Auf nach Lima!

Mittwoch, 18.Mai 2011

Heute am späten Nachmittag geht es weiter nach Lima – dazu muß ich jedoch erst nach Juliaca fahren, Puno hat keinen Flughafen.
Von der 2-tägigen Busfahrt über Arequipa nach Lima hat man mir hier im Hotel wie auch bei der Touristen-Information abgeraten, da in den letzten 3 Wochen häufig Überfälle auf die Nachtbusse stattgefunden haben sollen – das muß ich ja dann nicht unbedingt riskieren! Ich finde es zwar schade, dass ich damit Arequipa (was ein sehr hübsches Städtchen sein soll) und Ica (vor allem die in der Nähe liegende Oase!) nicht besuchen kann – dafür habe ich aber ein paar Tage mehr in Lima und das lohnt sich hoffentlich auch! Ich habe im Internet einen günstigen Flug gefunden (etwa 55€) und für die Fahrt nach Juliaca gibt es einen ‚collectívo’, der nur etwa 3€ kosten wird.
Aber fast den ganzen Tag habe ich jetzt noch hier und ich nutze ihn als erstes, um Verpackungsmaterial zu besorgen – ich will noch schnell ein „Sammel-Päckchen“ nach Hause auf den Weg bringen! Die Dame im Postamt ist äußerst hilfsbereit und trotz überhaupt keiner Englisch-Kenntnisse geht die Kommunikation erstaunlich gut – ist schon immer wieder überraschend, wie viel ich reden kann, wenn es gar nicht anders geht :-)!
Die Abfertigung nimmt den gewohnten umständlichen Lauf, aber ich muß überraschenderweise keine Zoll-Erklärung ausfüllen – bin mal gespannt, ob und wann das wirklich daheim ankommen wird… Die dicken Briefe, die ich von Bolivien aus geschickt hatte, haben ihre Empfänger auch noch nicht erreicht – aber vielleicht liegen die auch noch beim deutschen Zoll? Bolivien wird ja oft gleichgesetzt mit Drogen-Umschlagplatz!
Auf dem Weg zum Hotel gibt es noch einen Kaffee und dann geht es endgültig ans Koffer packen – ich konnte dankenswerterweise das Zimmer noch bis zu meiner Abreise benutzen! Der Shuttle holt mich pünktlich um 15.30h ab, nach Juliaca dauert es ca. eine Stunde – der Flug geht um 18h.

