noch alles in Volants, den gewebten dicken Schultertüchern und mit den witzigen dazu gehoerigen entweder ‚Bowler‘-, breitkrempigen Panama- oder auch sehr phantasievollen Hueten, wie sie bei uns als breitkrempige für besondere Anlässe verkauft werden! Manche haben auch gestrickte steife Mützen auf! Die Kopfbedeckung kommt auf den Stamm an, dem sie angehören, wie auch die Länge der Röcke (manche sind gerade mal kniekurz, andere fast bodenlang!
Ein wenig komme ich mir vor wie ein paar Jahrzehnte zurueck versetzt! Auch diese Lastwaegen mit den langen Schnauzen und bunt lackiert und auch solche Dodge-Busse gibt es hier noch, wie man sie aus alten Filmen kennt! Vor allem auch die Preise machen diesen Eindruck – die Taxifahrt vom Flughafen kostete 50 BOBs (Bolivianische Bolivares oder so aehnlich), etwa 5 Euro Festpreis fuer ca. 30 Min. Fahrt (darin waren auch noch einige Fotostopps des freundlichen Fahrers enthalten – soo eilig hat man es hier dann doch nicht!).
Es war eine beeindruckende Fahrt zum Einstand – in steilen Serpentinen hinab ins Tal! La Paz ist uebrigens gar nicht die Hauptstadt von Bolivien, diese Ehre gebuehrt der deutlich kleineren Stadt Sucre (auf die freue ich mich besonders, muss sehr schoen sein!), und auch nicht die groesste Stadt (das ist naemlich inzwischen Santa Cruz im Osten) – aber es ist eine offenbar wirklich ganz tolle Stadt und natuerlich schon der Regierungssitz! Aber zurueck zu den Preisen – ein Ei kostet etwa 8 Cent, mein EZ hier im Hostel nicht ganz 5 Euro die Nacht, die Stunde Internet etwa 30 Cent, mein Frühstück 1€ (Tee, Toast, Butter, Marmelade – ‚continental‘ eben)!
Das alles ist natuerlich sehr vorteilhaft fuer mich (und meine Reisekasse!), hat aber leider auch den Nachteil, dass ich nur in ganz grossen Abstaenden diese Seite hier werde fuellen koennen (vor allem mit Bildern). Das Internet ist noch lange nicht flaechendeckend hier, mit WiFi sieht es ganz schlecht aus und das Hochladen von Fotos ist nicht ueberall erlaubt!

Also bleibt bitte neugierig – es wird viel zu berichten und zu sehen geben, wenn auch vielleicht erst spaet!

An dieser Stelle einmal ein ganz groesses ‚Rundum-Dankeschoen‘ an alle von Euch, die regelmaessig hier auf dieser Seite zu Gast sind und mich in den vergangenen Monaten mit ihren zahlreichen Kommentaren ‚verbal‘ unterstuetzt haben! Auch wenn ich nicht auf jeden einzelnen geantwortet habe – es macht doch erst richtigen Spass zu schreiben, wenn man immer wieder positives Feedback bekommt!

Koennt Ihr Euch denn vorstellen, dass von dieser sooooo langen Zeit von 15 Monaten inzwischen schon fast 2/3 vergangen sind? Ich selbst kann das zumindest garnicht fassen!!! Aber noch bleibt vieles zu entdecken und erleben!

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4 Antworten zu Bolivien

  1. Helga schreibt:

    liebe Christine,
    ich kann mir noch garnicht vorstellen, dass Deine tollen Berichte einmal aufhören- aber dann es wird es doch sicher ein Buch und ausgedehnte Lesereisen geben.
    Ich freu mich, Dich einmal persönlich kennen zu lernen :-).
    Auf Deiner weiteren Tour viele unvergessliche Erlebnisse und weiterhin viel Glück.
    Alle Liebe
    Helga

    • grannyontour schreibt:

      Danke Dir vielmals – aber noch bin ich ja eine Weile unterwegs :-)! Das mit dem Buch – schön wär’s… Aber wenn nicht, München ist ja nicht sooo weit weg von Dir- das wird dann mit dem Kennenlernen irgendwie schon mal klappen :-)!

  2. Elke Z. schreibt:

    Hallo Christine,
    bin schon gespannt, was du dann von Bolivien alles zu berichten hast. Wir sind jetzt scho wieder 4 Wochen von Indien zurück und könnten scho wieder los. Reisen is was schönes!
    Jetzt sind wir ja scho a paar Jahre immer wieder in Asien unterwegs. Durch deine Berichte werden wir uns jetzt aber doch mal umorientieren müssen. Einfach nur super!
    D`Eltern sind momentan a unterwegs! So kann und soll man das Leben genießen!
    Schöne Grüße aus München/Germering
    Elke

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