Sonntagsmarkt in Tarabuco

Sonntag, 1.Mai 2011
Heute soll es nun endlich nach Tarabuco gehen, um den Sonntagsmarkt dort zu besuchen! Auch meine beiden holländischen Begleiterinnen sind wieder mit dabei. Leider habe ich seit heute morgen wieder üble Bauchschmerzen – obwohl ich überhaupt nichts gegessen habe, was ich als Ursache dafür ausmachen könnte! Ich hoffe, daß es im Lauf des Tages wieder besser wird – vielleicht ist es ja nur eine Reaktion auf die andauernde Höhe…
Die Fahrt nach Tarabuco ist unspektakulär – es ist dicht bewölkt und sieht eher nach Regen aus! Das wäre ja richtig Pech – die Farbenpracht, die uns erwarten wird, wäre dann ja nur halb so schön!
In Tarabuco angekommen, ist es immer noch schwarz am Himmel! Aber der Markt ist schon in vollem Gange! Es ist ja hauptsächlich ein Wochenmarkt für die Einheimischen – erst in den letzten Jahren haben sich rund um den Hauptplatz und hinein in einige wenige Seitenstraßen reine Souvenirläden angesiedelt. So wird wirklich alles angeboten, was für das Leben auf den weit verstreuten Bauernhöfen in der Gegend so nötig ist!




Es tummeln sich viele Einheimische in ihren malerischen (und warmen) Trachten heute hier im Ort! Ein großes Vergnügen für mich, obwohl ich inzwischen wieder mit Durchfall kämpfen muß! Das Wichtigste ist also erst einmal, daß ich die ‚banos publicos‘ finde, damit ich weiß, wohin ich mich im Notfall retten kann! Der erste Versuch wäre im wahrsten Sinne fast ‚in die Hose gegangen‘ – die Benutzung kostet 1 Boliviano und ich habe nur 20 und die können nicht gewechselt werden. Auch im Notfall gibt es keine Gratisbenutzung – ich muß Geld wechseln! In meiner Not lade ich im Laden daneben mein Handy für 15 Bolivianos auf – 5 BoBs können sie in der Toiletten wechseln und ich darf sie benutzen! Gerade nochmal gut gegangen!
Die zahlreichen Souvenirläden und die vielen Frauen, die mich überall ansprechen, können mich nicht wirklich verlocken, etwas zu kaufen! Aber es ist schön, diese farbenprächtigen Läden und Auslagen zu betrachten!

Mittagessen lasse ich heute lieber ausfallen, aber gehe trotzdem mal über den Markt! Lange halte ich es aber nicht aus – die Gerüche von den offenen Fleischtheken bekommen mir in meinem angegriffenen Zustand überhaupt nicht! Ich würde mich am liebsten nur irgendwo in Ruhe hinsetzen, aber dafür ist es zu kalt – aber es sind noch 2 Stunden bis zur Abfahrt des Busses! Also doch noch ein wenig bummeln…

Ich kaufe mir jetzt doch ein Stück Lamafell, damit ich mich irgendwo ein wenig hinsetzen kann und nicht total auskühle! Aber trotzdem gehe ich dann bald zum Bus (der Fahrer ist GottseiDank da und läßt mich rein) und lege mich auf die Rückbank, wo ich innerhalb von wenigen Minuten einschlafe. Erst als die ersten der anderen Fahrgäste eine Stunde später einsteigen, werde ich wieder wach. Schnell noch einmal zur nächsten Toilette und dann geht es zurück! Jetzt zur Abfahrt ist der Himmel doch noch blau geworden und die Landschaft zeigt sich wieder von ihrer schönsten Seite!

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