Wiedersehen mit Stadt und Menschen!

23./24.8.2010
Das war heute ein mühsames Aufstehen – wieder einmal war 4.30h als Weckzeit angesagt! Es war aber gestern doch fast 10h als ich im Bett lag!
Das Iftar-Essen war köstlich und es war alles geboten, was es im Oman so an Köstlichkeiten gibt (auch den unübertrefflichen Brotauflauf ‚Umm Ali’ als Dessert!) und noch vieles darüber hinaus! Nur den Kaffee haben sie nicht richtig hinbekommen – es gab statt es omanischen/arabischen nur einen türkischen: Im Kännchen mit viel Zucker aufgekocht, ziemlich stark aber ohne alle Gewürze!
Frank, der Taxifahrer, stand heute morgen schon lange vor der vereinbarten Zeit vor der Tür – hat aber in dieser Zeit noch ein Schläfchen eingelegt!
Die Fahrt zum Flughafen im Dunkeln war einigermaßen abenteuerlich! Es führt zwar eine 4-spurige autobahnähnliche Straße aus Daressalam hinaus, aber die ist nur teilweise beleuchtet (die meisten Straßenlaternen sind ‚not working’…), übersät von tiefen Schlaglöchern oder ‚bumps’, die durch nur halbherzig abgeschlossene Kanalarbeiten entstanden sind, und vor allem fahren jede Menge Busse ohne Licht – bei stockschwarzer Nacht! Aber ein einheimischer Taxifahrer weiß das schließlich und so kamen wir trotz aller Widrigkeiten wohlbehalten am Airport an!
Zum Abschied habe ich Frank meine nicht aktivierte SimCard mit einem Guthaben von immerhin 10.000 TSh geschenkt – er hat sich gefreut wie ein Schnitzel: ‚God bless you’, ‚hope you will come back again’, ‚take care of you’ – er konnte sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter guten Wünschen! So hat diese blöde Karte dann doch noch einem guten Zweck gedient!
Am Flughafen ging es sehr schnell – 1 ½ Stunden vor dem Abflug waren kaum Leute da! Allerdings zwei deutsche Urlauberpaare, die sich tierisch darüber aufregten, dass 1 Dose Haarspray und eine große Flasche Sonnenmilch im Handgepäck bei der ersten Sicherheitskontrolle beanstandet wurden! Es wurde ihnen die Möglichkeit angeboten, die Sachen noch schnell in die Koffer zu packen – das schlugen sie erstmal aus ‚sehen wir doch gar nicht ein’. Als die Securitiy Frau dann die Sachen beschlagnahmen wollte, kam sofort die Aussage ‚die will das bloß selbst behalten, kriegt ja sonst so gutes Zeug nicht’ usw. – natürlich immer alles auf deutsch und untereinander… Da ist mir dann der Geduldsfaden gerissen und ich fragte sie, von wo sie denn angereist wären. Was denn das damit zu tun hätte, dass sich hier die Security Leute an den Sachen der Touristen vergreifen? Erst als ich sie daran erinnerte, dass diese Vorschriften schließlich weltweit gelten und sie solche Kontrollen auch in Deutschland durchlaufen müssen, gaben sie widerwillig nach und verpackten die Sachen im Koffer! Leute gibt’s!!!

Der Flug nach Johannesburg war wie üblich in der Kältekammer! Diesmal hatte ich jedoch vorgesorgt! Meine Jeans und den Fleecepullover aufgehoben, die ich eigentlich in Tansania zurück lassen wollte, und mein wollenes Unterhemd und dicke Socken angezogen. So habe ich den Flug unbeschadet überstanden. In Johannesburg musste ich mir dann die Bordkarte für den Weiterflug holen und fragte gleich, wie das mit einem Meilen-Upgrade in die Business Class aussehen würde – ‚leider komplett ausgebucht’! Schade, wo ich doch so viele Meilen habe!
Bei meinem Ausflug durch die Buchläden des OR Tambo Flugplatzes fand ich endlich auch einen kleinen Bali-Reiseführer und noch einen zusätzlich für Singapur!
Abflug von Johannesburg war mittags um 13.30h. Gleich zu Beginn des Fluges gab es schon jede Menge ‚Refreshments’: Die üblichen heißen Handtücher, Mandeln, Cocktails, Säfte, kleine Häppchen… Das Abendessen kam dann gegen 17h (da war es draußen auch schon dunkel) – ein Traum von richtig leckerem Essen! Singapore Airlines hat offenbar nicht umsonst so einen guten Ruf! Auch die Bord Crew war mehr als freundlich – so wurde mir z.B. gleich nach dem Hinsetzen schon gesagt, dass der Flug nicht ausgebucht wäre und ich die beiden Sitze neben mir noch zum Schlafen nutzen könnte (by the way – auch Business war beileibe nicht ausgebucht – scheute offenbar nur die Arbeit, die Gute am Check In!). Es war zwar auch ziemlich kühl hier, aber ich hatte ja vorgesorgt.
Leider hat die Möglichkeit, mich hinzulegen, gar nicht viel genutzt! Es war einfach viel zu früh zum Schlafen und der Flug wurde auch einigermaßen turbulent! Also war Video-on-Demand angesagt und ein wenig lesen! Als ich dann langsam müde wurde und gerade eingeschlafen war, ging ZING!!! das Licht wieder an: Frühstück!!! Auf meiner inneren Uhr war es gerade mal 10h abends, aber der Zeitunterschied zu Singapur ist eben doch 6 Stunden!
Also dann eben frühstücken und was so alles zur Landevorbereitung dazu gehört und nicht mehr schlafen!