Auch heute sieht Juliaca nicht viel anheimelnder aus, als vor ein paar Tagen vom Zugfenster aus! Diese Stadt ist offenbar durch den Flughafen und die hindurch führende PanAmericana relativ schnell gewachsen, hat aber überhaupt keine Atmosphäre – hier fehlen einfach die alten Häuser, die (wenn auch manchmal schon ziemlich abgehalftert) ein wenig Lokalkolorit schaffen! Hier gibt es jede Menge neuer „Denkmäler“ – die typischen Produkte des Betonzeitalters eben.
Der Flughafen ist klein, aber es fliegen ja auch nur 2-3 Maschinen max. pro Tag. Das Einchecken geht trotzdem sehr flott – ich bin offenbar an eine äußerst kompetente Mitarbeiterin geraten. Der Wartebereich ist die übliche ‚Reihenbestuhlung’ – aber man muß zumindest keine Nummern ziehen :-)! An den Wänden entlang ziehen sich ein paar Shops mit Souvenirs und Getränken etc. In den Souvenirshops gäbe es ein paar ganz schöne Stücke, aber hier herrschen auch wieder ‚internationale Preise’ – ich kann mir gar nicht vorstellen, dass damit große Geschäfte gemacht werden können! Witzigerweise schließen die sowieso jetzt alle – gerade im Moment, als vielleicht potentielle Kunden hier herumsitzen… Dafür kommt eine Kapelle, die uns zum Abschied aufspielt (und danach natürlich mit dem Hut herumgeht!).
Bald landet der Flieger aus Lima, mit dem wir dann zurück fliegen werden. Das Vorfeld ist nur sehr marginal beleuchtet – der Aircraft Check findet beim Schein von Taschenlampen statt (damit wird in die Triebwerke geleuchtet und die Außenhaut kontrolliert etc.). Mir ist das nicht besonders geheuer, aber ich versuche, nicht weiter darüber nachzudenken! Der Einstieg geht fix (die Maschine ist bei Weitem nicht ausgebucht) und der Flug läuft dann ohne Probleme ab.
Eigentlich hatte mir das Hostel in Lima einen ‚free airport pickup’ zugesichert, aber leider steht in der Ankunftshalle niemand dergleichen! So nutze ich die Zeit und frage bei den Schaltern der diversen peruanischen Fluggesellschaften gleich mal, was ein Flug nach Chiclayo im Norden kosten würde. Bei Taca ist er am günstigsten – alle Steuern incl. kostet er gerade mal 60 Dollar hin und zurück. Da schlage ich doch einfach zu und hoffe, dass ich ein günstiges Quartier vor Ort bekommen werde und dass sich die unzähligen Pyramidenreste, die es dort geben soll, auch lohnen werden! Das größte Pyramidenfeld dort hat übrigens Thor Heyerdahl (ja, genau der mit dem Kontiki-Floß!) entdeckt und die ersten Grabungen dort veranlasst. Aber vorher gab es schon kleinere Grabungen von englischen und deutschen Archäologen, die ebenfalls sehr erfolgreich waren! Überall wurden Gräber von hochstehenden Persönlichkeiten der Moche-Kultur gefunden – mit den entsprechenden kostbaren Grabbeigaben!
Es ist jetzt immer noch niemand als Abholer zu sehen! Ich habe mir jedoch vorsichtshalber die Nummer des Hostels notiert, so kann ich nun dort anrufen – große Peinlichkeit, sie hatten jemand beauftragt und werden nachfragen, ob ich in10 Minuten noch mal anrufen könnte? Zehn Minuten später kommt dann auch ein Fahrer mit dem großen Schild und ich kann beruhigt in das Taxi einsteigen. Auf diese Pickups legen die Hostels und Hotels hier in Lima großen Wert – zum einen wegen der Sicherheit (das sehe ich jedoch nicht als so gravierend an, da es hier auch Dispatcher und die offiziellen Flughafen-Taxis gibt, die zwar immer ein wenig teurer, dafür aber normalerweise sehr sicher sind) – zum anderen vor allem deswegen, weil sich viele Taxifahrer durch Kommissionen von Übernachtungsmöglichkeiten ein schönes Zubrot verdienen! Das geht meistens so, dass irgendwelche ‚Schlepper’ einen direkt beim Ausgang vom Zoll schon abfangen mit relativ leise gefragtem „Taxi?, Taxi?“ (eigentlich dürfen ja nur die ‚offiziellen’ draußen vor der Tür warten!). Läßt man sich darauf ein, wird man nach draußen auf den Parkplatz gebracht und außerhalb der „Taxi-Sicherheitszone“ einem Kollegen übergeben. Der bringt einen dann statt zur genannten Adresse zu einem der Hostels/Hotels, wo er Kommission für jeden neuen Gast bekommt – bis man als Fremder merkt, dass man gar nicht vor dem gewünschten Haus gelandet ist, ist er schon wieder verschwunden. Und einige der Fahrgäste bleiben dann wohl lieber, wo sie jetzt gelandet sind, als sich ein anderes Taxi von der Straße zu fangen… Eigentlich habe ich fast ein wenig Verständnis für die Taxifahrer – sie werden einfach lausig bezahlt! Die Tarife sind mehr als günstig – auch wenn es keine Taxameter gibt, die Einheimischen wissen, was es normalerweise kostet und die Fremden werden von ihren Hotels oder dgl. darauf hingewiesen, was maximal bezahlt werden sollte! Auf der anderen Seite ist Benzin hier extrem teuer – zwischen 1,90 und 2,30€ werden für den Liter verlangt!!! Wie dann mit den Taxi-Preisen ein Auto abbezahlt, Versicherungen und Steuern dafür aufgebracht, getankt werden und auch noch eine Familie leben soll, ist mir ein völliges Rätsel…

Ich lande mit meinem Abholer jedoch wohlbehalten an der angegebenen Adresse und kann mein Zimmerchen beziehen – winzig klein, aber im Hof (abseits vom Verkehrslärm) und mit eigenem Bad mitten in Miraflores, einem der sichersten Viertel hier in Lima! Ich freue mich auf die nächsten Tage hier und bin schon sehr gespannt, was ich alles zu sehen bekommen werde – nach meinem Reiseführer soll es ja mehr als genug zum Anschauen geben!

Donnerstag, 19.Mai 2011

Was für eine Überraschung – ich bekomme mein Frühstück ans Bett geliefert!!! Kaum, dass ich mich bemerkbar gemacht habe, fragt schon der dienstbare Küchengeist, ob er das Frühstück bringen kann: Kaffee/Tee, 3erlei frische Semmeln, Käse, Butter, Marmelade, frisches Obst und frischen Saft! Natürlich kann er und ich lasse mir diesen Luxus gefallen und das Frühstück schmecken!
Heute lasse ich es erst einmal ruhig angehen und schaue mir zu Fuß die unmittelbare Umgegend hier an! Ich habe Wäsche in die Wäscherei zu bringen und ein paar Einkäufe zu machen! Keri, meine Gastgeberin hier, versorgt mich mit Ratschlägen und einem Stadtplan und los geht’s! Mein Weg führt mich durch kleine Straßen, die gesäumt sind von hübschen alten und neuen Häusern – alles sehr gepflegt und mit vielen Blumen überall. Leider ist das Wetter nicht so besonders toll, aber das hatte ich ja schon gelesen bzw. viele Leute unterwegs hatten mich schon vorgewarnt – in Lima herrscht ab Mitte Mai ‚Herbstnebel’! Der kalte Pazifik und die noch warme Luft, die sich vor den Anden staut, sind keine so richtig ‚urlauberfreundliche’ Mischung:-(! Aber es ist zumindest nicht kalt…
Nach der Wäscherei geht es zurück und zum nächsten Supermarkt! Hier komme ich zum ersten Mal mit „WONG“ in Kontakt, DER Supermarkt-Kette in Peru bzw. in Lima! Der Erfolg dieser Kette gründet sich vor allem in totaler Kundenorientierung, die Mitarbeiter werden ständig entsprechen geschult, der Wahlspruch dort lautet „Unsere Kunden sind unser Kapital“! Das geht soweit, dass man nicht nur sofort an die Hand genommen und an das entsprechende Regal geführt wird, wenn man nach einem bestimmten Artikel sucht/fragt – nein, auch die Einkäufe werden nicht nur von dienstbaren Geistern eingepackt, sondern bis zum Auto getragen oder gefahren und wenn man ohne Auto aus der Nachbarschaft gekommen ist, sogar bis nach Hause! Die Mitarbeiter werden nach peruanischen Maßstäben gut bezahlt und die Stellen dort sind sehr begehrt – es werden jedoch gute Schulabschlußnoten voraus gesetzt, selbst für die (Einsteiger)Jobs als Einpacker, Träger oder Anbieterin von Kostproben verschiedenster Art! Auf die gute Ausbildung und Förderung der Mitarbeiter wird sehr großer Wert gelegt! Die angebotene Bandbreite von Waren hat europäisches Niveau, auch deren Präsentation und die hygienischen Zustände! Irgendwie jedoch ein wenig unwirklich hier, wenn auch besonders schön für mich – hier finde ich richtige Körnersemmeln, Käse (von einer schweizerischen Käserei in Bolivien :-)) und Schinken (von einem deutschen Metzger in Peru), abgesehen von dem herrlichen Obst!
Ordentlich bepackt gehe ich zurück (das Angebot, meine Tasche zum Hostel tragen zu lassen, habe ich dann doch ausgeschlagen). Auf dem Weg sehe ich einen Friseur, der auch einen sehr europäischen Eindruck macht und frage kurz entschlossen, ob mir wohl jemand noch schnell die Haare schneiden könnte! Tatsächlich, es klappt – ‚Luigi’, ein junger THAILÄNDER, erbarmt sich meiner und ich kann ihm auf Englisch erklären, was ich mir so vorstelle! Ist zwar nicht die Qualität meines Münchner Friseurs, aber ich bin froh, dass zumindest wieder mal so einigermaßen ‚Form’ auf meinem Kopf eingekehrt ist!

Den restlichen Tag verbringe ich in meinem Zimmer bzw. zusammen mit Keri – mit ihr diskutiere ich meine Pläne für die nächsten Tage und bekomme eine Reihe guter Ratschläge von ihr!

Freitag, 20.5.2011

Wieder wunderbar geschlafen, bis ich von den geräuschvollen Nachbarn geweckt wurde! Aber ich will ja heute einiges schaffen und daher ist das gar nicht schlecht! Meine geplante Stadtrundfahrt in Miraflores soll um 11h starten – also kann ich ganz gemütlich frühstücken und danach ins Bad (bekomme natürlich wieder ‚das Tablett’ ans Bett geliefert :-))!
Die Abfahrtsstelle der Sightseeing-Busse ist etwa 15 Min. zu Fuß von hier entfernt – durch kleine Wohnstraßen und vorbei an vielen hübschen Häusern! An der ‚Plaza Kennedy’ stellt sich dann heraus, dass es nur zwei Interessenten für diese Tour gibt und 10 müssten es mindestens sein – wie schade, die Tour fällt also aus! Aber gegenüber der Haltestelle sehe ich ein vertrautes ‚grünes Logo’ und beschließe, erstmal einen Kaffee zu trinken und dabei zu überlegen, was ich mit dem angebrochenen Tag machen werde! In dem Prospekt von ‚Mirabus’ finde ich noch eine Tour ins Zentrum von Lima mit anschließendem Besuch des ‚Museo Larco’, von dem ich unterwegs immer mal schon sehr positives gehört hatte.
Nach dem Kaffee gehe ich also noch mal zu dem Bus-Schalter und frage wegen dieser Tour, die um 1.30h starten soll – ja, die wird auf jeden Fall durchgeführt, auch wenn es nur 2 oder drei Gäste geben sollte. Ich kaufe also gleich das Ticket und gehe dann noch ein wenig Richtung Meer spazieren. Auf dem Weg finde ich eine Buchhandlung, wo ich doch tatsächlich einen Reiseführer für Yucatan auf Englisch finde – der gehört sofort mir!
Es ist hier eine Gegend, wo offenbar die ‚geldigen’ Leute von Lima wohnen: Riesige Hochhauskomplexe und “Recreation Areas“ säumen die Straße! Vor lauter Schauen und Fotografieren muß ich schon wieder umdrehen, obwohl ich noch gar nicht bis zu meinem vorgenommenen Ziel, den ‚Parque de Amor’ gekommen bin – aber ich möchte ja den Bus nun nicht noch versäumen.