Die Ankunft um 5.35h in Singapore Changi war mehr als easy! Wir waren offenbar der erste Flieger, aber alle Schalter bei der Immigration waren bereits geöffnet – das ging vielleicht fix dort, obwohl ich sogar meinen Impfpass wegen der Gelbfieber-Impfung vorzeigen musste!
Dann das Gepäck geholt, das auch schon auf dem ‚Förderband’ lag und raus! Ist ja beeindruckend, wie sauber dieser Flughafen ist! Kein Fleckchen war auf dem überall verlegten Teppichboden zu sehen!
Leider gab es jedoch keine Dusche, die ich gerne genutzt hätte – bzw. die vorhandenen machen erst um 10h auf!!!
Also habe ich mich in einer der Toiletten nur umgezogen, denn ‚im wirklichen Leben’ sollte es lt. Durchsage der Piloten bereits 28 Grad warm sein!
Die Möglichkeit, mit der U-Bahn ‚SMRT’ in die Stadt zu fahren, fiel auch aus – so früh am Morgen haben die Schalter noch nicht auf und es gab weder die Möglichkeit, Kleingeld einzuwechseln noch einen Netzplan zu finden, wo ich überhaupt mal sehen konnte, wohin ich eigentlich fahren müsste!

Aber ‚Singapore Tourism Board’ ist um diese frühe Morgenstunde dankenswerterweise schon besetzt! Dort bekomme ich jede Menge sehr gutes Infomaterial und den Ratschlag, doch mit dem Airport Shuttle in die Stadt zu fahren – der fährt bis vor das entsprechende Hotel und kostet nur etwa 5Euro. Gesagt, getan – ich war der einzige Fahrgast und nach etwa 20 Minuten stand ich schon in der Victoria Street im Zentrum! Mein Zimmer im Victoria Hotel war zwar schon fertig, aber Check In ist erst um 14h, „I’m so sorry“! Erst als ich sagte, ich würde auch bezahlen dafür, konnte ich gleich ins Zimmer! Etwa 20Euro war es mir doch wert, mich duschen und ein wenig hinlegen zu können!
Aber – das war das kleinste Hotelzimmer, das ich jemals bewohnt habe!!! Das angrenzende Bad (übrigens für ‚handicapped people’!) war größer als das Zimmer! Ich denke, 5 qm sind nicht untertrieben für das Zimmer und ca. 6 für das Bad!!!
Aber es war sauber, es gab alles, was man so braucht incl. free Wireless, Kühlschrank und Fernseher…
Schnell eine Mail an Laura, dass ich jetzt angekommen bin, dann unter die Dusche und ins Bett! Lange habe ich aber nicht geschlafen, ich musste am Vormittag noch zur Indonesischen Botschaft wg. meines Visums für Bali! Bekäme ich zwar auch dort am Flughafen, aber wie Adi mir sagte, dauert das dort immer ewig! Also schnell ins Taxi und dorthin gefahren! Wow! Das ist ja mal ein imposantes Botschaftsgebäude! Die Formalitäten waren schnell erledigt, 65 SIN$ bezahlt und am Donnerstag Nachmittag kann ich das Visum abholen!

Laura traf ich danach zum ’small lunch‘! Das war eine große Freude, als sie mich in der Lobby erwartete – wir haben uns ja ewig nicht gesehen! Leider fliegt sie heute abend schon nach Rom zu ihren Eltern und hat auch noch ein paar Sachen zu besorgen! Aber wir nutzen die kurze Zeit, um mal wieder ausgiebig zu ‚ratschen’! Wir werden uns ja „schon bald“ wieder sehen – entweder Anfang des Jahres in Californien (sie hat vielleicht eine Fortbildung in L.A. zu der Zeit, wenn ich möglicherweise gerade bei Barbara Station mache!), spätestens aber zum Schluß meiner Reise in Montreal – sie werden nämlich dann dort wohnen und wollen dann viele Gäste haben!!
Den Rest des Nachmittags verbrachte ich dann in den Straßen rund ums Hotel. Überall warf das Chinesische ‚Full Moon‘-Fest schon seine Schatten voraus – in vielen Geschäften wurden Mondkuchen verkauft und in den Straßen standen überall Tonnen, in denen Opfergaben verbrannt werden können bzw. waren überall kleine Altare oder Räucherstäbe (nicht -stäbchen!!!) aufgebaut!

Mußte mir dringend ein paar neue Sachen kaufen, denn für solche Temperaturen wie hier war ich bisher nicht eingerichtet! War ziemlich schwierig – die Geschäfte hier mit den wirklich mehr als günstigen Bekleidungspreisen sind leider nur auf einheimische Frauen eingerichtet, etwa 1,45m groß und vielleicht 40 kg schwer… Ein Hoch auf Marks & Spencer und europäische Maße!!!
Etwas zu Trinken und ein kleines Abendessen mussten auch noch sein!
Dann aber zurück und ins Bett – mir fielen schon beim Gehen die Augen zu!

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