Aber noch ist kein Bus zu sehen – aber vor der Haltestelle ist ein kleines Zelt für eine Promotion Veranstaltung der Provinz Cordoba in Argentinien aufgebaut. Und hier steht doch tatsächlich eine junge Frau in einem Dirndl!!! Auf meine erstaunte Frage bekomme ich jedoch zu hören, dass das die Tracht in einer der Gegenden der Provinz ist – das muß eine Gegend sein, die von österreichischen oder deutschen Auswanderern besiedelt wurde (sogar das Samthalsband mit dem Elfenbein-Edelweiß fehlt nicht…)!

Nun ist der Bus aber da und wir können einsteigen – es sind jetzt doch insgesamt 14 Leute zusammen gekommen! Ich habe einen Platz auf dem offenen Oberdeck und inzwischen gibt’s auch mal Sonne und ein wenig blauen Himmel!
Es gibt allerhand zu sehen bei unserer Fahrt durch Miraflores und San Isidro ins Zentrum! Es ist schon eine riesige Stadt (die gesamte sog. ‚Metropolregion’ hat etwa 8 Mio. Einwohner!) und entsprechend vielfältig! Es geht – wie in allen richtige großen Städten dieser Welt – fast übergangslos von sehr gepflegten Vierteln durch ziemlich abgefahrene wieder in richtig schöne! Ich bin aber froh, dass ich in Miraflores wohne – einem Viertel, wo ich bisher nie das Gefühl hatte, nicht sicher zu sein!

Wir nähern uns dem Zentrum und die Häuser werden größer, aber teilweise auch vernachlässigter! Viele jedoch sind wieder in alter Pracht zu bewundern! Hier ist deutlich zu merken, wie reich die Einwohner von Lima noch vor ein oder zwei Jahrhunderten waren!





Im Zentrum machen wir einen kurzen Stopp auf der ‚Plaza de Armas’, deren Grundriss der Sage nach Pizarro höchstselbst mit seinem Degen und seinem Blut in den sandigen Boden vor einem Sonnentempel der Inkas gezeichnet haben soll! Ein beeindruckender Platz, beherrscht von der Kathedrale (die auf den Grundmauern des zerstörten Sonnentempels erbaut wurde) und dem Präsidentenpalast. Erstere wurde erst im 18.Jh. nach fast 200 Jahren Bauzeit fertig gestellt (der Bau wurde immer wieder von Erdbeben zerstört – haben sich die Inkagötter vielleicht so gegen die Zerstörung zur Wehr gesetzt?) , letzterer stammt erst aus dem frühen 20.Jh.! Aber mit dem Erzbischöflichen Palast und den vielen, goldgelb gestrichenen Gebäuden ringsum, die alle mit ‚spanischen’ Holzbalkonen ausgestattet sind, wirkt das alles schon ‚uralt’! Es ist reger Betrieb auf dem Platz – überall flanieren oder sitzen Einwohner und Touristen in der Sonne!

Wir gehen ein kleines Stück in eine Seitenstraße, dann winkt unser Guide schon wieder zum Aufbruch – das hatte ich mir schon immer mal gewünscht, hinter einem Guide mit Fähnchen herzumarschieren…Aber wir haben ja noch den Museumsbesuch vor und das wird ja auch nicht ewig geöffnet haben! Durch die Altstadt geht es bis zur ‚Plaza Miguel Grau’ und dann wieder durch ein eher herunter gekommenes Viertel zum ‚Museo Larco’. Das liegt auch nicht gerade in einer der Gegenden von den ‚beautiful people’ – aber es ist einfach für sich atemberaubend schon von außen! Die Umfassungsmauern sind total mit überreich blühenden Bugainvillea-Sträuchern in allen vorstellbaren Farben überwuchert – ein Farbenrausch sondersgleichen! Auch im Inneren des Hofes ist alles mit Sträuchern übersät – es ist wie ein Paradiesgarten!

Im Museum gibt es zahllose Exponate zu bewundern, vor allem der Moche-Kultur – einem Volk aus der Zeit unmittelbar vor den Inkas im Norden Perus! Es ist geradezu unglaublich, wie gut erhalten die Stücke zum einen sind und zum anderen, wie ‚modern’ viele der Krüge und Schmuckstücke wirken! Obwohl die Ausbreitung dieses Volkes gar nicht so groß war, war es offenbar sehr reich – alle diese Ausstellungsstücke hier sind Grabbeigaben gewesen! Und das waren erst einmal Tausende von Krügen und Töpfen, gefüllt mit allen Samen und Früchten, die damals kultiviert wurden – bei der ‚Ankunft in der anderen Welt’ sollte es den Verstorbenen an nichts fehlen! Diese wurden mit ihren schönsten Gewändern umhüllt und Schmuckstücke wurden in mehreren Lagen auf ihnen ausgebreitet! Diese Schmuckstücke waren aus Gold, Silber und Perlmutt bzw. Muschelschalen – damals offenbar alles gleich kostbar! Vor allem riesige ‚Schmuckkragen‘ aus Muschelschalen, Korallen und Türkisen waren wichtig bei der Bestattung! Eine beeindruckende Sammlung, die hier von einem privaten Sammler zusammen getragen worden ist!




Und nicht genug mit all den beeindruckenden ausgestellten Exemplaren – es gibt auch noch 11 Lagerräume, wo eng an eng stehende Schränke mit Glasfronten alle die Sammelstücke beherbergen, die in den Ausstellungen nicht gezeigt werden können.

Ein besonderer Ausstellungstrakt ist den erotischen Darstellungen aus der Moche-Zeit gewidmet! Alle hier gezeigten Exponate sind jedoch den Fruchtbarkeitsgöttern der damaligen Zeit gewidmet – und hatten ursprünglich also nichts mit Erotik im heutigen Sinne zu tun! Es ist trotzdem mehr als verwunderlich, dass dieser Teil des Museums hier im erzkatholischen Lima einfach so gezeigt werden kann (es wird allerdings streng darauf geachtet, dass der Zutritt erst ab 18 Jahren erfolgt!). Wobei heute gerade auch eine Studentengruppe dort unterwegs ist, die eindeutig älter als 18 waren und trotzdem mit den teils sehr drastischen Darstellungen offenbar total überfordert :-(!


Beim Verlassen des Museums ehe ich das erste Mal den typischen peruanischen ‚Nackthund’ – er gehört entweder zum Museum oder einem der Wärter (ich finde ihn ja ziemlich hässlich…). Die Fahrt geht zurück zur Plaza Kennedy, wo ich mir ein Taxi nach Hause nehme!
Zum Abendessen geht es heute in ein Lokal um die Ecke – eine der Spezialitäten hier probieren „Anticucho“/Rinderherz am Spieß! Dazu gibt es Kartoffeln und einen herrlichen gemischten Salat, (wie lange habe ich den nicht mehr gegessen…) und ein Glas Chicha – diesmal rot! War alles prima, der Ober fängt mir noch ein Taxi und ich lande ungeschoren vor der Tür meines Hostels! Morgen Mittag werde ich mit Keri zum ‚Ceviche’-Essen gehen – die nächste Spezialität probieren!

Samstag, 21.Mai 2011
So soll ein Samstag anfangen – frische Körnersemmeln, Kräuter-Rührei und Obst zum Frühstück, und das alles ans Bett gebracht! Schnell sortiere ich danach noch meine Wäsche – ich will, was notwendig ist, heute noch schnell in die Wäscherei bringen, damit ich es zum Wochenende nach der Rückkehr aus Chiclayo wieder abholen kann. Ich habe mit Keri zusammen im Internet eine anscheinend nette, sehr günstige Unterkunft gefunden, und werde also am Montag starten. Meinen Koffer stelle ich hier ein – den hole ich am Samstag Vormittag ab und kann dann auch gleich meine Wäsche aufsammeln.
Also heißt es auch heute, mein Gepäck wieder mal komplett neu sortieren! Ich bin das zwar jetzt schon einigermaßen gewöhnt – aber langsam freue ich mich wieder auf die Zeiten, wo ich nicht mehr aus Koffer und Rucksack leben muß…

Keri führt mich also heute in ein Lokal zum ‚Ceviche‘-Essen – das ist klein geschnittener roher Fisch, mariniert in vieeeel Limonensaft, gemischt mit Zwiebeln (manchmal auch Tomaten oder ‚marrones’/Paprika) und Cilantro! Dazu gibt es hier die riesigen Maiskörner knackig geröstet und gekochte Süßkartoffeln! Wegen des rohen Fisches muß man sehr genau wissen, wo man dieses Gericht ißt – man muß sich auf die Sorgfalt und Sauberkeit bei der Zubereitung verlassen können!
Es schmeckt wunderbar, sehr erfrischend und durch die Mais- und Kartoffelbeilage ungeheuer sättigend – das werde ich hoffentlich nochmal irgendwo essen können!

Ein kleiner Rundgang durch Miraflores (es ist wieder alles in Nebel gehüllt draußen!) schließt sich danach an, gemütlich Kaffee trinken in einem benachbarten kleinen Café und der restliche Nachmittag wird für „Hausaufgaben“ genutzt! Eigentlich ein richtig fauler Samstag – muß ja schließlich auch mal sein…

Sonntag, 22.Mai 2011
Das Wetter ist wieder grau in grau :-(! Trotzdem beschließe ich, heute Vormittag den ‚Parque Maria Reiche’ zu besuchen! Maria Reiche war eine Deutsche, die sich sehr ausführlich mit der Erforschung der ‚Nacza-Linien’ beschäftigt hat (lange schon vor Herrn von Däniken :-)) und die hier in Peru deswegen große Verehrung genießt! Ich nehme mir ein Taxi bis dahin, anschließend werde ich dann wieder zum Kennedy-Park laufen – dort wartet heute einer der Höhepunkte meines Lima-Aufenthaltes auf mich: Ein Ausflug zu den berühmten Wasserspielen! Schön farbig, damit dem momentanen ‚Grau’ was entgegen gesetzt werden kann!
Der Maria-Reiche-Park liegt unmittelbar auf dem Hochufer von Miraflores und ist ein beliebtes Sonntags-Ausflugsziel für die Bewohner hier. Die Linien aus der Ebene von Nazca sind detail- und maßstabsgetreu entweder in den Boden gefräst oder durch entsprechende Blumenpflanzungen sichtbar gemacht!

Dazwischen gibt es jede Menge Platz, wo selbst heute bei dem grauen ‚Herbstwetter’ einige Familien Picknick machen und die Kinder herum tollen! Sie haben ihren besonderen Spaß mit den ‚Linien’ und benutzen sie völlig respektlos als großen Hindernis-Parcour!
Rund um den Park gibt es zahlreiche eingezäunte Areale für Ballspieler, Skateboarder oder BMX-Fahrer, die alle sehr stark frequentiert sind!
Ein kurzer Spaziergang bringt mich zum alten Leuchtturm von Miraflores, der von zahllosen Paraglidern wie von Schmetterlingen umkreist wird! Gleich nebenan ist eine große Wiese, die offenbar das ‚Mekka’ für diese Sportler ist! Ist auch mehr als gut geeignet dafür – von dieser steilen, hohen Klippe kann man gut abspringen und die Thermik trägt einen sofort wieder hoch! Es werden auch Tandem-Flüge angeboten, die gar nicht teuer sind – aber es steht eine so lange Schlange schon an, dass ich darauf doch verzichte.


zum Schluß komme ich noch am „Parque Amor“ vorbei – und wie nett, heute hat sich dort gerade ein Brautpaar zum Fotografieren eingefunden! So bekommt das überdimensionale Standbild ‚Die Liebenden‘ gleich die richtige Bedeutung :-)!


Langsam muß ich mich jetzt nämlich auf den Weg zur Bushaltestelle machen – ich habe noch keine Karte und ich denke, am Sonntag wird das ordentlich gefragt sein!
Ich bin früh genug dran, bekomme meine Karte und es reicht noch für einen mehr als gemütlichen Kaffee und ein Sandwich für ein verspätetes Mittagessen! Heute ist hier am Platz ordentlich was los – offenbar ist ein Künstlermarkt im Gange! Überall hängen Bilder herum (sieht fast ein wenig aus wie auf der Leopoldstraße :-)) und auf den kleinen Plätzen innerhalb des Parks haben sich viele Stände mit unterschiedlichstem Kunsthandwerk angesiedelt (Strickwaren, Schmuck, Haushaltsgegenstände etc.) und die Bewohner Limas drängeln sich dazwischen! Ich schau mir das Spektakel lieber aus sicherer Entfernung an – kaufen will ich davon sowieso nichts!
Die Busfahrt geht erst noch einmal durch für mich schon bekanntes Gebiet (ist die gleiche Strecke wie vorgestern), bis wir dann bei Beginn der Dämmerung im großen Park mit den Wasserspielen ankommen! In dessen Umfeld geht es zu wie Hund – Fußgänger, Autos, Busse machen sich gegenseitig das Leben schwer! Aber schließlich kommen wir doch bis zum Eingang und wir können alle aussteigen und unserem Guide mit der Fahne folgen!
Es gibt Unmengen von großen und kleinen Springbrunnen und einige davon sind mehr als spektakulär! Da ist z.B. eine große Spirale aus Fontänen – hier stehen vor allem Jugendliche und Kinder in den Zwischenräumen der Fontänen und warten gespannt, wo das Wasser dann herkommen wird! Meistens klappt es, dass sie zwischen den Wasserstrahlen ‚sicher’ sind – manchmal jedoch gibt es ‚Querschläger’ und davon werden sie dann voll getroffen! Aber offenbar ist das der größte Spaß – manche der „Mitspieler“ sind schon klatschnaß (aber es ist ja freundlicherweise nicht kalt!). Dann kommen wir an einem ‚Wassertunnel’ vorbei – orange beleuchtet! Dort hindurch drängelt sich ebenfalls die Meute – von außen langt ein Polizist dann hin und wieder mit seinem Gummiknüppel durch die Wasserstrahlen und fordert die Schlange auf, sich weiter zu bewegen!
Dann gibt es jede Menge Springbrunnen in allen Größen, die ständig ihre Form (und teilweise auch Farbe) wechseln!

Mitten im Park gibt es einen ewig langen Fontänenbrunnen, der in wechselnden Farben beleuchtet wird!

Und immer wieder dazwischen finden sich Brunnen, die wie kleine ‚Doppelgänger‘ vom „Loch im See“ in Kalifornien aussehen (Torsten, erinnerst Du Dich?)
Im Park steht ein Kollonaden-Bau, der fast ein wenig an Las Vegas erinnert 🙂 und am Rand des Parkes finden sich überall ‚weihnachtlich‘ geschmückte Tannenbäumchen!
Der Höhepunkt jedoch ist eine Lasershow! Dazu werden Ornamente und ganze Filme auf die zu feinem Nebel versprühten Wasservorhänge des großen Fontänenbrunnens projeziert, dazu gibt es noch die passende Musik! Sehr beeindruckend und faszinierend – und dauert fast ½ Stunde!


Noch ganz verzaubert von dieser ungewöhnlichen Vorführung machen wir uns wieder auf den Weg zum Bus! Es soll jetzt noch einen kleinen Imbiß im Sheraton-Hotel geben – den kleinen Touris mal die große Welt zeigen :-)! Für uns ist im Speisesaal schon gedeckt und es gibt kleine Canapées und verschiedene Plätzchen, dazu Kaffee oder Tee. Mit mir zusammen am Tisch sitzt ein netter junger Mann aus Michigan und wir haben uns allerhand zu erzählen! Ich möchte, mit Rücksicht auf die fortgeschrittene Tageszeit, nur eine heiße Schokolade – die muß ich dann aber extra bezahlen :-(! Dafür versorgt uns der freundliche Ober ständig mit Nachschub der kleinen Snacks, bis wir dann irgendwann völlig ‚genudelt’ abwinken!
Bald schon winkt auch ‚die Fahne’ wieder und es geht zurück – durch die abendlich beleuchteten Straßen von Lima, noch einmal ein farbenfrohes Bild!

Ein Taxi bringt mich wieder zurück ’nach Hause‘ und ich habe Keri viel zu erzählen. Bei einem Glas Wein lassen wir den Tag gemütlich ausklingen – mein Flieger morgen geht erst mittags, ich kann also morgen ausschlafen!

Samstag, 28.5.2011

Wieder zurück in Lima nach den 5 Tagen im Norden habe ich heute nichts Großes mehr vor! Ich muß nur nach Miraflores fahren, um meine Wäsche abzuholen und bei Keri meinen eingestellten Koffer! Erick vom Hostel hier ruft mir ein Taxi, es ist der gleiche Fahrer, der mich gestern abend schon vom Flughafen hierher gebracht hatte. Er hat 2 Stunden Zeit, ehe die nächsten Gäste vom Flughafen abholen muß – aber das sollte reichen! Wir haben aber beide nicht mit dem Samstagmittag-Verkehr in Lima gerechnet. Es geht die ersten Kilometer nur im Schneckentempo voran – dafür fährt er dann, als die Straßen wieder freier werden, wie von 1000 Geistern gejagt! Ich habe Mühe, mich im Fond entsprechend zu ‚verkeilen‘, daß ich nicht ständig von einer Seite auf die andere geschleudert werde! Aber so eine Fahrweise hatte ich hier ja schon öfter – zum Glück fahren wir immer wieder mal an Kirchen vorbei, wo er sich schnell bekreuzigen kann und ein Rosenkranz hängt ja auch am Innenspiegel…:-)! Vor allem die vielen ‚bumps‘ auf den Straßen machen die Fahrt besonders unangenehmt – ständig Vollbremsungen und danach wieder Vollgas!
Aber – wir kommen wie gewohnt wohlbehalten in Miraflores an. Ich hopse schnell bei Wong raus, kaufe ein paar Kleinigkeiten ein. Meine Wäsche ist fertig, das dauert also auch nur ein paar Sekunden! Bei Keri muß er ein wenig länger warten, denn ich muß schnell noch erzählen wie es war! Wie so viele Peruaner war auch Keri noch nie im Norden über Trujillo hinaus und ist baff erstaunt, was es für Kostbarkeiten in ihrem Land zu entdecken gibt!
Der Rückweg ist nicht ganz so halsbrecherisch! Der Fahrer fährt mit mir offenbar jede Menge Schleichwege, um dem Verkehr diesmal aus dem Weg zu gehen (oder um mir noch ein wenig von der Stadt zu zeigen – ich bereue es jedenfalls, daß ich meine Camera nicht dabei habe, es gibt wirklich viel zu sehen! Einige große Plätze mit wunderschönen alten Häusern ringsherum (wobei mir aber Erick später sagt, daß man sich als Fremde dort nicht unbedingt allein bewegen sollte!) und jede Menge schöner Szenen auf bzw. neben der Straße!
Am Abend packe ich meinen Koffer wieder einmal um – heute wird zusätzlich aussortiert! Ein ganzer großer Beutel voller ‚Notfall-Medikamente‘, mein Lamafell (war immer gut beim Sitzen auf kalten Steinen oder löchrigen Stühlen :-)), zwei langärmelige T-Shirts (werde ich hoffentlich in Cancun nicht brauchen) und 4 kleine Flaschen Wein (gab hier kleine Flaschen – wenn überhaupt – stets nur als 6pack) wandern in eine große Tüte und werden an der Rezeption abgegeben! Die freuen sich über alle Maßen und bedanken sich unzählige Male! So ist Koffer wie Rucksack um einiges erleichtert und ich habe morgen als Handgepäck nur meine Handtasche mit Camera, Notebook und Buch zum Lesen!
Abends sitze ich noch ein wenig unten mit im Aufenthaltsraum – ich hatte mir bei Wong wieder zwei Körnersemmeln gekauft und ein Stück ‚richtigen‘ Camembert! Zwei schweizerische Gäste bekommen gaanz große Augen, als ich das am Tisch auspacke – sowas leckeres haben sie seit Wochen nicht mehr gesehen – also gebe ich eine Semmel und ein Stück Käse ab (die tägliche gute Tat :-)) und sie sind mehr als begeistert!
Mein Flieger geht um 0:20h, aber ich muß mind. 2 Stunden vorher am Flughafen sein, also lasse ich mir um kurz vor 22h schon ein Taxi rufen – besser zu früh als zu spät! Ich habe zwar heute nacht noch online eingecheckt und nichts von einer ‚Verfrühung‘ oder Verspätung bei diesem Flug gelesen, aber besser ist besser!
Am flughafen angekommen kann ich dann sofort in die (sehr kurze) Schlange für den Online-Checkin gehen. Bekomme aber dann dort gesagt, daß ich für die Plätze, die mir online mitgeteilt wurden und die auch auf meinem Boarding Pass stehen, je 100$ pro Flugstrecke zusätzlich bezahlen müßte, weil das ‚Priority Seats‘ wären. Na danke, das sehe ich ja überhaupt nicht ein! So büße ich meine 6.Reihe gegen einen Platz in einer der ganz hinteren ein! Sehr ärgerlich, besonders für die erste Teilstrecke nach Mexico City – ich habe nur 2 Stunden Aufenthalt und muß durch die Immigration, mein Gepäck ‚aufklauben‘, durch den Zoll und dann wieder einchecken! Da wäre es sehr hilfreich gewesen, wenn ich als eine mit der ersten den Flieger hätte verlassen können. Wie ich darüber hinaus erfahre, wird der Flug um 40 Minuten verspätet abfliegen – na bravo! Aber was soll ich mir jetzt Gedanken machen, ich kann sowieso nichts ändern!
Auf jeden Fall habe ich jetzt noch 3 Stunden bis zum Abflug, die ich mir hier auf dem Airport irgendwie vertreiben muß! Wie durch eine Fügung des Himmels komme ich kurz vor dem Eingang zu den Gates an einem SPA vorbei! Die Preise sind mehr als zivil und ich beschließe kurz entschlossen, mich mit Maniküre, Pediküre und Fuß-Reflexzonenmassage auf den 6-stündigen Flug vorbereiten zu lassen :-)! Und ein wenig zivilisiert in Cancun anzukommen, kann ja auch nicht schaden!
Das war eine wunderbare Idee! Völlig relaxt stehe ich danach aus meinem weichen Behandlungsstuhl auf, betrachte meine verzierten Fußnägel und bin mit mir und der Welt zufrieden! Nach der Sicherheitskontrolle kaufe ich mir noch einen gescheiten Kaffee und bin mit mir und der Welt zufrieden! Inzwischen hat der Flug noch 20 Min. mehr Verspätung – was soll’s…

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